Als Skit wird ein Zwischenspiel (Intermezzo) in der Musik bezeichnet. Der Skit ist in den meisten Fällen ein hörchbuchartiges Stück, das entweder zwischen den Liedern eines Albums steht oder diese sogar unterbricht. Skits sind vor allem im Hip-Hop, Rap oder R ’n’ B und Dub gebräuchlich, sind aber auch auf Mixtapes zu finden. Solche Skits dienen der Selbstdarstellung des Künstlers, können Lieder thematisch ergänzen, folgen auf einem Album meist einem Stil und enden oft mit einer Pointe.

Der Begriff lässt sich aus dem Englischen ableiten, wobei sich skit mit parodistischer oder satirischer Sketch, aber auch als Spottgedicht übersetzen lässt. Die Übersetzung zeigt also, worum es prinzipiell geht: nämlich um eine Art Sketch, also eine Szene, die einer simplen Handlung folgt und zumeist komödiantisch angelegt wird. Die meisten Skits sind in erster Linie aber nicht erheiternd, sondern kommunizieren ein Statement.

Dieses kann entweder politisch motiviert sein, lediglich der Selbstdarstellung dienen, sich gegen andere Künstler richten sowie ein anstehende oder festes Event, Label oder Ähnliches promoten. Schauen wir zur Veranschaulichung auf einen Skit, der auf einem Sampler des Hip-Hop-Labels Aggro Berlin zu finden ist.

Das obige Beispiel ist der zweite Track des Samplers Aggro Ansage Nr. 3, der verschiedene Künstler, die beim Label unter Vertrag stehen, versammelt (zu dieser Zeit waren das: Sido, Bushido, B-Tight sowie Fler). Das Beispiel zeigt einen Dialog zwischen den Rappern Fler und B-Tight, die sich scheinbar in einem edlen Restaurant [Bonzengeschäft] aufhalten. Sie werden gefragt, ob sie bereits gewählt hätten.

Die Szene ist mit klassischer Musik unterlegt und im Hintergrund sind Gesprächsfetzen zu hören. Die Szene eskaliert, da von Fler angesprochen wird, dass das Eta­b­lis­se­ment unangemessen sei, da sie nicht zu diesen Bonzen (reiche, einflussreiche Personen) gehören und B-Tight überzeugt. Letzten Endes randalieren die beiden scheinbar und verweisen auf ihre Herkunft: Aggro Berlin – nicht „Schwuchtel Berlin“.

Der Skit vereint sämtliche Merkmale dieser Art Zwischenspiel: er dient der Selbstdarstellung der Künstler, wirkt hörspielartig, ist mit Musik unterlegt, basiert dabei auf einer sehr einfachen Handlung und endet pointiert, da das Geschehen eine überraschende Wendung nimmt und somit ein Überraschngseffekt erzeugt wird.

Ursprünge des Skits

Die Anfänge des Skits liegen im Hip-Hop. Belegbar ist ein solches Zwischenspiel wohl erstmalig bei der US-amerikanischen Hip-Hop-Gruppe De La Soul, die bereits seit dem Jahr 1988 besteht.

Demnach leisteten die drei Rapper Kelvin Mercer, David J. Jolicœur und Vincent Mason gemeinsam mit ihrem Produzenten Prince Paul auf diesem Gebiet Pionierarbeit. Exemplarisch kann der erste Track, das Intro des Albums 3 Feet High and Rising (1989), betrachtet werden, in dem sich die Rapper knapp vorstellen, was hörbuchartig wirkt. Somit handelt es sich um einen Skit, der mit dezenter Musik unterlegt ist.

Kurzübersicht: Das Wichtigste zum Skit im Überblick

  • Als Skit wird das hörbuchartige, teils satirische sowie parodistische, Zwischenspiel in einem Lied bezeichnet. Typisch ist diese Form der Unterbrechung vor allem im Hip-Hop, Rap, R ’n’ B und Dub. Es dient der Selbstdarstellung, zur Belustigung oder zum Verkünden eines Statements.
  • Als Pioniere kann die Gruppe De La Soul gelten, die bereits 1989 ihr Album 3 Feet High and Rising mit zahlreichen Skits würzten und so die Zusammenstellung gezielt auflockerten.
Sekundärliteratur und weiterführende Werke zum Thema Skit
  • Fricke, Harald u.a. (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Berlin, New York: Walter Gruyter 2000, Bd.1-3
  • Otto F. Best: Handbuch literarischer Fachbegriffe. Definitionen und Beispiele 4. Aufl. Fischer, Frankfurt am Main 1998
  • Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 8. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2001