RFID
Form & Grammatik
- Stichwort
- RFID
- Worttrennung
- RFID
- Langform
- Radio Frequency Identification
- Kürzelart
- Initialkurzwort
- Schreibung
- RFID ohne Abkürzungspunkte
- Artikel
- ohne Artikel (als Technikname)
- Plural
- Einzelne Datenträger heißen RFID-Tags oder RFID-Transponder.
RFID benennt die Technik; ein einzelner Transponder ist ein Bestandteil eines RFID-Systems.
Definition · kurz erklärt
RFID steht für Radio Frequency Identification, auf Deutsch etwa Identifikation mithilfe von Funk. Die Technik dient dazu, gekennzeichnete Gegenstände oder Lebewesen automatisch zu erkennen und Daten zwischen einem elektronischen Datenträger und einem Lesegerät auszutauschen.
Bedeutung
1 Kennzeichnungen über Funk erfassen
Ein RFID-System verwendet elektronische Datenträger, auch Tags oder Transponder genannt, und passende Lesegeräte. Beim Auslesen werden Informationen über elektromagnetische Felder übertragen. Die Technik wird zum Beispiel für die Zuordnung von Waren oder für Zugangssysteme eingesetzt.
„Das Lager erfasst die gekennzeichneten Behälter mithilfe von RFID.“
Die Behälter werden anhand ihrer elektronischen Kennzeichnung erkannt. Der Satz legt nicht fest, welche weiteren Informationen gespeichert sind oder wie das Lager sie anschließend verarbeitet.
RFID, Transponder und Identifikation
Funkidentifikation ist eine knappe deutsche Erklärung der Aufgabe. Automatische Identifikation ist der weitere Begriff: Er lässt offen, mit welcher Technik die Kennzeichnung gelesen wird. In „Die Ware wird automatisch identifiziert“ ist RFID deshalb nur eine mögliche Ausführung.
RFID-Tag und RFID-Transponder benennen den elektronischen Datenträger. RFID-Lesegerät bezeichnet die andere Seite der Kommunikation. Diese Bestandteile sind vom Gesamtsystem zu unterscheiden. Wer ein Lesegerät bestellt, bestellt damit nicht automatisch alle benötigten Kennzeichnungen.
Passive RFID-Transponder gewinnen ihre Betriebsenergie aus dem Feld des Lesegeräts; aktive Ausführungen besitzen eine eigene Energieversorgung. Die Unterscheidung erklärt, warum RFID nicht für ein einziges, überall gleich aufgebautes Gerät steht. Aus der Kurzform allein lässt sich insbesondere keine bestimmte Reichweite ableiten.
Beispiele und Verwendung
„Die Zugangskarte enthält einen RFID-Transponder.“ Die Aussage benennt ein Bauteil in der Karte. Sie sagt für sich noch nicht, welche Berechtigungen eine Person hat.
„Die Bestandsliste wird nach dem Auslesen der RFID-Tags aktualisiert.“ Die Mehrzahl bezieht sich auf die Tags. Auslesen bezeichnet das Erfassen ihrer Daten; die anschließende Aktualisierung ist ein weiterer Verarbeitungsschritt.
„RFID wird im Versuch zur Kennzeichnung eingesetzt.“ RFID steht als Name des Verfahrens ohne Artikel. Wozu die Kennzeichnung dient, muss der Zusammenhang erklären.
Grammatik und Beugung
Die Kurzform RFID besteht aus Großbuchstaben und wird ohne Abkürzungspunkte geschrieben. In einem Satz wie „RFID ermöglicht die automatische Erfassung“ wird der Technikname substantivisch verwendet.
Zusammensetzungen erhalten einen Bindestrich: RFID-System, RFID-Karte und RFID-Lesegerät. Ihr Genus folgt dem Grundwort. Deshalb heißt es das RFID-System, aber die RFID-Karte. Der Artikel eines solchen zusammengesetzten Wortes legt nicht automatisch den Artikel der alleinstehenden Kurzform fest.
Die Langform kann auch mit einem Bindestrich innerhalb von Radio-Frequency erscheinen. Inhaltlich bleibt die Identifikation über Funk gemeint; daraus entsteht keine zweite deutsche Abkürzung.
