HMM
Form & Grammatik
- Lemma
- HMM
- Wortart
- Substantivisches Initialwort; Neutrum nach Modell.
- Schreibung
- HMM wird als Folge dreier Großbuchstaben ohne Punkte geschrieben. In deutschen Fachtexten stehen daneben die Formen Hidden-Markov-Modell und verborgenes Markowmodell; die Abkürzung selbst bleibt unverändert.
- Worttrennung
- HMM (Buchstabenabkürzung; keine Silbentrennung). Im deutschen Grundwort Modell lautet die Worttrennung Mo|dell.
- Langform
- Hidden Markov Model; deutsch: Hidden-Markov-Modell (verborgenes Markowmodell)
- Grundform
- das HMM
- Formen
- Nominativ: das HMM; Genitiv: des HMMs; Dativ: dem HMM; Akkusativ: das HMM.
- Plural
- die HMMs
- Gebrauch
- Vor allem Informatik, Sprachverarbeitung, Statistik und Mustererkennung. Die Abkürzung bezeichnet ein probabilistisches Modell; sie ist kein allgemeiner Name für jede KI oder jede Zeitreihe.
- Kürzelart
- Technisch-wissenschaftliches Initialwort
Definition · kurz erklärt
HMM ist die Abkürzung für das englisch bezeichnete Hidden Markov Model, auf Deutsch meist Hidden-Markov-Modell oder verborgenes Markowmodell. Es beschreibt eine Folge beobachtbarer Ausgaben, die zu Zuständen eines Modells gehören, obwohl diese Zustände nicht direkt sichtbar sind.
Bedeutung
1 Verdecktes Markow-Modell
Ein HMM verbindet eine Markow-Kette mit einer Beobachtungsfolge: Der zugrunde liegende Zustand wechselt nach Wahrscheinlichkeiten, während zu jedem Zustand sichtbare Ausgaben passen. Aus den Beobachtungen lässt sich erschließen, welche Zustandsfolge am besten zum Modell passt. Bei einem Markov-Modell erster Ordnung hängt der nächste Zustand nur vom unmittelbar vorherigen ab.
„Ein HMM ordnet einer beobachteten Zeichenfolge die wahrscheinlichste Folge verborgener Zustände zu.“
Die Zustände werden dabei nicht unmittelbar gemessen. Das Ergebnis ist eine Schlussfolgerung innerhalb der gewählten Modellannahmen und keine sichere Feststellung darüber, was ein reales System tatsächlich getan hat.
HMM und Markow-Kette
Eine Markow-Kette beschreibt Zustände und ihre Übergänge. Beim HMM bleiben die Zustände dem Beobachter verborgen; sichtbar sind die Ausgaben, die das Modell ihnen zuordnet. Die Begriffe sind deshalb verwandt, aber nicht austauschbar.
Das allgemeinere Wort Modell benennt ein vereinfachtes Abbild eines Sachverhalts. Es sagt für sich genommen nicht, ob Wahrscheinlichkeiten, Zustandswechsel oder verborgene Größen dazugehören.
Beispiele und Verwendung
Beobachtungsfolge
„Für die Messreihe vergleicht das HMM mehrere mögliche Zustandsfolgen.“
Das Beispiel zeigt die Wahrscheinlichkeitsauswertung; die Messreihe legt den inneren Zustand nicht unmittelbar offen.
Sprachverarbeitung
„Ein Lehrbeispiel nutzt ein HMM, um aus einer Folge von Lautmerkmalen mögliche Lautzustände abzuleiten.“
Das illustriert einen möglichen Einsatz. Nicht jedes heutige Spracherkennungssystem arbeitet mit HMMs.
Grammatik und Beugung
Das HMM ist ein substantivisch verwendetes Initialwort. Sein Genus folgt dem deutschen Grundwort Modell: Es heißt das HMM. Im Singular bleibt die Buchstabenfolge gleich; im Genitiv steht üblich ein s. Der Plural wird meist mit angehängtem s gebildet: die HMMs. Die Langform kann im Deutschen als Hidden-Markov-Modell erscheinen.
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das HMM | die HMMs |
| Genitiv | des HMMs | der HMMs |
| Dativ | dem HMM | den HMMs |
| Akkusativ | das HMM | die HMMs |
