ebenbürtig

Ebenbürtig: bedeutet, dass jemand einer anderen Person in einer bestimmten Fähigkeit, Leistung oder Stellung gleichkommt. Ebenbürtige Gegner können miteinander auf vergleichbarem Niveau konkurrieren.

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Was bedeutet ebenbürtig?

Das Wort stellt eine Beziehung her: Jemand ist jemandem ebenbürtig. Gemeint ist keine vollständige Gleichheit aller Eigenschaften. Zwei Musiker können sich im Zusammenspiel ebenbürtig sein und trotzdem ganz unterschiedliche Instrumente spielen oder verschieden auftreten.

Oft bringt die Formulierung Anerkennung zum Ausdruck. Wer einer erfahrenen Spielerin ebenbürtig ist, wird als ernst zu nehmende Konkurrenz wahrgenommen. Für eine sachliche Aussage ist wichtig, den Vergleichsbereich zu nennen. Körpergröße, Lebensalter oder Bekanntheit allein beweisen eine solche Gleichwertigkeit nicht.

In historischen Zusammenhängen kann auch der gleiche gesellschaftliche Rang gemeint sein. Diese Verwendung beschreibt dann eine damalige Einordnung. Sie ist kein Grund, Menschen heute nach Herkunft unterschiedliche persönliche Würde zuzuschreiben.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Nachwuchsspielerin war der Favoritin im Finale ebenbürtig.“ Das Urteil bezieht sich auf die gezeigte sportliche Leistung und nicht automatisch auf die gesamte bisherige Laufbahn.
  • „Im Streitgespräch erwies sich Noor als ebenbürtige Gesprächspartnerin.“ Sie konnte die Argumente aufgreifen und eigene begründete Antworten geben.
  • „Die beiden Ensembles sind einander technisch ebenbürtig, klingen aber verschieden.“ Vergleichbare Fähigkeiten schließen unterschiedliche Ausdrucksweisen nicht aus.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Gleichrangig betont die Stellung innerhalb einer Ordnung; gleichwertig die vergleichbare Bedeutung oder Qualität. Ebenbürtig passt besonders gut zu einem direkten Vergleich von Beteiligten.

Überlegen geht weiter: Eine Person übertrifft die andere im genannten Bereich. Ein knappes Ergebnis allein muss weder Überlegenheit noch Ebenbürtigkeit beweisen. Es sollte zusammen mit dem Verlauf betrachtet werden.

Schreibweise und Grammatik

Das Adjektiv wird zusammengeschrieben und mit ü: ebenbürtig. Die Vergleichsperson steht im Dativ: ihrer Schwester ebenbürtig. Vor einem Nomen heißt es ein ebenbürtiger Gegner oder mit ebenbürtigen Partnern.

Steigerung

Eine gewöhnliche Steigerung ist nicht vorgesehen. Fast ebenbürtig, inzwischen ebenbürtig und technisch ebenbürtig grenzen den Vergleich genauer ein. „Ebenbürtiger“ kann als gebeugte Grundform vor einem männlichen Nomen stehen, ohne ein Komparativ zu sein.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativebenbürtigerebenbürtigeebenbürtigesebenbürtige
Genitivebenbürtigenebenbürtigerebenbürtigenebenbürtiger
Dativebenbürtigemebenbürtigerebenbürtigemebenbürtigen
Akkusativebenbürtigenebenbürtigeebenbürtigesebenbürtige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativebenbürtigeebenbürtigeebenbürtigeebenbürtigen
Genitivebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigen
Dativebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigen
Akkusativebenbürtigenebenbürtigeebenbürtigeebenbürtigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativebenbürtigerebenbürtigeebenbürtigesebenbürtigen
Genitivebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigen
Dativebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigenebenbürtigen
Akkusativebenbürtigenebenbürtigeebenbürtigesebenbürtigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Debattierszene beantwortet die neue Teilnehmerin Samira mehrere Einwände einer erfahrenen Rednerin und führt einen eigenen nachvollziehbaren Gegengrund an.

Samira erweist sich in der Debatte als ebenbürtige Gesprächspartnerin. Sie folgt den Einwänden und entwickelt selbstständig passende Gegenargumente. Ihre geringe Erfahrung führt in dieser Szene nicht zu einer erkennbaren Unterlegenheit.

Die Deutung stützt sich auf den Austausch von Argumenten. Sie behauptet weder, dass Samira immer gewinnt, noch dass beide Figuren denselben Charakter besitzen. Für eine Charakterisierung müsste zusätzlich geprüft werden, ob andere Szenen die Beobachtung bestätigen.

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