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cremig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
cremig
Worttrennung
cre·mig
Komparativ
cremiger
Superlativ
am cremigsten

Die Steigerung lautet cremig – cremiger – am cremigsten. Damit wird der wahrgenommene Grad der geschmeidigen Beschaffenheit verglichen. Ein cremigeres Ergebnis muss nicht zugleich dickflüssiger sein; für eine genaue Beschreibung lohnt es sich, beide Eindrücke zu unterscheiden.

Formen und Verwendung im Detail

Cremig: Von einer weichen, geschmeidigen und zusammenhängenden Beschaffenheit ähnlich einer Creme.

Was bedeutet cremig?

Cremig beschreibt vor allem die Konsistenz eines Lebensmittels oder einer anderen Masse. Eine cremige Suppe fließt anders als klare Brühe; eine cremige Füllung lässt sich anders verteilen als eine feste oder bröselige. Der Ausdruck vermittelt damit eine Vorstellung davon, wie sich etwas anfühlt oder verarbeiten lässt.

Die Eigenschaft verrät nicht automatisch die Zutaten. Eine Suppe kann cremig sein, ohne Sahne zu enthalten. Ebenso sagt der Begriff allein nichts über Süße, Fettgehalt oder Verträglichkeit aus. Wer diese Angaben benötigt, muss die Zusammensetzung gesondert betrachten.

Cremig ist auch nicht mit einer bestimmten Farbe gleichzusetzen. Eine rote Soße kann cremig sein; eine cremefarbene Flüssigkeit muss es nicht sein. Im ersten Fall geht es um die Beschaffenheit, im zweiten um den Farbton.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die pürierte Suppe hat eine cremige Konsistenz.“ Beschrieben wird die Beschaffenheit; eine bestimmte Zutat wird nicht behauptet.
  • „Die Füllung ist cremig, aber nicht süß.“ Konsistenz und Geschmack werden ausdrücklich voneinander getrennt.
  • „Die Lotion lässt sich cremig verteilen und zieht erst nach einer Weile ein.“ Hier bezeichnet das Wort die Verarbeitungseigenschaft eines Pflegeprodukts.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Sahnig kann einen ähnlichen Eindruck vermitteln, legt aber je nach Zusammenhang auch Geschmack oder Sahnebezug nahe. Dickflüssig benennt die geringe Fließfähigkeit genauer, ohne zwingend eine geschmeidige Wirkung einzuschließen. Klumpig beschreibt dagegen ungleichmäßige feste Bestandteile.

Schreibweise und Grammatik

Die übliche Schreibung lautet cremig mit c. Das Adjektiv wird regelmäßig gebeugt: ein cremiges Dessert, mit cremiger Füllung, die cremigen Soßen. Nach einem Verb bleibt die Grundform: Die Masse wird cremig. Die Verbindung cremig rühren beschreibt das angestrebte Ergebnis.

Steigerung

Die Steigerung lautet cremig – cremiger – am cremigsten. Damit wird der wahrgenommene Grad der geschmeidigen Beschaffenheit verglichen. Ein cremigeres Ergebnis muss nicht zugleich dickflüssiger sein; für eine genaue Beschreibung lohnt es sich, beide Eindrücke zu unterscheiden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativcremigercremigecremigescremige
Genitivcremigencremigercremigencremiger
Dativcremigemcremigercremigemcremigen
Akkusativcremigencremigecremigescremige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativcremigecremigecremigecremigen
Genitivcremigencremigencremigencremigen
Dativcremigencremigencremigencremigen
Akkusativcremigencremigecremigecremigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativcremigercremigecremigescremigen
Genitivcremigencremigencremigencremigen
Dativcremigencremigencremigencremigen
Akkusativcremigencremigecremigescremigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einem erfundenen Schreibkurs sollen zwei Nachtische beschrieben werden. Der erste enthält kleine feste Stücke in einer sonst glatten Masse; der zweite zerfällt beim Anschneiden in trockene Krümel. Eine Teilnehmerin sucht passende Adjektive.

Der erste Nachtisch hat eine cremige Grundmasse mit kleinen festen Stücken. Der zweite ist trocken und bröselig. Die Wörter beschreiben unterschiedliche Bestandteile beziehungsweise unterschiedliche Eindrücke beim Essen.

Die differenzierte Formulierung vermeidet einen scheinbaren Widerspruch: Eine cremige Grundmasse kann durchaus Stücke enthalten. Sie behauptet außerdem nicht, dass der cremige Nachtisch besser schmeckt; das wäre eine zusätzliche persönliche Bewertung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.