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Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen

Form & Grammatik

WendungRedewendung
Stichwort
Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.
Form
Bildhafter Aussagesatz im Perfekt; historischer abwertender Gesichtsvergleich.

Gebrauch: Historisch überliefert und spöttisch abwertend; kein neutraler Ausdruck für ein narbiges Gesicht.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Historische, abwertende Redensart über einen Menschen mit pockennarbigem Gesicht.

Bedeutungen

Ein narbiges Gesicht mit einem spöttischen Bild beschreiben

Die alte Redensart stellt sich einen Menschen als Fläche vor, auf der der Teufel Erbsen gedroschen habe. Gemeint ist in den historischen Belegen ein von Pockennarben gezeichnetes Gesicht. Das Bild verspottet das Aussehen; es beschreibt keinen wirklichen Dreschvorgang und keine übernatürliche Ursache.

In einer erfundenen historischen Erzählung heißt es über einen Mann, sein Gesicht sei nach einer Erkrankung von Pockennarben gezeichnet. Ein Wirt spottet: „Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.“

Die Erzählung nennt die Narben bereits. Der Ausspruch des Wirts fügt eine herabsetzende bildhafte Bewertung hinzu. Er zeigt die Haltung des Sprechers und liefert keine zusätzliche Erklärung der Erkrankung.

Der Ausdruck ist keine neutrale Beschreibung des Aussehens. Beim Erklären eines alten Textes lässt sich seine abwertende Wirkung benennen, ohne das Urteil über die Person zu übernehmen.

Das Wort und der bildhafte Vergleich

Erbse

Erbse bezeichnet unter anderem den einzelnen Samen. Der historische Vergleich verwendet das Dreschen von Erbsen als Bild für ein narbiges Gesicht. Weder eine echte Hülsenfrucht noch die saloppe Kopfbezeichnung des Nomens ist die Bedeutung des ganzen Satzes.

„Auf dem Tisch liegen Erbsen“ nennt Samen. „Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen“ ist in der belegten historischen Verwendung ein spöttischer Gesichtsvergleich.

Beispiele und Verwendung

Die Sprecherhaltung in einer Erzählung benennen

„Mit der alten Erbsen-Redensart verspottet der Wirt das narbige Gesicht der Figur.“

Diese Analyse erklärt die Wirkung der Figurenrede, statt die Beschimpfung als eigenes Urteil zu wiederholen.

Grammatik

Der Teufel ist das Subjekt im Nominativ Singular. Hat ist die dritte Person Singular von haben und bildet mit dem Partizip II gedroschen das Perfekt. Erbsen steht als Akkusativobjekt im Plural. Auf ihm enthält hier den Dativ; ihm verweist auf die gemeinte Person. Die Nomen Teufel und Erbsen werden großgeschrieben. Die Grundform verlangt kein Komma.

Varianten

Historische Belege setzen auch auf seinem Gesicht anstelle von auf ihm oder stellen auf ihm vor Erbsen. Damit wird derselbe Gesichtsvergleich genauer benannt beziehungsweise anders angeordnet.