Goethes Iphigenie auf Tauris (1779-1786) ist der Ausdruck einer exemplarischen Verwirklichung der Ideale und stilistischen Tendenzen der deutschen Klassik. Innerhalb des Stückes gelingt es Goethe, die klassische Konzeption eines Menschen und seines Handelns darzustellen.

Das Werk markiert den Endpunkt in einer langen Entwicklung des Schriftstellers vom Sturm und Drang zur Klassik. Das Drama „Iphigenie auf Tauris“ ist durch seine geschlossene Form ein idealtypisches Werk der deutschen Klassik und bereits seit dem 19. Jdh. Bestandteil der Schullektüre.

KURZE INHALTSANGABE

Im fernen Taurien (der heutigen Schwarzmeerinsel Krim) dient Iphigenie dem Barbarenkönig Thoas. Sie ist Priesterin der Göttin Diane, aber nur gegen ihren Willen im Land. Iphigenie konnte Thoas überzeugen, auf die landestypischen Menschenopfer zu verzichten. Ein alter Brauch sieht vor, am Strand ankommende Fremde den Götter zu Ehren zu opfern.

Als sie einen Heiratsantrag von König Thoas ablehnt, droht dieser, die Menschenopfer wieder aufzunehmen. Gerade zu dieser Zeit landen Orest und Pylades am Strand der Insel. Orest ist der Bruder von Iphigenie, was aber keiner der handelnden Figuren weiß. Sie wollen auf Grund einer Prophezeiung des Gottes Apollon ein Bild der Göttin Diane rauben.

Die Göttin Diane ist die Schwester Apollons. Die Prophezeiung lautet: „Bringst du die Schwester, die an Tauris‘ Ufer / Im Heiligtume wider Willen bleibt, / Nach Griechenland; so löset sich der Fluch.“ Bis zum Ende des Stückes wird nicht aufgelöst, welche Schwester in der Prophezeizung angesprochen ist: Diane (die Schwester Apollons) oder Iphigenie (die Schwester Orests).

In der Folge muss sich Iphigenie entscheiden, ob sie sich ihrem Bruder anschließt. Sein Plan sieht vor, das Bild der Diane mit „Gewalt und List“ aus Taurien zu stehlen. Iphigenie ist hin-und hergerissen zwischen dem Wunsch, die Insel mit ihrem Bruder zu verlassen und der Möglichkeit, dem König Dankbarkeit zu zeigen. Letztendlich entscheidet sie sich, König Thoas von dem Plan zu erzählen.

Sie legt somit das Leben von Orest und Pylades, aber auch ihr eigenes in seine Hand. Der König entscheidet sich im Sinne „der Wahrheit der Menschlichkeit“ und beschließt, die Griechen mitsamt dem Bild gehen zu lassen. Schweren Herzen lässt er Iphigenie mit ihrem Bruder ziehen. Orest erinnert sich an das Orakel des Apollon und deutet dieses nun ebenfalls im Sinne der Menschlichkeit um.

Ihm wird klar, dass nicht das Bild der Diane sondern seine Schwester Iphigenie mit der Prophezeiung gemeint war. Somit kann das Kultbild der Diane bei den Taurern bleiben. Gleichzeitig ist die Verstrickung der Probleme gelöst, Iphigenie kann nach Griechenland zurückkehren und Orests Geschlecht ist vom Fluch des Apollon befreit.


