GVG
Form & Grammatik
- Lemma
- GVG
- Wortart
- Substantiv; Abkürzung, Neutrum
- Schreibung
- Die festgelegte Kurzform ist GVG in Großbuchstaben und ohne Punkte. Die Buchstabenfolge wird nicht silbisch getrennt.
- Worttrennung
- GVG wird nicht silbisch getrennt. Die ausgeschriebene Langform bleibt als „Gerichtsverfassungsgesetz“ erhalten.
- Langform
- Gerichtsverfassungsgesetz
- Formen
- das GVG; des GVG; dem GVG; das GVG
- Plural
- Kein üblicher Plural für den Namen dieses einzelnen Gesetzes. Bei verschiedenen Fassungen spricht man etwa von „Fassungen des GVG“.
- Gebrauch
- GVG bezeichnet den Namen eines einzelnen Gesetzes. Die Buchstabenfolge bleibt in den Fällen unverändert; ein Plural des Gesetzesnamens wird im normalen Rechtsgebrauch nicht benötigt.
- Kürzelart
- Abkürzung, Neutrum
Definition · kurz erklärt
GVG ist die Abkürzung für Gerichtsverfassungsgesetz. Das Gesetz enthält Vorschriften zur Gerichtsverfassung und zum gerichtlichen Verfahren. In einer Fundstelle nennt GVG das Gesetz, zu dem der angegebene Paragraf gehört.
Bedeutung
1 Das Gerichtsverfassungsgesetz benennen
Das GVG ist ein deutsches Bundesgesetz. Es regelt Grundlagen der ordentlichen Gerichtsbarkeit und enthält unter anderem Vorschriften über Gerichte, Zuständigkeiten und Verfahrensfragen. Die Abkürzung steht häufig in Gesetzesverweisen oder in Zusammensetzungen wie „GVG-Vorschrift“. Sie bezeichnet das Gesetz als Ganzes, nicht einen einzelnen Gerichtstyp.
„Der Kommentar erläutert eine Vorschrift des GVG.“
Gemeint ist eine Vorschrift aus dem Gerichtsverfassungsgesetz. Der Satz sagt noch nicht, wie sie auf einen konkreten Fall anzuwenden ist.
Unterschiede
GVG und StGB nennen verschiedene Gesetze. Das GVG betrifft Gerichtsorganisation und Verfahrensregeln; das Strafgesetzbuch enthält Regeln des materiellen Strafrechts und einzelne Straftatbestände. Beide Gesetze können im selben Rechtsfall eine Rolle spielen, sind aber keine Synonyme. Auch eine Fundstelle im GVG beantwortet für sich genommen nicht jede Frage zum Ablauf eines Verfahrens.
Beispiele und Verwendung
Gebräuchlich sind Wendungen wie „nach dem GVG“, „eine Vorschrift des GVG“ und „GVG-Fundstelle“. Die Abkürzung bleibt im Satz unverändert; Artikel und Präposition zeigen den Kasus.
„Die Übersicht ordnet den Verweis dem GVG zu.“
Der Beispielsatz zeigt den Dativ nach „zuordnen“. Er macht keine Aussage darüber, ob der Verweis inhaltlich zutrifft.
Grammatik und Beugung
GVG ist eine substantivische Abkürzung für ein Gesetz. Das Grundwort „Gesetz“ ist sächlich, daher heißt es „das GVG“. Im gewöhnlichen Gebrauch bleibt die Buchstabenfolge in allen vier Fällen gleich. Da der Name ein einzelnes Gesetz bezeichnet, wird kein eigener Plural angesetzt.
| Fall | Form |
|---|---|
| Nominativ | das GVG |
| Genitiv | des GVG |
| Dativ | dem GVG |
| Akkusativ | das GVG |
Die Kurzform steht ohne Punkte und wird nicht silbisch getrennt. Zusammensetzungen werden lesbar mit Bindestrich gebildet, etwa „GVG-Verweis“.
