Redewendungen: Bedeutung und Beispiele
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Was heißt nur Bahnhof verstehen oder mit allen Wassern gewaschen sein? Finde feste Ausdrücke und erfahre, was sie im Zusammenhang bedeuten.
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Redewendungs-Liste von A bis Z
Alle 67 Redewendungen dieser Sammlung. Du kannst sie nach Anfangsbuchstaben oder über die Suche eingrenzen.
- abgehen wie Schmidts KatzeWendungRedewendung
Abgehen wie Schmidts Katze heißt, sehr schnell und mühelos voranzukommen oder besonders mitreißend zu wirken.
- alle Hände voll zu tun habenWendungRedewendung
Alle Hände voll zu tun haben bedeutet, sehr viel zu erledigen oder mit einer Aufgabe große Mühe zu haben.
- alle Hebel in Bewegung setzenWendungRedewendung
Alle Hebel in Bewegung setzen heißt, alle verfügbaren Möglichkeiten für ein Ziel einzusetzen.
- am Ball bleibenWendungRedewendung
Am Ball bleiben heißt, eine Sache aufmerksam und aktiv weiterzuverfolgen.
- Am Schnürchen haben.WendungRedewendung
Am Schnürchen haben kann heißen, einen Text sicher hersagen zu können oder jemanden nach dem eigenen Willen zu lenken. Der Zusammenhang entscheidet über die Lesart.
- An einem seidenen Faden hängen.WendungRedewendung
An einem seidenen Faden hängen heißt, stark gefährdet zu sein oder einen äußerst unsicheren Ausgang zu haben.
- Auf Biegen und Brechen.WendungRedewendung
Auf Biegen und Brechen bedeutet, etwas unbedingt und unter allen Umständen durchsetzen oder erreichen zu wollen.
- Auf dem Messer könnte man bis Rom reiten.WendungRedewendung
Die scherzhafte Wendung sagt von einem Messer, dass es äußerst stumpf ist und kaum schneidet.
- auf dem Schlauch stehenWendungRedewendung
Auf dem Schlauch stehen bedeutet, etwas nicht sofort zu verstehen oder zu durchschauen.
- auf dem Zahnfleisch gehenWendungRedewendung
Auf dem Zahnfleisch gehen heißt, sehr erschöpft zu sein oder finanziell beziehungsweise wirtschaftlich an der Belastungsgrenze zu stehen.
- Auf Tuchfühlung gehenWendungRedewendung
Auf Tuchfühlung gehen heißt, jemandem körperlich sehr nahezukommen oder übertragen einen engeren Kontakt zu suchen.
- Aus der Schule plaudern.WendungRedewendung
Aus der Schule plaudern heißt, interne Angelegenheiten Außenstehenden mitzuteilen.
- Bauklötze staunenWendungRedewendung
Bauklötze staunen bedeutet, äußerst erstaunt zu sein.
- Bischof oder Bader.WendungRedewendung
Alles oder nichts: den großen Erfolg anstreben und dabei ein vollständiges Scheitern in Kauf nehmen.
- Butter bei die Fische!WendungRedewendung
Butter bei die Fische! fordert dazu auf, eine Sache offen zu klären und konkret zu werden.
- Da ist Schmalhans Küchenmeister.WendungRedewendung
Da ist Schmalhans Küchenmeister sagt man, wenn es an einem Ort sehr knapp zu essen gibt.
- Das dicke Ende kommt nach.WendungRedewendung
Die Wendung besagt, dass die größten oder unerwarteten Schwierigkeiten noch bevorstehen.
- Das fünfte Rad am Wagen seinWendungRedewendung
In einer Gruppe als überflüssig erscheinen oder sich nur geduldet fühlen.
- Das kommt mir spanisch vor!WendungRedewendung
Etwas erscheint jemandem seltsam oder ungewöhnlich. Je nach Zusammenhang kann damit auch ein Verdacht ausgedrückt werden.
- den Ball flach haltenWendungRedewendung
Den Ball flach halten bedeutet, sich zurückzuhalten und kein unnötiges Risiko einzugehen.
- Den fünften Zipfel am Sack suchen.WendungRedewendung
Übermäßig nach weiteren Einwänden oder unnötigen Schwierigkeiten suchen.
- Den Teufel bei seiner Mutter verklagen.WendungRedewendung
Sich mit einer Beschwerde an jemanden wenden, von dem keine Abhilfe zu erwarten ist.
- Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.WendungRedewendung
Historische, abwertende Redensart über einen Menschen mit pockennarbigem Gesicht.
- Dicke Bretter bohrenWendungRedewendung
Dicke Bretter bohren heißt, eine schwierige Aufgabe mit erheblichem Aufwand zu bearbeiten.