AUSFÜHRLICHE INHALTSANGABE
(Szenenübersicht)

SzeneInhaltsangabe
ERSTER AUFZUG
1. AuftrittIphigenie ist allein im Hain vor dem Tempel der Diane. Sie hält einen langen Monolog, in dem sie ihre Sehnsucht nach ihrer Heimat Griechenland erklärt („Doch immer bin, wie im ersten fremd. / Denn ach! mich trennt das Meer von den Geliebten, / Und an dem Ufer steh‘ ich lange Tage, / Das Land der Griechen mit der Seele suchend“). Sie bedauert, dass sie der Göttin auch nur „mit stillem Widerwillen“ diene. Sie bittet die Göttin ihren Vater und sich selbst nach Griechenland zurückkehren zu lassen.
2. AuftrittArkas, der Sachverwalter des Königs, lobt Iphigenies Handeln auf der Insel. Er meldet die Ankunft des Königs Thoas und rät Iphigenie, den Heiratsantrag des Königs anzunehmen. Arkas warnt Iphigenie vor der Wut des Königs, falls sie seinen Antrag ablehnen würde.
3. AuftrittIphigenie erwidert den Heiratsantrag des Königs Thoas mit Ablehnung. Sie meint, dass ihre Herkunft einer Hochzeit im Wege stehe. In einem Dialog mit dem König erzählt sie die Geschichte des Tantalidengeschlechts. Sie erklärt, dass sie eine Tochter Agamemnons ist. Trotz ihrer Erklärung, hält Thoas an seinem Heiratsantrag fest. Doch Iphigenie bittet den König, nach Griechenland zurückkehren zu dürfen. Dieser ist über die Weigerung Iphigenies sehr verärgert und droht ihr, dass von ihr abgeschaffte Menschenopfer wieder einführen zu lassen. Zu diesem Zwecke seien auch bereits zwei am Strand aufgegriffene Fremde vorgesehen.
4. AuftrittIn einem Gebet zu Diana bittet Iphigenie die Göttin um die Abschaffung des Menschenopfers „O enthalte vom Blut meine Hände!“) Sie ist der Überzeugung, dass die Götter die Menschen lieben.
ZWEITER AUFZUG
1. AuftrittIn einem Dialog zwischen den Gefangenen Orest und Pylades erläutert Orest seinen Wunsch zu sterben. Er ist von Rachegeistern befallen, von denen er sich erlöst zu sein wünscht. Sein Vertrauter Pylades versucht ihm hingegen davon zu überzeugen, dass er noch auf der Welt gebraucht wird. Sie sprechen über Iphigenie, von der sie noch nicht wissen, dass sie Orests Schwester ist. Pylades hofft, dass ihnen die Fremde Dienerin der Göttin Diane beim Überleben helfen kann.
2. AuftrittIphigenie beginnt ein Gespräch mit den Gefangenen und möchte wissen, woher sie kommen. Sie nimmt ihnen die Ketten ab. Pylades gibt sich und Orest als Kreter aus. Er sagt, dass Orest sein Bruder sei und durch eine Blutschuld fieberhaften Wahnsinn leide. In den Erläuterung Pylades fällt das Stichwort Troja. Phigenie fragt nach dem Schicksal Trojas und erfährt, dass Troja gefallen ist und ihr Vater Agamemnon ermordet wurde. Iphigenie scheint von seiner Erzählung so gerührt, dass Pylades vermutet, dass sie den König gekannt hat. Er schöpft Hoffnung, durch sie Hilfe zu erfahren.
DRITTER AUFZUG
1. AuftrittIm Gespräch mit Orest verspricht Iphigenie ihm Freiheit. Sie fragt nun auch Orest weiter nach dem Fall Trojas aus und erfährt von diesem das Schicksal ihrer Familie. Von Orest erfährt sie, wie dieser seine Mutter Klytämnestra umgebracht hat. Iphigenie erinnert sich an die Erzählung von Pylades, der in Zusammenhang mit Orest von einer „Blutschuld“ gesprochen hat. Sie erkennt, dass sich das Schicksal ihres Bruders mit dem geschilderten Schicksal von Orest gleicht. Nun gibt sich Orest als Orest zu erkennen. Iphigenie betrachtet dies als Fügung und sagt ihm, dass ihr Schicksal fest an das seinige gebunden ist. Sie versucht Orest zu erklären, dass er ihr Bruder ist, was dieser jedoch nicht glauben will. Er denkt, dass Iphigenie ihn töten wird. Iphigenie erkennt, dass sein Bruder noch ganz im Wahn gefangen ist. Zum Ende des Auftritts fällt Orest vor Erschöpfung in Ohnmacht.
