OOTD

9. September 2013

    OOTD ist eine der Abkürzungen, die uns vornehmlich im Internet begegnet. Mitunter finden wir die Abkürzung auch in Chats, Foren oder auch SMS, doch hauptsächlich ziert das Kürzel OOTD Blogs oder auch YouTube-Videos. Dabei wird mit der Abkürzung das derzeitige Tagesangebot vorgestellt.

    Die Bedeutung der einzelnen Buchstaben ist dabei „offer of the day“ oder „outfit of the day“, was übersetzt in etwa „Angebot des Tages“ oder eben „Outfit des Tages“ bedeutet. Ins Deutsche übertragen könnten wir OOTD auch einfach als „Tagesangebot“ oder „Tagesoutfit“ übersetzen.

    Doch auch, wenn die Abkürzung im deutschen „Sprachraum“ noch recht unbekannt ist, gibt es im Englischsprachigen knapp 7.000.000 Webinhalte, die sich mit dem Begriff OOTD befassen. Es ist also anzunehmen, dass das Kürzel bald auch im deutschsprachigen Internet populär wird. Im Gegensatz zu häufigen Abkürzungen wie LMAO, IMHO oder AFK hat es zwar noch einen weiten Weg vor sich, doch die Weichen sind in jedem Fall gestellt.

    Fast 7 Millionen Webseiten beinhalten die Abkürzung "OOTD"

    Fast 7 Millionen Webseiten beinhalten die Abkürzung „OOTD“

    Spannend ist in diesem Zusammenhang allerdings ein Blick in die Trendanalyse aus dem Hause Google. Immerhin können wir hierbei verzeichnen, wie groß das Interesse an einem Wort oder Suchbegriff im zeitlichen Verlauf ist.

    Befragen wir das nützliche Werkzeug einmal nach „OOTD“, wird ersichtlich, dass die Abkürzung erstmalig im Mai 2010 auftauchte und seither das Interesse an der Bedeutung des Kürzels kontinuierlich anwächst. Im Februar 2013 gab es den bisher größten Ansturm auf den Begriff.

    Daraus können wir ableiten, dass OOTD noch nicht lange als Abkürzung die Runde macht und auch im Internet noch recht frisch ist. Das steigende Interesse am Begriff deutet allerdings darauf, dass er einerseits immer häufiger verwendet wird und sich andererseits OOTD wohl alsbald auch im „deutschen Netz“ etablieren wird.
    ootd trend

    Verwendung von OOTD

    Die Abkürzung wird im Gegensatz zu anderen Kürzeln recht selten in einem aktiven Gespräch genutzt. OOTD gilt vielmehr als Einleitung für ein Angebot oder dient als Überschrift in einem Blogartikel oder hält als solche für ein Bild oder Video her.

    Dabei kann das Kürzel aber auch einfach für sich stehen und es ist sogar üblich, dass die jeweiligen Einträge lediglich durch ein „OOTD“ und ein entsprechendes Datum gekennzeichnet werden.

    Anzumerken ist außerdem, dass die Abkürzung folgerichtig nur in der geschriebenen Form existent ist, da wir hierbei nicht die einzelnen Buchstaben sprechen, sondern auf einer sprachlichen Ebene den zugrundeliegenden Satz aussprechen. Die Abkürzung entfällt also beim Sprechen.

    Schaut man sich in der Blogosphäre um, sind es im Regelfall Beiträge, die eine Art Galeriefunktion haben. Hier wird das OOTD („Outfit des Tages“) der Leserschaft einmalig präsentiert und durch Anmerkungen ergänzt. Häufig werden in diesem Zusammenhang auch Beauty- und Stylingtipps gegeben.

    OOTD und die deutsche Sprache

    Natürlich lässt sich ein Wort, das im Internet entstanden ist, nicht einfach in die deutsche Grammatik zwängen. Vor allem dann nicht, wenn es englischsprachige Wurzeln wie in diesem Beispiel hat.

    Allerdings können wir festhalten, dass OOTD ein Akronym ist. Akronyme sind Abkürzungen, die aus den Anfangsbuchstaben des zugrundeliegenen Satzes oder auch Wortes gebildet werden. Im Deutschen kennen wir beispielsweise LKW oder auch die EDV-Kenntnisse, wobei es ungeheuer viele solcher sprachlichen Verknappungen gibt.

    Solche Akronyme werden im Deutschen entweder großgeschrieben oder orientieren sich an der Schreibweise des ursprünglichen Satzes. Denkbar wäre also auch die Schreibweise „ootd“, da der englische Satz grundsätzlich die Kleinschreibung voraussetzt.