arbeitsmarktpolitisch
Form & Grammatik
- Stichwort
- arbeitsmarktpolitisch
- Worttrennung
- ar·beits·markt·po·li·tisch
Das Wort bezeichnet eine Zuordnung und hat im sachlichen Gebrauch keine übliche Steigerungsreihe. Wenn eine Perspektive stärker hervortritt, kann man stärker arbeitsmarktpolitisch ausgerichtet schreiben. Das erklärt genauer, was verglichen wird, als ein bloßes arbeitsmarktpolitischer.
Arbeitsmarktpolitisch bedeutet, dass etwas die politische Gestaltung des Arbeitsmarkts und der Beschäftigungsbedingungen betrifft.
Was bedeutet arbeitsmarktpolitisch?
Das lange Wort lässt sich in Arbeitsmarkt und politisch gliedern. Es bezeichnet einen Bezug zu politischen Zielen, Entscheidungen oder Maßnahmen rund um Beschäftigung und Arbeitsmarkt. In einem Bericht kann etwa gefragt werden, wie Menschen Zugang zu einer beruflichen Tätigkeit finden oder wie bestimmte Qualifizierungen unterstützt werden.
Das Adjektiv ordnet zunächst einen Themenbereich zu. Es sagt noch nicht, ob eine Maßnahme erfolgreich, gerecht oder teuer ist. Dafür benötigt der Text weitere Angaben. „Arbeitsmarktpolitisch sinnvoll“ enthält deshalb zwei Teile: den Gesichtspunkt der Beurteilung und ein begründungsbedürftiges Urteil.
Eigene Beispiele für die Verwendung
- „Der Bericht untersucht die arbeitsmarktpolitischen Ziele eines neuen Weiterbildungsprogramms.“ Es geht um die beabsichtigte Wirkung auf Beschäftigung, nicht nur um die Inhalte eines Kurses.
- „Die Rednerin begründet ihren Vorschlag arbeitsmarktpolitisch.“ Das unveränderte Adjektiv nennt die Perspektive, aus der sie argumentiert.
- „Eine arbeitsmarktpolitische Absicht ist noch kein Nachweis für zusätzliche Arbeitsplätze.“ Ziel und beobachtetes Ergebnis werden getrennt.
Politisch, wirtschaftlich oder betrieblich?
Wirtschaftlich ist weiter und kann Produktion, Kosten oder Erträge betreffen. Betrieblich bezieht sich auf einen Betrieb. Eine neue Aufgabenverteilung in einer einzelnen Werkstatt ist daher nicht allein schon eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme.
Arbeitsmäßig bedeutet allgemeiner die Arbeit betreffend. Es enthält gerade nicht die zusätzliche politische Ebene. Wer nur den eigenen Wochenplan meint, sollte kein unnötig großes Fachwort verwenden.
Schreibung und Grammatik
Richtig ist arbeitsmarktpolitisch in einem Wort. Die Schreibung bewahrt Arbeitsmarkt einschließlich des Fugen-s nach Arbeit. Vor einem Nomen wird die Endung angehängt: ein arbeitsmarktpolitischer Vorschlag, arbeitsmarktpolitische Ziele.
Ein Themenbezug wird nicht gewöhnlich gesteigert
Das Wort bezeichnet eine Zuordnung und hat im sachlichen Gebrauch keine übliche Steigerungsreihe. Wenn eine Perspektive stärker hervortritt, kann man stärker arbeitsmarktpolitisch ausgerichtet schreiben. Das erklärt genauer, was verglichen wird, als ein bloßes arbeitsmarktpolitischer.
Beugung im Überblick
Vor einem Nomen richtet sich die Endung nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Die Tabellen zeigen die Grundstufe. Die gemischten Pluralformen passen etwa nach keine oder meine; einen Plural von ein gibt es nicht.
BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | arbeitsmarktpolitischer | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitisches | arbeitsmarktpolitische |
| Genitiv | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischer | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischer |
| Dativ | arbeitsmarktpolitischem | arbeitsmarktpolitischer | arbeitsmarktpolitischem | arbeitsmarktpolitischen |
| Akkusativ | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitisches | arbeitsmarktpolitische |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitischen |
| Genitiv | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen |
| Dativ | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen |
| Akkusativ | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitischen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | arbeitsmarktpolitischer | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitisches | arbeitsmarktpolitischen |
| Genitiv | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen |
| Dativ | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitischen |
| Akkusativ | arbeitsmarktpolitischen | arbeitsmarktpolitische | arbeitsmarktpolitisches | arbeitsmarktpolitischen |
Die Grundregeln erklärt der Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Eine Begründung verständlich zusammenfassen
Erfundene Schreibaufgabe: Eine Rede schlägt geförderte Weiterbildung vor und begründet sie damit, dass dadurch der Zugang zu bestimmten Berufen erleichtert werden soll.
Die Rednerin begründet den Vorschlag arbeitsmarktpolitisch: Die Weiterbildung soll berufliche Zugänge verbessern. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird, bleibt eine eigene Frage der Auswertung.
Die Formulierung benennt zuerst die Perspektive und erklärt sie anschließend in verständlichen Worten. So ersetzt das Fachwort die konkrete Aussage nicht, sondern fasst sie zusammen.
Weitere Wörter kannst du in der Adjektivliste mit Suche und Wortauswahl entdecken und für deinen Text sammeln.