2. AuftrittIn einem Traum steigt Orest in die Unterwelt hinab. In dieser trifft er auf seine Ahnen. Er bittet seine Vorfahren, in ihren Kreis aufgenommen zu werden und findet keine Feindschaft mehr unter ihnen. In seinem Traum gibt er sogar seiner von ihm getöteten Mutter Klytämnestra die Hand.
3. AuftrittOrest wähnt sich noch immer in der Unterwelt, als Iphigenie und Pylades zu ihm stoßen. Sie versuchen ihm zu erklären, dass sie keine Geister seien. In diesem Moment fällt der Fluch von Orest und er erkennt seine Schwester und nimmt sie in seine Arme. Am Ende des Auftritts mahnt Pylades zum Aufbruch.
VIERTER AUFZUG
1. AuftrittIphigenie ist sich unsicher, ob sie bei dem Fluchtplan ihrer Freunde mitmachen soll. Sie überlegt, den Plan der Griechen dem König Thoas zu erklären. Ihrer Meinung nach würden weitere Lügen und weitere Gewalt und nur noch größeres Unheil und Angst mit sich bringen, aber keine Freiheit.
2. AuftrittDer Sachverwalter des Königs Arkas drängt auf ein baldiges Menschenopfer. Iphigenie versucht Zeit zu gewinnen, in dem sie darauf hinweist, dass der Tempel erst wieder geweiht werden müsse. Arkas bemerkt, dass dazu der König Thoas sein Einverständnis geben müsste. Erneut rät er Iphigenie den Heiratsantrag Thoas anzunehmen. In diesem Fall würde Thoas auf das Menschenopfer verzichten.
3. AuftrittIn einem Monolog reflektiert Iphigenie ihr Verhältnis zu ihrem Gastvolk. Sie erkennt, dass sie zu Dankbarkeit verpflichtet ist und beschließt, an einem Betrugsversuch nicht teilzunehmen.
4. AuftrittDer von Orest und Pylades vorgesehene Plan zum Bildraub schreitet immer weiter voran. Als Pylades Iphigenie mitteilt, dass Orest ganz geheilt sei, erwähnt er auch, dass die Griechen ihre Kameraden mitsamt ihren Schiff wiedergefunden hätten. Sie seien also bereit, das Bild sobald als möglich zu stehlen und erbitten Iphigenies Teilhabe. Pylades bemerkt Iphigenies zögern und versucht sie zu überreden. Diese ist wie zuvor hin- und hergerissen. Pylades versucht Iphigenie durch den Verweis auf ihre Lebensgefahr zu überzeugen. Er geht zum Strand und zu seinen Männern zurück.
5. AuftrittDer 5. Auftritt besteht aus einem Monolog Iphigenies. Sie erläutert ihren Konflikt und fürchtet sich vor dem Übergriff des Fluches auf ihr Leben. Dieses würde geschehen, wenn sie unter Zuhilfenahme von Lug und Trug das Bild von Tauris stehlen würde. Wenn sie den Plan allerdings verraten würde, bringt sie das Leben aller am Plan beteiligten in Gefahr. Sie betet zu den Göttern und bittet um Erlösung.
FÜNFTER AUFZUG
1. AuftrittVon seinem Diener Arkas erfährt der König Thoas von dem Verdacht, dass die beiden Griechen mit Hilfe Iphigenies von der Insel fliehen wollten. Daraufhin möchte dieser seine Priesterin sofort sehen. Er befiehlt eine Großfahndung.
