Die Buchdeckel sind zwei Teile des Bucheinbandes. Die Buchdeckel schützen den Buchblock, also die Seiten des Buches, vor Beschädigung, Stößen und Beschmutzung. Sie werden durch den Buchrücken miteinander verbunden. Man unterscheidet zwischen Frontdeckel, auch Vorderdeckel und Cover, der die Vorderseite des Buches schützt und Rückdeckel. Die Buchdeckel ragen meist etwas über den Buchblock und sind zum Zweckes des Schutzes aus härteren Materialien (Graupappe, Karton).

Im Mittelalter waren solche Deckel noch vornehmlich aus Holz gefertigt und wurden teilweise sehr aufwändig durch Vergoldungen und Verzierungen aufgewertet. Heutzutage sind vor allem Pappdeckel verbreitet, wobei auch Bezüge aus Leder, Gewebe, Papier oder Kunststoff üblich sind. Moderne Buchdeckel sind häufig mit Bildern oder Schriften bedruckt, wobei ganz verschiedene Techniken zum Einsatz kommen (Offsetdruck, Siebdruck, Prägedruck, Drucklacken sowie Stanzungen).

Demnach verweist der Vorderdeckel heutzutage zumeist auf den Titel des Buches, wird teils durch eine Illustration verziert und trägt den Namen des Autoren sowie des Verlages. Bücher in festem Einband werden außerdem sehr häufig mit einem Schutzumschlag versehen, dessen eingeklappte Enden Raum für den Klappentext bieten sowie eine aufwändige Gestaltung ermöglichen und noch stärkeren Schutz bieten.


Der Buchdeckel besteht aus zwei Teilen: dem Frontdeckel und dem Rückdeckel

Ursprünge des Buchdeckels

Ehemals bestanden Bücher ausschließlich aus einigen Lagen Papier, die entweder gerollt wurden oder gefaltet. Dieses wurde durch drei oder auch vier Kolumnen (Spalten) unterteilt, wobei nur sehr selten ein Schutzumschlag den Inhalt vor Stößen, Verschmutzungen oder Beschädigungen schützte.

Doch bereits im christlichen Alterum (ungefähr bis 311 n. Chr.) führte die Verehrung des heiligen Wortes dazu, dass einige Schriften rein äußerlich kunstvoll verziert wurden. Teilweise gehörte ein kostbar eingebundener Evangeliencodex zum ständigen Schmuck auf Kirchenaltären. Diese Einbände gingen auf die kunstvollen Elfenbeindiptychen zurück, zwischen die einzelne beschriebene Pergamente gelegt wurden.

Diese anfänglichen Buchdeckel bestanden somit aus Holz, auf dem die edlen Elfenbeintäfelchen mit Nieten befestigt wurden. Diese Tafeln wurden teilweise mit Silber- oder Goldblech umrandet, in welches sehr häufig Perlen oder auch Edelsteine eingelassen wurden. Jeder dieser hochwertigen Buchdeckel war demnach ein Unikat, da er seinen eigenen Schmuck und individuelle Verzierungen aufwies.

Übersicht: Das Wichtigste im Überblick

  • Die Buchdeckel sind ein Teil des Einbandes eines Buches. Sie unterteilen sich in Vorderdeckel und Rückdeckel. Diese Deckel haben die Funktion, das Buch vor Stößen, Verschmutzung oder Beschädigung zu schützen, geben aber auch Raum für Illustrationen und Beschriftungen.
  • Sie bestanden früher aus Holz und werden heutzutage vornehmlich aus Graupappe oder Karton gefertigt. Dennoch können sie mit den unterschiedlichsten Materialien bezogen werden. So kommen beispielsweise Bezüge aus Leder, Gewebe, Papier oder Kunststoff zum Einsatz.
Sekundärliteratur und weiterführende Werke zum Thema Buchdeckel
  • Fricke, Harald u.a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Berlin, New York: Walter Gruyter 2000, Bd.1-3
  • Otto F. Best: Handbuch literarischer Fachbegriffe. Definitionen und Beispiele 4. Aufl. Fischer, Frankfurt am Main 1998
  • Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 8. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2001