Als Heptalogie, auch Siebenteiler, wird ein künstlerisches Werk bezeichnet, das aus sieben Teilen besteht. Der Begriff wird meist auf literarische Erzeugnisse – meist längere Prosatexte oder Filme angewandt. Grundsätzlich kann eine solche Heptalogie jedoch jegliches literarisches, filmisches, musikalisches Werk, das aus sieben Teilen besteht, meinen oder ganz allgemein auf Siebenteiler jeglicher Art angewandt werden. Wesentlich ist, dass die einzelnen Werke der Heptalogie zumeist selbständig sind, was bedeutet, dass ihre Handlung abgeschlossen erscheint und somit allein funktioniert. Weiterhin sind Cliffhanger, welche die Handlung stark unterbrechen würden, selten.

Der Begriff leitet sich vom griechischen heptalogía ab, das sich aus dem Präfix hepta für sieben und dem Nomen logos für Wort zusammensetzt. Demzufolge lässt sich der Begriff wortwörtlich mit Siebenwort übersetzen, wobei es im übertragenen Sinn aber um einen Inhalt, der aus sieben Teilen besteht, geht.

Ganz ähnlich respektive nach ebendiesem Muster werden sämtliche Fachbegriffe für solche Mehrteiler gebildet. Dabei setzt sich das jeweilige Wort aus dem griechischen Präfix für das entsprechende Zahlwort und der abschließenden Einheit logie zusammen. Folglich wird der Zweiteiler als Dilogie, der Dreiteiler als Trilogie und der Vierteiler als Tetralogie sowie der Fünfteiler als Pentalogie usw. bezeichnet (vgl. Mehrteiler).Die Bezeichnung verschiedener Mehrteiler


Solche Einteilungen finden sich erstmalig in der griechischen Antike. Hier ging es darum, dass dramatische Werke aufgeteilt wurden, um so für das Publikum konsumierbar zu bleiben. So gab wurden etwa im 5. Jahrhundert v. Chr. die Großen Dionysien statt. Im Rahmen der Dionysien wurde ein Wettstreit der Tragödiendichter abgehalten, der alljährlich von drei Teilnehmern gestaltet wurde, die um die Gunst des Publikums buhlten. Jeder Dichter zeigte drei zusammengehörende Werke, die als Trilogie bezeichnet wurden. Später wurden diese um ein entspannendes Satyrspiel ergänzt und so zur Tetralogie (Vierteiler).

Heutzutage sind solcherlei Bezeichnungen natürlich nicht mehr dem Drama vorbehalten und es ist üblich, Erzeugnisse der Kunst, die aus mehreren Teilen bestehen und sich aufeinander beziehen, so zu nennen. Im Alltag begegnen uns aber vor allem der Zweiteiler, die Trilogie oder die Tetralogie, wohingegen die Pentalogie, Hexalogie, Heptalogie oder sogar Ikosalogie im Allgemeinen sehr unbekannt sind.

Heptalogie-Beispiele

  • Harry Potter von Joanne K. Rowling (Romanreihe)
    • Harry Potter und der Stein der Weisen (1997)
    • Harry Potter und die Kammer des Schreckens (1998)
    • Harry Potter und der Gefangene von Askaban (1999)
    • Harry Potter und der Feuerkelch (2000)
    • Harry Potter und der Orden des Phönix (2003)
    • Harry Potter und der Halbblutprinz (2005)
    • Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (2007)
  • Die Chroniken von Narnia von Clive Staples Lewis (Romanreihe)
    • Der König von Narnia (1950)
    • Prinz Kaspian von Narnia (1951)
    • Die Reise auf der Morgenröte (1952)
    • Der silberne Sessel (1953)
    • Der Ritt nach Narnia (1954)
    • Das Wunder von Narnia (1955)
    • Der letzte Kampf (1956)
Sekundärliteratur und weiterführende Werke zum Thema Heptalogie (Siebenteiler)
  • Fricke, Harald u.a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Berlin, New York: Walter Gruyter 2000, Bd.1-3
  • Otto F. Best: Handbuch literarischer Fachbegriffe. Definitionen und Beispiele 4. Aufl. Fischer, Frankfurt am Main 1998
  • Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 8. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2001