2. AuftrittIn einem Monolog wirft sich der König vor, zu nachsichtig mit Iphigenie umgegangen zu sein. Er sagt: „Vergebens hofft‘ ich, sie mir zu verbinden: / Sie sinnt sich nun ein eigen Schicksal aus.“
3. AuftrittIn einem Dialog mit dem König weigert sich Iphigenie mit den Opferhandlungen zu beginnen. Sie beruft sich auf das Asylrecht und fordert den König auf, das Wort der Frauen zu achten. Von Iphigenies Argumenten in seiner Befürchtung gestärkt, wirft Thoas ihr vor, die Insel mit den Fremden verlassen zu wollen („Landsleute sind es? und sie haben wohl / Der Rückkehr schönes Bild in dir erneut?“). Auf diesen Vorwurf schweigt Iphigenie erstmals. Schließlich besinnt sie sich und beginnt dem König von dem Plan zu erzählen. Sie fragt, ob denn nur der Mann das recht zu einer mutigen und unerhörten Tat habe. Sie legt somit ihr Schicksal und das der anderen Griechen in die Hände des Königs. In dem sie dem König den Plan verrät, wählt sie den Weg der Wahrheit. Dieser ist von dem Weg der Lüge, der Gewalt und der List verschieden. Iphigenie erinnert den König an sein Versprechen, sie ziehen zu lassen, wenn sich die Möglichkeit dazu biete.
4. AuftrittOrest erscheint mit gezücktem Schwert vor dem König und Iphigenie. Er bittet seine Schwester schleunigst mitzukommen, da ihr Plan aufgedeckt wurde. Doch Iphigenie sagt ihm, dass sie dem König ihren Plan gestanden habe. Sie bittet ihren Bruder um Verzeihung („Verzeih mir, Bruder! doch mein kindlich Herz / Hat unser ganz Geschick in seine Hand / Gelegt. Gestanden hab‘ ich euren Anschlag / Und meine Seele vor Verrat gerettet.“). Daraufhin steckt Orest sein Schwert wieder ein.
5. AuftrittZu den Vorherigen treten Arkas und Pylades, ebenfalls mit gezückten Schwertern. Arkas erbittet sich den Befehl von König Thoas, das Schiff der Griechen zu stürmen. Doch Thoas befiehlt Einhalt, denn solange noch geredet werde, werde niemand angegriffen. Sowohl Arkas als auch Pylades gehen ab, um ihren Kriegern von dem Waffenstillstand zu berichten.
6. AuftrittKönig Thoas möchte einen Beweis, das Orest wirklich der Sohn von Agamemnon und somit die Schwester Iphigenies ist. Dieser präsentiert ihm zu erst sein Schwert, das das Schwert seines Vaters ist. Orest erklärt sich bereit, in einem Zweikampf mit Thoas eine Entscheidung herbeizuführen. Doch mit diesem Vorschlag ist Iphigenie nicht einverstanden. Sie merkt an, dass der Zweikampf zwar den Männern Ehe einbringt, aber die Frauen alleine zurücklässt. Sie zählt mehrere körperliche Merkmale Orest auf, die als Beweis der Abstammung dienen sollen. Thoas ist soweit mit der Befriedung einverstanden, merkt aber an, dass die Griechen immer noch ein Heiligtum der Taurer stehlen wollen: Das Bild der Diane im Tempel. An dieser Stelle beginnt Orest, die Prophezeiung Apollons umzudeuten. Nicht die Schwester des Gottes, sondern seine eigene sei in dem Text der Prophezeiung gemeint gewesen. Orest bittet den König, seine Schwester nach Griechenland führen zu können. Der König erlaubt den Griechen fort zu ziehen. Das Stück endet mit den Worten des Königs: „Lebt wohl.“
  • Iphigenie, Tochter von Agamemnon und Klytämnestra
  • Orest, Schwester von Iphigenie und Mörder der Klytämnestra
  • Thoas, König der Tauren
  • Pylades, Freund, Cousin und Vertrauter von Orest
  • Arkas, treuer Sachverwalter des Königs

