Der Notendurchschnitt gibt Auskunft darüber, wie wir uns in der Schule geschlagen haben. Er sagt aus, welchen Durchschnitt wir in allen Fächern zusammen haben und kann uns dabei helfen, die eigene Leistung besser einzuschätzen. Gerade für das Abschlusszeugnis oder die Versetzung kann der Notendurchschnitt enorm wichtig sein.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen erklären, wie Sie den Notendurchschnitt berechnen können und was der Notendurchschnitt über die Leistung eines Schülers aussagen kann und was nicht. Weiterhin möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie einzelne Fächer im Notendurchschnitt mit einer höheren Gewichtung berechnen lassen.

Hinweis: Wir können Ihnen jedoch nur den mathematischen Weg aufzeigen. Sollte es an Ihrer Schule, Universität oder Ausbildungsstätte besondere oder abweichende Regularien geben, kann die Berechnung des Notendurchschnitts bei Ihnen selbstverständlich anders ausfallen.

Notendurchschnitt berechnen

Bevor wir das Ganze anhand von Beispielen durchrechnen, möchten wir Ihnen die grundsätzliche Formel zur Berechnung eines Durchschnitts erklären. Hierbei gehen wir davon aus, dass jedes Fach oder alle Zwischennoten gleich viel wiegen und es keine Gewichtung der Noten gibt.

Eine einfache Formel, um den Notendurchschnitt berechnen zu können

Eine einfache Formel, um den Notendurchschnitt berechnen zu können

Das Bedeutet, dass wir erst alle Noten miteinander addieren müssen. Dabei entsteht eine Summe, die im Bild als „Summe aller Noten“ gekennzeichnet wurde. Diese müssen wir nun durch die Anzahl der vorhandenen Noten dividieren und erhalten folglich den Notendurchschnitt.

Beispielrechnungen zum Notendurchschnitt

Gehen wir davon aus, dass wir im Fachbereich Deutsch über das Halbjahr eine 4, zwei 3en, eine 1 und zwei 2en erbeutet haben und nun den Durchschnitt wissen möchten.

Wir müssen folglich die einzelnen Noten addieren (4+3+3+1+2+2), was in der Summe 15 macht. Die Anzahl der Noten beträgt hierbei 6. Wir teilen nun also 15 durch 6 und erhalten einen Notendurchschnitt von 2,5.

Beispielhafte Rechnung

Beispielhafte Rechnung

Nehmen wir für ein weiteres Beispiel an, dass wir nun unseren Schnitt der einzelnen Fächer berechnen möchten. Gehen wir davon aus, dass unser Zeugnis ungefähr so aussieht.

Mathematik: 3 Deutsch: 2 Biologie: 1 Physik: 3 Englisch: 1 Französisch: 3 Geschichte: 2 Sport: 2 Chemie: 4 Religion: 2

Wir müssen nun wieder die einzelnen Noten miteinander addieren, um so eine Summe bilden zu können. In diesem Fall würde unsere Rechnung so aussehen:

3+2+1+3+1+3+2+2+4+2. Das wäre in der Summe 23. Diese Zahl dividieren wir nun abermals durch die Anzahl der einzelnen Fächer. In unserem Beispiel also 23:10.

Das ergibt einen Notendurchschnitt von 2,3 in der Gesamtwertung.

Dieses Prinzip ist natürlich auf jegliche Berechnung des Durchschnitts übertragbar und funktioniert auch tadellos beim derzeitigen Punktesystem. Gehen wir davon aus, dass wir in Mathe 9 Punkte, einmal 7 und 11 Punkte und im Mündlichen satte 14 Punkte erhalten haben. Addieren wir diese Punktzahl, erhalten wir die Summe 41. Abermals durch die Anzahl der Noten geteilt, hätten wir einen Punkteschnitt von 10,25, also eine solide 2-.

Unterschiedliche Gewichtung beim Notendurchscnitt

Wie beschrieben, kann es natürlich sein, dass unsere einzelnen Noten aus den jeweiligen Fachbereichen unterschiedlich gewichtet werden. Beispielsweise erfahren Leistungskurse in einigen Bundesländern eine doppelte Gewichtung und Abschlussarbeiten zählen oftmals sogar noch mehr.

Allerdings lässt sich der Schnitt auch hierbei ganz einfach berechnen. Wir müssen allenfalls die Formel ein wenig an unsere neuen Anforderungen anpassen und die Gewichtung berücksichtigen.

Gehen wir davon aus, dass unsere Klausur in Physik doppelt so viel wert ist, wie alle anderen Noten, die wir im vergangenen Halbjahr sammeln durften. Beispielsweise hatten wir eine 2 und eine 3, mündlich gab’s eine 1 dazu und die Klausur schlossen wir erfolgreich mit einer 2 ab. Diese soll nun allerdings doppelt gezählt werden.

notendurchschnitt gewichtung
Das Prinzip bleibt bei der Berechnung des Notendurchschnitt eigentlich gleich. Wir addieren erst alle einzelnen Noten miteinander und anschließend die Note mit der doppelten Gewichtung hinzu. Doppelt meint in diesem Beispiel, dass wir die Note mit 2 multiplizieren. Das bedeutet folglich 2+3+1+(4). Die Summe ist also 10.

Nun dividieren wir diese Summe erneut durch die Anzahl der einzelnen Fächer oder eben Zwischennoten. Wichtig ist allerdings, dass wir die „doppelte“ Note auch hierbei doppelt zählen. Das bedeutet, dass es zwar nur vier einzelne Noten gibt, doch durch die Verdopplung der Klausur rechnen wir mit 5 Noten.

Wir teilen somit 10 durch 5 und erhalten einen Notendurchschnitt von 2,0.

Hinweis: Sollen die Noten nicht doppelt, sondern 1,5fach gezählt werden, tauschen wir in der oberen Gleichung einfach die hintere Zahl in den Klammern durch diesen Wert aus.

Checkliste zum Notendurchschnitt

  • Wir benötigen alle erforderlichen Noten und außerdem einen Taschenrechner
  • Nun addieren wir alle Noten miteinander und erhalten somit eine Summe
  • Diese Summe dividieren wir anschließend durch die Gesamtanzahl der Noten
  • …und erhalten in der Folge unseren Notendurchschnitt
Sekundärliteratur und weiterführende Werke zum Thema Notendurchschnitt
  • Fricke, Harald u.a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Berlin, New York: Walter Gruyter 2000, Bd.1-3
  • Otto F. Best: Handbuch literarischer Fachbegriffe. Definitionen und Beispiele 4. Aufl. Fischer, Frankfurt am Main 1998
  • Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 8. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2001