- Durch ein Brett sehen können, wenn es ein Loch hatWendungRedewendung
Die historische Wendung verspottet eine angeblich besondere Einsicht: Durch ein Brett zu sehen ist keine Kunst, wenn ein Loch den Blick freigibt.
- ein Auge zudrückenWendungRedewendung
Ein Auge zudrücken bedeutet, einen Fehler oder eine Abweichung nachsichtig zu übergehen.
- Ein Engel fliegt durchs Zimmer.WendungRedewendung
Die bildliche Wendung kommentiert eine plötzliche Gesprächspause, in der alle verstummen und Stille eintritt.
- Einen Gang zurückschaltenWendungRedewendung
Einen Gang zurückschalten bedeutet, sein Tempo zu mäßigen und etwas ruhiger anzugehen.
- Er ist wie der Zeiger an der Uhr, er geht, wie man ihn stellt.WendungRedewendung
Die bildhafte Bemerkung beschreibt jemanden, der sich nach den Vorgaben anderer richtet, statt selbst eine Richtung zu bestimmen.
- Er weiß weder gicks noch gacks.WendungRedewendung
Die Wendung sagt, dass jemand von der betreffenden Sache überhaupt nichts weiß.
- Es faustdick hinter den Ohren haben.WendungRedewendung
Wer es faustdick hinter den Ohren hat, ist schlauer, gerissener oder schlagfertiger, als sein harmloses Auftreten zunächst vermuten lässt.
- Es geht ihm wie dem Esel, der zwei Brüdern diente: Jedweder meinte, er sei beim andern gefüttert worden.WendungRedewendung
Wenn sich mehrere aufeinander verlassen, kann eine nötige Aufgabe unerledigt bleiben. Der Vergleich erzählt diesen Fehler am Bild eines unversorgten Esels.
- Es ist bei ihm verschlossen wie Wasser in ein Sieb gegossen.WendungRedewendung
Bei dieser Person bleibt eine anvertraute Information nicht geheim. Der spöttische Vergleich nennt sie so schlecht verwahrt wie Wasser, das durch ein Sieb läuft.
- Etwas wie sauer Bier anbieten.WendungRedewendung
Mit großem Eifer für etwas werben, das kaum jemand haben möchte.
- Fertig bis aufs Leimen sein.WendungRedewendung
„Fertig bis aufs Leimen“ sagt ironisch, dass eine Arbeit eben noch nicht fertig ist.
- Geh lieber zum Schmied als zum Schmiedchen.WendungSprichwortRedewendung
Wende dich für eine Aufgabe lieber an eine wirklich fachkundige Person. Der bildhafte Rat stellt den Meister einer abwertend als Schmiedchen bezeichneten weniger geeigneten Person gegenüber.
- Hummeln im Hintern habenWendungRedewendung
Hummeln im Hintern haben heißt, nicht stillsitzen oder sich nicht ruhig verhalten zu können; die Wendung kann auch ruhelose Aktivität beschreiben.
- ins kalte Wasser springenWendungRedewendung
Ins kalte Wasser springen bedeutet, eine Tätigkeit zu beginnen, die einem noch völlig neu und unvertraut ist.
- Jedes Wort auf die Goldwaage legen.WendungRedewendung
Die Wendung kann bedeuten, Äußerungen übergenau auszulegen oder die eigenen Formulierungen sehr vorsichtig abzuwägen.
- jemandem auf den Keks gehenWendungRedewendung
Jemandem auf den Keks gehen heißt, ihm lästig zu werden oder ihn zu nerven.
- Jemandem den Brotkorb höher hängen.WendungRedewendung
Jemandem den Brotkorb höher hängen kann heißen, ihm weniger zu essen zu geben oder ihn übertragen strenger zu behandeln.
- Jemandem zeigen, wo der Zimmermann das Loch gelassen hatWendungRedewendung
Jemanden nachdrücklich auffordern, den Raum zu verlassen.
- Jemanden beim Wort nehmen.WendungRedewendung
Von jemandem erwarten oder verlangen, dass eine gemachte Zusage eingehalten wird.
- Kein Blatt vor den Mund nehmen.WendungRedewendung
Kein Blatt vor den Mund nehmen heißt, seine Meinung offen und deutlich auszusprechen.
- Lass Gott einen guten Mann sein.WendungRedewendung
Die Wendung fordert dazu auf, die Zeit unbekümmert zu verbringen und sich nicht ständig zu sorgen.
- leben wie Gott in FrankreichWendungRedewendung
Die Wendung bedeutet, sorglos und im Überfluss zu leben.
- Lügen, dass sich die Balken biegenWendungRedewendung
Maßlos und besonders unverschämt lügen.
- Man muss dem Kind einen Namen geben.WendungRedewendung
Eine Sache oder ein Vorhaben braucht eine Bezeichnung, unter der man davon sprechen kann.
