OPAC
Form & Grammatik
- Stichwort
- OPAC
- Worttrennung
- OPAC
- Langform
- Online Public Access Catalogue; Online Public Access Catalog
- Kürzelart
- Akronym
- Schreibung
- Vier Großbuchstaben ohne Punkte; innerhalb der Buchstaben nicht trennen.
- Artikel
- der OPAC
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des OPACs
- Plural
- die OPACs
Gebrauch: Maskulin: der OPAC, des OPACs. Die Mehrzahl lautet die OPACs, im Dativ den OPACs.
Definition · kurz erklärt
OPAC steht für Online Public Access Catalogue, auf Deutsch etwa öffentlich zugänglicher Online-Katalog. Gemeint ist ein elektronischer Bibliothekskatalog, in dem man nach Büchern und anderen Medien recherchieren kann. Welche Bestände und zusätzlichen Angebote er durchsucht, hängt von der jeweiligen Bibliothek ab.
Bedeutung
1 Ein Bibliothekskatalog zur elektronischen Recherche
Ein OPAC erschließt die verzeichneten Medien über Suchangaben wie Titel, Verfasser oder Thema. Zu einem Treffer können etwa Standort, Signatur und Ausleihstatus angezeigt werden. Bei elektronischen Medien können Links zum Angebot hinzukommen. Ein gefundener Eintrag und der Zugang zum eigentlichen Werk sind dabei zwei verschiedene Schritte.
„Im OPAC findet Mira die gesuchte Ausgabe, doch das Exemplar ist gerade ausgeliehen.“
Der Katalog hilft ihr, die Ausgabe zu identifizieren und ihren Status zu erkennen. Der Treffer bedeutet hier gerade nicht, dass sie das Buch sofort mitnehmen kann. Ob eine Vormerkung möglich ist, richtet sich nach dem örtlichen Angebot.
OPAC, Online-Katalog und Volltextsuche
Online-Katalog ist im Bibliothekszusammenhang eine verständliche Umschreibung für OPAC. Bibliothekskatalog ist weiter gefasst: Das Wort bezeichnet auch einen gedruckten Katalog oder einen früheren Zettelkatalog. „Ich suche im OPAC“ legt deshalb die elektronische Recherche fest; „ich suche im Katalog“ lässt die technische Form zunächst offen.
Eine Volltextsuche durchsucht den Text eines Dokuments. Eine Katalogsuche kann dagegen bibliografische Angaben durchsuchen, ohne den vollständigen Buchtext einzubeziehen. Moderne Bibliotheksoberflächen können mehrere Suchangebote zusammenführen. Aus dem Namen OPAC allein folgt deshalb weder, dass jeder Aufsatz einzeln erfasst ist, noch, dass alle Inhalte vollständig durchsuchbar sind.
Für die genaue Buchausgabe kann eine ISBN als Suchangabe helfen. Sie ist eine Kennnummer des Buches; der OPAC ist das Suchangebot. Beides erfüllt unterschiedliche Aufgaben.
Beispiele und Verwendung
„Der OPAC zeigt einen Link zum E-Book.“ Der Satz beschreibt einen Katalogeintrag mit einem Zugangshinweis. Ob der vollständige Text frei verfügbar ist oder eine Berechtigung verlangt, lässt sich daraus noch nicht ableiten.
„Die beiden OPACs verzeichnen unterschiedliche Bestände.“ Die Mehrzahl meint zwei Kataloge. Ihre Treffer müssen nicht übereinstimmen, weil sie verschiedene Bibliotheken oder Bestandsbereiche erschließen.
Das Kürzel wird mit vier Großbuchstaben und ohne Punkte geschrieben. Die englische Schreibweise Catalog statt Catalogue begegnet ebenfalls in der Langform; sie bezeichnet hier keinen anderen Katalogtyp.
Grammatik und Beugung
OPAC wird als maskulines Substantiv gebraucht: der OPAC. Eine verwendete Genitivform lautet des OPACs, die Mehrzahl die OPACs. Die folgende Tabelle zeigt diese Formreihe. Das angehängte s wird kleingeschrieben und erhält keinen Apostroph.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der OPAC | die OPACs |
| Genitiv | des OPACs | der OPACs |
| Dativ | dem OPAC | den OPACs |
| Akkusativ | den OPAC | die OPACs |
Das Kürzel bleibt innerhalb seiner vier Buchstaben ungetrennt. Zusammensetzungen wie OPAC-Suche und OPAC-Zugang erhalten einen Bindestrich.