Die sprachliche Form des Dramas ist der Blankvers, der seit Lessings Nathan der Weise (1779) zum repräsentativen Dramenvers der deutschen Klassik geworden ist.

Er geht auf das Vorbild Shakespears zurück. Das Versmaß des Dramas besteht aus sich regelmäßig alternierenden Versen. In diesen wechseln sich Hebung und Senkung ab. Weil die Verse allesamt fünf Hebungen haben, spricht man von einem fünfhebigen Jambus.

Johann Wolfgang von Goethe ist 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er studiert Jura in Leipzig und Straßburg. 1774 veröffentlicht er Die Leiden des jugen Werther und wird schlagartig berühmt. In der Folge seines Erfolges wird er von dem Weimarer Fürsten Carl August in den Fürstendienst am Weimarer Hof berufen.

Goethe wird Mitglied der Regierung und macht sich sehr schnell unentbehrlich. Zwischen 1779 und 1786 arbeitet er an dem Stoff der Iphigenie. 1782 wird Goethe in den Adelsstand gehoben. Zwischen 1786-1788 hält sich Goethe heimlich in Italien auf. Er ist vor den Anforderungen seiner Beamtentätigkeit geflohen und möchte sich ganz der Dichtung widmen.

Bis zu seinem Tod 1832 wird Goethe noch zahlreiche Stücke von Weltrang schreiben (z.B. Wilhelm Meister, Faust, die Wahlverwandschaften). Gemeinsam mit dem Dichter Friedrich Schiller verkörpert er wie kein anderer das literarische Zeitalter der Klassik.

Goethe beginnt die Arbeiten an dem Stück im Jahr 1779. In dieser Zeit ist er beauftragt, Rekruten für das preußische Militär ausfindig zu machen. Die Preußen kämpfen gerade gegen Napoleon. Zuerst entsteht eine erste Prosafassung des Stücks, die noch im selben Jahr uraufgeführt wird.

Aber erst 1786, also 15 Jahre später, erhält das Stück seine heutige Gestalt als klassisches Drama. Zwischen dieser Zeit liegt Goethes Italienische Reise, während der sich der Dichter über mehr als zwei Jahre in Italien aufhält. Das Stück erreicht erst in dieser Überarbeitung seinen klassischen Idealstatus in regelmäßiger Versform und dramatischen Aufbau.

Laut Goethe ist die Charakterisierung des Stücks in seiner endgültigen Form als „harmonisch“ zu beschreiben. Es ist ein Idealstück der Deutschen Klassik.

Die idealistische Tendenz des Dramas ist in der Auflösung des auf Orest lastenden Fluchs zu finden. Seit mehreren Generationen lastete der Flucht bereits auf Orest Familie. Als ein starker Wind den griechischen König Agamemnon, den Vater von Iphigenie und Orest, an der Überfahrt nach Troja hinderte, verlangten die Götter ein Opfer.

Agamemnon sollte als Anführer einer großen Koalition die Stadt Troja angreifen. Um sich von den Göttern eine Windstille zu erbitten, opferte Agamemnon seine Tochter Iphigenie der Göttin Diane. Im Glauben seine Tochter sei gestorben, zog der König in den Kampf. Doch tatsächlich wurde Iphigenie von der Göttin Diane verschont und nach Tauris entführt, wo sie fortan als Priesterin der Göttin lebte.

Die vermeintliche Opferung Iphigenies brachte großes Leid über die Familie, da Agamemnons Frau Klytämnestra ihren Mann aus Rache für die Opferung ihrer Tochter umbrachte. Dieser Mord wurde hingegen wieder von den verbliebenen Geschwistern Iphigenies Orest und Elektra gerächt, die ihre Mutter töten.

Insofern konzipiert Goethe mit dem Stück ein idealtypisches Drama der Klassik, da in dem Stück durch gelebte Menschlichkeit die verheerenden Auswirkungen des Fluches überwunden werden können. Diese Auflösung des Fluchs steht sinnbildlich für die mögliche Harmonie eines idealen Menschenbilds.