curricular

Curricular: Auf einen Lehrplan oder ein Curriculum bezogen beziehungsweise daran ausgerichtet.

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Was bedeutet curricular?

Curricular beschreibt die Verbindung einer Unterrichtsentscheidung mit einem Lehrplan. Curriculare Ziele legen beispielsweise fest, welche Kenntnisse oder Fähigkeiten aufgebaut werden sollen. Curriculare Planung ordnet Lerninhalte entsprechend in einen größeren Bildungsgang ein.

Das Wort sagt für sich genommen nicht, ob eine konkrete Unterrichtsstunde interessant, wirksam oder gut organisiert ist. Es beschreibt zunächst ihren Bezug zur vorgesehenen Lernstruktur. Eine passende Einordnung in den Lehrplan und eine gelungene Vermittlung sind miteinander verbunden, aber unterschiedliche Fragen.

Auch ein freiwilliges Angebot kann curriculare Inhalte aufgreifen. Ob es damit Teil eines verbindlichen Lehrplans wird, hängt von der jeweiligen Organisation ab. In einem Text sollte deshalb erkennbar sein, welcher Lehrplan und welche Art der Einbindung gemeint sind.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Lehrkraft begründet die Einheit mit ihren curricularen Zielen.“ Sie stellt den Bezug zu vorgesehenen Lernzielen her.
  • „Der Workshop ergänzt die curricularen Inhalte des Kurses.“ Das Angebot wird zu den regulär vorgesehenen Inhalten in Beziehung gesetzt.
  • „Die curriculare Einordnung erklärt noch nicht, wie die Stunde gestaltet wird.“ Planungsrahmen und konkrete Vermittlung werden unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Didaktisch betrifft unter anderem die begründete Auswahl und Vermittlung von Lerninhalten und ist nicht dasselbe wie curricular. Schulisch ist weiter: Es kann alles bezeichnen, was zur Schule gehört, auch ohne direkten Lehrplanbezug.

Extracurricular bezeichnet Angebote außerhalb des regulären Curriculums. Das bedeutet nicht, dass sie wertlos oder ohne Lernziele wären. Die Unterscheidung betrifft ihre Einordnung in den vorgesehenen Bildungsgang.

Schreibweise und Grammatik

Neben curricular ist die eingedeutschte Form kurrikular gebräuchlich. Die Form curricular hat zwei r und ein c im Wortinneren: curriculare Ziele, mit curricularen Vorgaben. Das zugehörige Nomen lautet Curriculum; die Mehrzahl ist Curricula.

Steigerung

Als Angabe eines Lehrplanbezugs wird curricular gewöhnlich nicht gesteigert. Wer Abstufungen meint, schreibt besser stärker am Curriculum orientiert oder enger mit dem Lehrplan verbunden. So wird die verglichene Beziehung klar.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativcurricularercurricularecurricularescurriculare
Genitivcurricularencurricularercurricularencurricularer
Dativcurricularemcurricularercurricularemcurricularen
Akkusativcurricularencurricularecurricularescurriculare
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativcurricularecurricularecurricularecurricularen
Genitivcurricularencurricularencurricularencurricularen
Dativcurricularencurricularencurricularencurricularen
Akkusativcurricularencurricularecurricularecurricularen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativcurricularercurricularecurricularescurricularen
Genitivcurricularencurricularencurricularencurricularen
Dativcurricularencurricularencurricularencurricularen
Akkusativcurricularencurricularecurricularescurricularen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Fachgruppe plant eine Einheit über Erzählperspektiven. Sie hält fest, welche Analysefähigkeit vorgesehen ist, welche Texte eingesetzt werden und wie die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse zeigen sollen.

Das curriculare Ziel besteht darin, die Wirkung unterschiedlicher Erzählperspektiven begründet zu beschreiben. Der Vergleich zweier kurzer Texte ist eine Möglichkeit, dieses Ziel im Unterricht zu bearbeiten.

Die Formulierung trennt das Lernziel von der gewählten Methode. Ein anderer Textvergleich könnte dasselbe Ziel verfolgen. Ob die konkrete Einheit zum Lehrplan einer bestimmten Schule passt, müsste anhand dieses tatsächlichen Lehrplans geprüft werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.