KPD
Form & Grammatik
- Lemma
- KPD
- Wortart
- Substantiv; Abkürzung eines weiblichen Eigennamens, der Name einer politischen Partei
- Schreibung
- Die geläufige Schreibung lautet KPD: alle drei Buchstaben groß, ohne Punkte.
- Worttrennung
- Die feste Abkürzung KPD wird nicht silbisch getrennt; die drei Buchstaben stehen ohne Punkte.
- Langform
- Kommunistische Partei Deutschlands
- Formen
- die KPD; der KPD; der KPD; die KPD
- Gebrauch
- Das grammatische Geschlecht folgt dem Grundwort Partei. KPD kann im historischen Zusammenhang die 1918/19 entstandene Kommunistische Partei Deutschlands bezeichnen; eine spätere gleichnamige Partei verwendet dieselbe Abkürzung. Zeitangabe und Kontext klären, welche Organisation gemeint ist.
- Kürzelart
- Initialkurzwort eines Parteinamens
Für den Eigennamen einer einzelnen Partei wird gewöhnlich kein Plural gebildet. Die Buchstabenfolge bleibt in den vier Fällen unverändert.
Definition · kurz erklärt
KPD KPD ist die Abkürzung für Kommunistische Partei Deutschlands. Je nach Zeit und Zusammenhang bezeichnet sie die historische Partei oder eine spätere gleichnamige Organisation.
Bedeutungen
1 Die historische Kommunistische Partei Deutschlands
Die Abkürzung bezeichnet häufig die Partei, die am Jahreswechsel 1918/19 entstand und während der Weimarer Republik politisch wirkte. In der sowjetischen Besatzungszone wurde die KPD 1946 unter Druck mit der SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zusammengeschlossen. In der Bundesrepublik verbot das Bundesverfassungsgericht die dortige KPD 1956.
„Das Kapitel behandelt das Verbot der KPD im Jahr 1956.“
Die Zeitangabe ordnet die Abkürzung der damaligen westdeutschen Partei zu. Der Satz sagt nichts über eine andere Organisation mit demselben Namen aus.
2 Eine spätere gleichnamige Partei
Auch eine später gegründete politische Organisation verwendet den Namen Kommunistische Partei Deutschlands und die Abkürzung KPD. Sie ist nach der historischen Einordnung der Bundeszentrale für politische Bildung keine direkte Nachfolgeorganisation der 1956 verbotenen Partei.
„Im Parteienverzeichnis wird KPD zusammen mit dem ausgeschriebenen Namen aufgeführt.“
Bei einer aktuellen Nennung hilft der vollständige Name oder die Datierung, eine Verwechslung mit der historischen Partei zu vermeiden.
KPD und andere Parteinamen
KPD ist kein allgemeines Kürzel für kommunistische Parteien. Es bezeichnet einen konkreten Parteinamen in Deutschland. Die ähnlich gebildete KPdSU steht für eine Partei der Sowjetunion; beide Namen bezeichnen unterschiedliche Organisationen. Das Wort Partei allein erklärt noch nicht, welche politische Organisation gemeint ist.
Beispiele und Verwendung
„Der Aufsatz vergleicht die KPD der Weimarer Republik mit der Partei der Nachkriegszeit.“
Die zeitliche Einordnung ist wichtig, weil sich Geschichte und organisatorische Nachfolge nicht allein aus der Buchstabenfolge ablesen lassen.
Bei der ersten Nennung kann der Name ausgeschrieben werden: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). In historischen Darstellungen sollte erkennbar sein, ob die Partei vor 1946, die westdeutsche Partei bis 1956 oder die spätere gleichnamige Organisation gemeint ist.
Grammatik und Beugung
Das grammatische Geschlecht folgt dem Grundwort Partei. KPD kann im historischen Zusammenhang die 1918/19 entstandene Kommunistische Partei Deutschlands bezeichnen; eine spätere gleichnamige Partei verwendet dieselbe Abkürzung. Zeitangabe und Kontext klären, welche Organisation gemeint ist.
| Fall | Form |
|---|---|
| Nominativ | die KPD |
| Genitiv | der KPD |
| Dativ | der KPD |
| Akkusativ | die KPD |
Für den Eigennamen einer einzelnen Partei wird gewöhnlich kein Plural gebildet. Die Buchstabenfolge bleibt in den vier Fällen unverändert.
