Meine Wörter

Anm.

Form & Grammatik

Abkürzung
Stichwort
Anm.
Worttrennung
Anm.
Langform
Anmerkung; Anmerkungen
Kürzelart
Schreibabkürzung
Schreibung
Anm.; Punkt direkt am Kürzel; Leerzeichen vor Nummer oder Herkunftsangabe.
Aussprache
Ausgeschrieben: Anmerkung bzw. Anmerkungen.

Kürzel am Zeilenende nicht innerhalb der Buchstabenfolge trennen.

Gebrauch: Schreibabkürzung für Anmerkung bzw. Anmerkungen. Nummerierte Verweise und Herkunftsangaben bestimmen den Bezug; keine eigene Kürzelflexion.

Formen und Verwendung im Detail

Anm. steht für Anmerkung oder Anmerkungen. Die Abkürzung kennzeichnet einen ergänzenden Hinweis und kann auf eine nummerierte Anmerkung zu einem Text verweisen.

Bedeutungen

1 Einen ergänzenden Hinweis kennzeichnen

Eine Anmerkung ergänzt einen Haupttext, erklärt eine Einzelheit oder macht auf eine Einschränkung aufmerksam. Anm. kann einen solchen Zusatz einleiten. Ob er von der Verfasserin, einem Übersetzer oder der Redaktion stammt, muss gegebenenfalls eigens angegeben werden.

„Anm.: Die Namen im folgenden Beispiel sind erfunden.“

Der Zusatz erklärt, wie das Beispiel zu verstehen ist. Er ist kein Teil der erzählten Handlung und behauptet nichts über echte Personen.

2 Auf eine Anmerkung verweisen

Mit einer Nummer dient Anm. als Stellenangabe. Der Verweis führt dann zu einer gesondert gezählten Erklärung. Sie kann am Seitenende oder gesammelt nach dem Text stehen.

„Eine Erläuterung zum Begriff steht in Anm. 8.“

Gesucht wird die achte Anmerkung. Ob sie als Fußnote oder Endnote angeordnet ist, lässt das Kürzel offen.

Alternativen

Anmerkung ist die Langform. Hinweis passt, wenn lediglich eine zusätzliche Information angekündigt wird. Erklärung hebt stärker das Erläutern eines schwierigen Sachverhalts hervor. „Hinweis: Der Zugang ist gesperrt“ wirkt als Warnung unmittelbarer als eine beiläufige Anmerkung.

Fußnote bezeichnet genauer einen Text am Fuß einer Seite; Endnote eine gesammelt am Ende angeordnete Note. Nicht jede Anmerkung ist eine Fußnote. In einem nummerierten Verweis sollte deshalb die Bezeichnung gewählt werden, die zum Dokument passt.

Beispiele und Verwendung

„Anm. der Redaktion: Der Raum wurde inzwischen gewechselt.“

Die Herkunft des Zusatzes wird ausdrücklich benannt. Leserinnen und Leser können ihn dadurch von der ursprünglichen Mitteilung unterscheiden.

„Die Begründung findet sich in den Anm. 2 und 3.“

Hier vertritt Anm. den Plural „Anmerkungen“. Die Verbindung mit „den“ und zwei Nummern macht die Mehrzahl erkennbar; ein angehängtes s ist nicht nötig.

In einer schriftlichen Arbeit sollten Ergänzungen dort stehen, wo sie beim Lesen gebraucht werden. Eine wichtige Voraussetzung gehört häufig in den Haupttext. Wer alle Einschränkungen in lange Anmerkungen auslagert, erschwert das Verstehen trotz korrekter Abkürzungen. Ein Verweis ist nur dann hilfreich, wenn die Anmerkung tatsächlich vorhanden und eindeutig auffindbar ist.

Schreibung und Grammatik

Die übliche Form ist Anm. mit großem A, kleinen Buchstaben und Schluss­punkt. Vor einer Nummer oder einer anschließenden Angabe folgt ein Leerzeichen: Anm. 4, Anm. der Übersetzerin. Der Punkt bleibt unmittelbar am Kürzel.

Beim Lesen wird die Kurzform als „Anmerkung“ oder „Anmerkungen“ aufgelöst. In den hier beschriebenen Verweisen verändert sich die Buchstabenfolge nicht mit dem Fall. Maßgeblich ist die gedachte Langform; eine eigene Beugungstabelle für Anm. würde diesen Schreibgebrauch nicht sinnvoll erklären.

Verwechslungen

Abs. bezeichnet einen Absatz oder einen Absender, Anm. eine Anmerkung. Eine Anmerkungsnummer ist auch keine Seitenzahl. Wenn beide Angaben nötig sind, müssen sie getrennt und in der zum Dokument passenden Reihenfolge genannt werden.

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