demoskopisch

Demoskopisch: Die Meinungsforschung betreffend oder durch Meinungsumfragen ermittelt.

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Was bedeutet demoskopisch?

Demoskopisch bezeichnet einen Bezug zur Meinungsforschung. Eine demoskopische Untersuchung erfasst Einstellungen oder Meinungen. Demoskopische Zahlen sind entsprechende Ergebnisse. Das Wort benennt also entweder das Untersuchungsfeld oder die Herkunft einer Aussage aus einer solchen Erhebung.

Häufig begegnet der Ausdruck in der Wahlberichterstattung. Eine Befragung zur Wahlabsicht liefert aber keine bereits ausgezählten Stimmen einer künftigen Wahl. Für das Verständnis sind die Fragestellung, die befragte Gruppe und der Erhebungszeitraum wichtig. Das Adjektiv allein garantiert weder vollständige Genauigkeit noch eine bestimmte Aussagekraft.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Redaktion berichtet über demoskopische Ergebnisse zur Verkehrspolitik.“ Die Angaben stammen aus einer Untersuchung von Meinungen zu diesem Thema.
  • „Das Institut führt eine demoskopische Befragung durch.“ Beschrieben wird eine Erhebung im Bereich der Meinungsforschung.
  • „Die Analyse trennt demoskopische Daten von amtlichen Wahlergebnissen.“ Befragungsdaten und tatsächlich ausgezählte Stimmen werden nicht gleichgesetzt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Statistisch ist wesentlich weiter gefasst. Statistiken können etwa Temperaturen oder Produktionsmengen behandeln, ohne Meinungsforschung zu sein. Repräsentativ betrifft dagegen die Eignung einer Erhebung, Aussagen über eine größere Gruppe zu stützen. Es ist kein automatisches Synonym für demoskopisch.

Demografisch bezieht sich auf Bevölkerung und deren Struktur oder Entwicklung. Die ähnlich klingenden Wörter sind deshalb auseinanderzuhalten. Bei Wahlberichten sollte außerdem zwischen einer Umfrage vor der Wahl, einer auf Befragungen beruhenden Prognose am Wahlabend und einer Hochrechnung mit ausgezählten Ergebnissen unterschieden werden.

Schreibweise und Grammatik

Demoskopisch wird mit s vor k geschrieben. Formen sind ein demoskopischer Befund, eine demoskopische Erhebung, mit demoskopischen Daten. Das Adjektiv wird regelmäßig gebeugt. In demoskopisch ermittelt steht es endungslos und nennt die Herkunft beziehungsweise Methode der Ermittlung.

Steigerung

Als Fachzuordnung wird demoskopisch gewöhnlich nicht gesteigert. Eine größere Befragung ist nicht demoskopischer. Ihre Größe, Genauigkeit und Auswahlmethode müssen gesondert beschrieben werden. Das er in demoskopischer Befund ist eine normale Beugungsendung und sagt nichts über eine höhere Qualität aus.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdemoskopischerdemoskopischedemoskopischesdemoskopische
Genitivdemoskopischendemoskopischerdemoskopischendemoskopischer
Dativdemoskopischemdemoskopischerdemoskopischemdemoskopischen
Akkusativdemoskopischendemoskopischedemoskopischesdemoskopische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdemoskopischedemoskopischedemoskopischedemoskopischen
Genitivdemoskopischendemoskopischendemoskopischendemoskopischen
Dativdemoskopischendemoskopischendemoskopischendemoskopischen
Akkusativdemoskopischendemoskopischedemoskopischedemoskopischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdemoskopischerdemoskopischedemoskopischesdemoskopischen
Genitivdemoskopischendemoskopischendemoskopischendemoskopischen
Dativdemoskopischendemoskopischendemoskopischendemoskopischen
Akkusativdemoskopischendemoskopischedemoskopischesdemoskopischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Schülerredaktion liegt eine Befragung vor, nach der viele Teilnehmende einen späteren Unterrichtsbeginn bevorzugen. Der erste Entwurf der Meldung behauptet, damit sei die Entscheidung aller Schülerinnen und Schüler bereits eindeutig festgestellt.

Die überarbeitete Meldung spricht von demoskopischen Ergebnissen und nennt die befragte Gruppe sowie die konkrete Frage. Sie beschreibt geäußerte Präferenzen. Eine verbindliche Entscheidung der Schule oder eine lückenlose Aussage über jede einzelne Person folgt daraus nicht.

Der Absatz unterscheidet Erhebung, Reichweite und Entscheidung. Er erklärt keine bestimmte reale Umfrage für gültig oder ungültig. Für die Bewertung wären weitere methodische Angaben nötig. Das Fachwort hilft bei der Einordnung der Daten, ersetzt aber nicht die Frage, wie sie gewonnen wurden und welche Schlüsse sie tatsächlich tragen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.