- Mein kleiner Finger hat es mir gesagt.WendungRedewendung
Scherzhafte Antwort darauf, woher man etwas weiß oder ahnt, ohne eine konkrete Quelle zu nennen.
- mit allen Wassern gewaschen seinWendungRedewendung
Mit allen Wassern gewaschen sein heißt, sehr erfahren zu sein und die Tricks und Kniffe einer Sache zu kennen.
- mit dem Zaunpfahl winkenWendungRedewendung
Mit dem Zaunpfahl winken bedeutet, jemandem einen indirekten, aber sehr deutlichen Hinweis zu geben.
- nur Bahnhof verstehenWendungRedewendung
Nur Bahnhof verstehen heißt, etwas nicht oder nicht richtig zu verstehen. Der Ausdruck kann auch unterstellen, dass jemand nicht verstehen will.
- Passen wie die Faust aufs Auge.WendungRedewendung
Die umgangssprachliche Wendung kann zwei entgegengesetzte Dinge bedeuten: überhaupt nicht passen oder genau passen. Welche Lesart gemeint ist, zeigt der Zusammenhang.
- Schöner Engel, vorn mit einem B!WendungRedewendung
Spöttische Bezeichnung besonders für ein freches Kind. Das Wortspiel setzt vor Engel ein B und macht daraus Bengel.
- Sein kleiner Finger ist gescheiter als du mit Haut und Haar.WendungRedewendung
Stark übertreibender Vergleich: Eine Person wird als sehr viel klüger dargestellt als die angesprochene Person.
- Sich bessern wie der Pelz im Waschen.WendungRedewendung
Die Wendung stellt ironisch fest, dass eine erhoffte Besserung ausbleibt.
- Sich die Klinke in die Hand geben.WendungRedewendung
Viele Personen kommen kurz nacheinander an denselben Ort oder zu derselben Person.
- sich die Rosinen herauspickenWendungRedewendung
Sich die Rosinen herauspicken bedeutet, sich aus etwas die besten oder vorteilhaftesten Teile auszusuchen und zu nehmen.
- Sich etwas aus den Fingern saugenWendungRedewendung
Sich etwas frei ausdenken oder erfinden, etwa eine Geschichte, eine Erklärung oder eine Behauptung.
- sich ins Fäustchen lachenWendungRedewendung
Sich ins Fäustchen lachen heißt, heimlich Schadenfreude oder Genugtuung zu empfinden.
- Sich seinen Teil denken.WendungRedewendung
Sich seinen Teil denken heißt, sich eine eigene Meinung zu bilden und sie für sich zu behalten.
- Um des Kaisers Bart streiten.WendungRedewendung
Die Wendung „um des Kaisers Bart streiten“ bedeutet, über eine unwichtige Frage zu streiten.
- Von Pontius zu Pilatus laufenWendungRedewendung
In einer Angelegenheit von einer Stelle zur nächsten gehen oder geschickt werden, ohne rasch eine zuständige Hilfe zu finden.
- Wasser auf jemandes Mühlen sein.WendungRedewendung
Etwas unterstützt die Argumentation oder Auffassung einer Person und kommt ihr damit entgegen.
- Wissen, wo Barthel den Most holt.WendungRedewendung
Die Wendung „wissen, wo Barthel den Most holt“ bedeutet, die Kniffe und Möglichkeiten einer Sache gut zu kennen.
- Wo haben wir zusammen die Schweine gehütet?WendungRedewendung
Eine schroffe Frage, mit der jemand eine als unpassend empfundene Vertraulichkeit zurückweist, besonders ein unerwünschtes Duzen.
- Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.WendungRedewendung
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen heißt, mit einer Handlung gleich zwei Zwecke zu erreichen.
Sprichwort oder Redewendung?
Ein Sprichwort formuliert typischerweise eine allgemeine Erfahrung oder einen Rat. Eine Redewendung ist ein fester Ausdruck, den du in einer konkreten Situation verwendest: nur Bahnhof verstehen bedeutet zum Beispiel, etwas nicht zu verstehen.
Ein ganzer Satz ist nicht automatisch ein Sprichwort. Auch Gesprächsformeln können satzförmig sein. Die Tags beschreiben die Ausdrucksart und sind keine grammatischen Wortarten. Im einzelnen Artikel findest du Bedeutung, Varianten und Gebrauchshinweise.
Ein verwandter Sonderfall ist das Internet-Zitat Warum liegt hier Stroh?. Sein Artikel erklärt den Film- und Meme-Kontext; es wird hier nicht als gewöhnliches Sprichwort oder klassische Redewendung einsortiert.
Was du hier findest
Hier findest du Redewendungen mit verständlichen Bedeutungen, eigenen Beispielen und Hinweisen zum Gebrauch. Ältere und abwertende Ausdrücke werden im jeweiligen Artikel eingeordnet; nicht jede Wendung passt in jede Situation.
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