WORTWUCHS | Literaturlexikon

brilliant / brillant

Das Adjektiv brillant leitet sich vom 1. Partizip des französischen briller, was sich mit glänzen oder scheinen übersetzen lässt, ab. Die Schreibweise mit einem zweiten i, also brilliant, ist demnach falsch. Das Gleiche gilt auch für das Nomen Brillant, das einen geschliffenen Diamanten bezeichnet. Ein ähnlicher Fehler wird sehr häufig bei der Schreibweise von Billard gemacht, auch hier gibt es nur ein i.
falsch brilliant
richtig brillant

Erläuterungen zu brilliant / brillant

Heißt es brilliant oder brillant im Deutschen? Das Adjektiv ist rechtschreiblich sehr schwierig, da sich der Begriff aus dem Französischen ableitet, weshalb das doppelte l weich gesprochen wird und deshalb beinahe nach einem j klingt. Dennoch ist die Schreibweise mit einem zweiten i, also brilliant, falsch.

Das liegt darin begründet, dass sich das Wort vom französischen briller ableitet, das im 1. Partizip brillant lautet und sich mit glänzen oder scheinen übersetzen lässt. Hierbei fällt auf, dass ein zusätzliches i im ursprünglichen Wort nicht vorhanden ist. Diese Feststellung gilt sowohl für die Schreibweise des Adjektivs als auch für das Substantiv im Deutschen, das einen geschliffenen Diamanten bezeichnet.

Die falsche Schreibweise ist demnach phonetischer Natur. Das doppelte l im Französischen wird nämlich weich gesprochen, wodurch es beinahe nach einem j klingt. Ähnlich verhält es sich auch bei der Medaille, die oftmals als Medallie bezeichnet wird. Auch beim Kugelspiel Billard sorgt die Aussprache für häufige Fehler.

Wichtig ist allerdings, dass das Verb brillieren durchaus ein zusätzliches i nach dem doppelten l aufweist. Dies liegt allerdings darin begründet, dass das ie der Dehnung dient und ist demzufolge nicht unmittelbar auf die französische Abstammung zurückzuführen.

Verbreitung von brilliant und brillant

Im Zusammenhang mit rechtschreiblich schwierigen Wörtern ist es oftmals spannend, auf die Verbreitung der falschen Schreibweise zu blicken. Dadurch lässt sich in etwa erahnen, ob ein Fehler häufig gemacht wird oder eher eine orthographische Eintagsfliege darstellt.

Zu diesem Zweck können wir ein Tool aus dem Hause Google bemühen: nämlich Google Trends. Das Programm macht es möglich, die relativen Suchvolumina verschiedener Begriffe miteinander zu vergleichen. Das bedeutet, dass sich daran ablesen lässt, wie oft die falsche Schreibweise brilliant im direkten Vergleich zur richtigen via Suchmaschine gesucht wird. Das Nachfolgende zeigt allerdings nur das Verhältnis der Häufigkeit.



Hierbei wird ersichtlich, dass die falsche Schreibweise beinahe doppelt so häufig in Googles Suchmaske geworfen wird, wie die korrekte. Der logische Rückschluss ist, dass das Wort rechtschreiblich sehr häufig Probleme bereitet. Allenfalls im November 2004 sind beide Schreibweisen hierbei gleichauf.

Ganz so eindeutig verhält es sich bein den wenigsten Rechtschreibfallen. Dennoch gibt es einige Beispiele, bei denen die falsche Schreibweise die Oberhand hat. Zu nennen sind beispielsweise die Wörter revangieren / revanchieren, Imbusschlüssel / Inbusschlüssel, wobei auch die Wörter wiederspiegeln / widerspiegeln sowie desweiteren / des Weiteren sehr häufig unklar sind und vielen Schreibern Probleme bereiten.

Beispiele mit richtiger Schreibweise

Schwierige Wörter und komplizierte Wortfolgen lassen sich am besten verinnerlichen und erlernen, wenn sie häufig gelesen werden. Deshalb möchten wir diesen Beitrag mit einigen Beispielen abschließen, die das Wort korrekt darstellen. Vielleicht hilft es, die falsche Schreibung brilliant zu verdrängen.


Dein Vortrag gestern war echt brillant!
Der Brillant an ihrem Finger funkelte atemberaubend.
Sie brillierte in allen Klausuren – sie war brillant.