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dufte

Form & Grammatik

AdjektivJugendwort
Stichwort
dufte
Worttrennung
duf·te
Komparativ
dufter
Superlativ
am duftesten

Salopp, besonders berlinisch; vor Nomen deklinierbar: ein dufter Abend. Grundform nach sein: dufte.

Ältere Jugend- und Umgangssprache; keine Behauptung eines aktuellen Jugendtrends.

Belegt sind dufte – dufter – am duftesten. Die gesteigerten Formen bleiben ebenso salopp wie die Grundform. Für eine genaue Bewertung ist eine Erklärung des Vorzugs meist informativer als die bloße Behauptung, etwas sei noch dufter.

Formen und Verwendung im Detail

Dufte: Salopp, besonders norddeutsch und berlinisch: sehr gut, erfreulich oder angenehm.

Bedeutungen

1 Eine Sache oder Erfahrung loben

Dufte drückt eine positive Bewertung aus. Eine dufte Idee gefällt dem Sprecher, ein dufter Abend hat ihm Freude gemacht. Das Wort gehört zu einem lockeren, gesprächsnahen Ton und wird besonders mit norddeutschem beziehungsweise Berliner Sprachgebrauch verbunden.

„Der Nachmittag mit euch war dufte.“

Welche Qualität gelobt wird, bleibt zunächst offen. Eine Idee kann praktisch sein, ein Mensch freundlich wirken und ein Ausflug unterhaltsam verlaufen. Dufte fasst Zustimmung zusammen, erklärt aber nicht automatisch ihren Anlass.

In einer Erzählung kann das Wort die Sprechweise einer Figur anschaulich machen. Aus einem einzelnen Ausdruck lässt sich nicht sicher auf deren Herkunft oder Alter schließen. Figuren können Wörter übernehmen, scherzhaft verwenden oder eine bestimmte Sprechweise nachahmen.

Das Wort gehört auch zum Wortschatz älterer Jugend- und Umgangssprache. Seine heutige Verwendung ist nicht auf Jugendliche beschränkt.

Synonyme für dufte: passend zum Zusammenhang

Dufte ist ein lockeres Lob: Etwas gefällt, macht Freude oder wird als sehr gut empfunden. Eine Alternative kann dieselbe Zustimmung ausdrücken, aber einen anderen Ton haben. Für einen sachlichen Text ist oft wichtiger, den gelobten Vorzug zu nennen, als ein ebenso allgemeines Lobwort zu suchen.

gut

Passend bei: allgemeine positive Bewertung. Neutraler und in fast allen Textsorten möglich.

toll

Passend bei: begeisterte Zustimmung. Ebenfalls umgangssprachlich, aber weniger auffällig in der Sprechweise.

großartig

Passend bei: besonders starkes Lob. Verstärkt die Begeisterung und kann größere Bedeutung nahelegen.

angenehm

Passend bei: Erlebnisse und Umgang. Konkreter: Beschreibt das erfreuliche Erleben, nicht jede denkbare Qualität.

Wörter im Satz vergleichen

Die folgenden Satzpaare sind eigene Sprachbeispiele.

Ausgangssatz: „Das war ein dufter Nachmittag.“
Alternative: „Das war ein angenehmer Nachmittag.“

Der zweite Satz klingt zurückhaltender. Er passt, wenn das entspannte Zusammensein gemeint ist; eine aufregende Veranstaltung könnte dagegen eher toll oder großartig heißen.

Ausgangssatz: „Deine Idee ist dufte, weil wir damit Zeit sparen.“
Alternative: „Deine Idee ist gut, weil wir damit Zeit sparen.“

Die Begründung bleibt gleich, die Sprechweise wird neutraler. Gerade dieser Satzteil macht die Rückmeldung hilfreich: Das Lob bezieht sich auf einen erkennbaren Vorteil.

Hier passt der Austausch nicht: Ein duftender Garten ist nicht dasselbe wie ein dufter Garten. Duftend beschreibt einen Geruch; dufte bewertet den Garten positiv, unabhängig davon, wie er riecht.

Bei Figurenrede kann dufte eine bewusst lockere Stimme erzeugen. Wer es durch „ausgezeichnet“ ersetzt, verändert möglicherweise genau diesen Ton. Nach sein bleibt die Form dufte; vor einem Nomen heißt es etwa „ein dufter Abend“, nicht „ein dufte Abend“.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Gut ist neutraler und in mehr Textsorten verwendbar. Großartig kann eine besonders starke Begeisterung ausdrücken. Dufte klingt dagegen bewusst locker und passt nicht zu jedem sachlichen Bericht.

Mit duftend sollte das Wort nicht verwechselt werden. Ein duftender Garten wird über seinen Geruch beschrieben; ein dufter Garten wird gelobt. Die Ähnlichkeit der Wörter reicht nicht aus, um ihnen dieselbe Bedeutung zu geben.

Beispiele und Verwendung

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Rückmeldung bezeichnet eine Schülerin den Entwurf ihres Mitschülers als dufte. Er freut sich, weiß aber noch nicht, welche Teile besonders gut funktionieren. Sie ergänzt daraufhin, dass Überschrift und Beispiele leicht zu verstehen seien.

Das Lob wird hilfreich, sobald die Schülerin die verständliche Überschrift und die passenden Beispiele nennt. Dufte vermittelt ihre freundliche Reaktion; die Ergänzung zeigt, was im Entwurf beibehalten werden sollte.

Die Situation verdeutlicht den Unterschied zwischen Zustimmung und begründeter Rückmeldung. Beide können zusammenwirken: ein persönlicher, warmer Einstieg und anschließend konkrete Hinweise, aus denen der andere etwas lernen kann.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.

Weitere eigene Beispiele

  • „Dufte, dass du die fehlenden Karten noch gefunden hast!“ Die Äußerung zeigt Freude und Zustimmung.
  • „Das war ein dufter Nachmittag mit der Theatergruppe.“ Der Nachmittag wird insgesamt positiv bewertet.
  • „Deine Lösung ist dufte; besonders die klare Beschriftung hilft uns weiter.“ Das allgemeine Lob wird durch einen konkreten Grund ergänzt.

Grammatik und Beugung

Die Grundform lautet dufte. Beim Beugen wird kein zweites e angehängt: ein dufter Abend, eine dufte Idee, mit duften Leuten. Die Tabellen verwenden deshalb den Stamm duft-. Nach dem Verb kann die Grundform stehen: Die Idee ist dufte.

Steigerung

Belegt sind dufte – dufter – am duftesten. Die gesteigerten Formen bleiben ebenso salopp wie die Grundform. Für eine genaue Bewertung ist eine Erklärung des Vorzugs meist informativer als die bloße Behauptung, etwas sei noch dufter.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdufterdufteduftesdufte
Genitivduftendufterduftendufter
Dativduftemdufterduftemduften
Akkusativduftendufteduftesdufte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdufteduftedufteduften
Genitivduftenduftenduftenduften
Dativduftenduftenduftenduften
Akkusativduftenduftedufteduften
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdufterdufteduftesduften
Genitivduftenduftenduftenduften
Dativduftenduftenduftenduften
Akkusativduftendufteduftesduften

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.