egal
Egal bedeutet im heutigen Alltag meist, dass etwas für jemanden keinen Unterschied macht oder ihm nicht wichtig ist. In „Das ist mir egal“ beschreibt das Wort die Beziehung einer Person zu einer Sache.
Was bedeutet egal?
Wer eine Auswahl egal findet, kann mit mehreren Möglichkeiten gleichermaßen zufrieden sein. Der Satz Mir ist egal, welchen Tisch wir nehmen muss deshalb keine Unhöflichkeit ausdrücken. Er kann auch den anderen die Entscheidung überlassen.
In einem anderen Zusammenhang wirkt dieselbe Formulierung abweisend: Wenn jemand über ein ernstes Problem spricht, kann Das ist mir egal mangelnde Anteilnahme zeigen. Entscheidend sind Gegenstand, Ton und Situation. Aus dem Wort allein lässt sich keine dauerhafte Haltung sicher erschließen.
Daneben gibt es die seltenere Bedeutung gleichmäßig oder eben, etwa bei der Beschaffenheit von Waren oder Flächen. Sie ist von der alltäglichen Aussage der Gleichgültigkeit zu unterscheiden. Nicht jede gebeugte Form von egal gehört daher zu einer Aussage über Gefühle.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Mir ist egal, ob wir drinnen oder draußen sitzen.“ Die Person äußert keine Vorliebe zwischen den genannten Möglichkeiten.
- „Dass ihre Freundin traurig ist, scheint ihr egal zu sein.“ Hier geht es um eine mögliche fehlende Anteilnahme; „scheint“ kennzeichnet die Beobachtung als Deutung.
- „Egal, welchen Weg du nimmst, beide führen zum Tor.“ Die Wahl des Weges verändert das genannte Ergebnis nicht.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Gleichgültig kann eine Person oder ihre Haltung beschreiben: eine gleichgültige Antwort. Bei egal ist dagegen Die Frage ist ihr egal die gewöhnliche Bauweise. Eine „egale Person“ ist dafür kein natürlicher Ersatz.
Unwichtig bewertet die Bedeutung einer Sache. Mir egal nennt zusätzlich, für wen sie keinen Unterschied macht. Etwas kann einer Person egal sein und für andere dennoch wichtig bleiben.
Schreibweise und Grammatik
Die Schreibweise lautet egal, mit einfachem g. Häufig steht eine Person im Dativ: mir, dir, ihr egal. Für die verbreitete Bedeutung verwendet man das Wort vor allem ungebeugt. Formen wie egale Ware gehören überwiegend zur selteneren Bedeutung „gleichmäßig“.
Steigerung
Die Formen egal – egaler – am egalsten kommen vor, besonders umgangssprachlich: Das wird ihm immer egaler. In sachlichem Stil sind zunehmend gleichgültig oder immer weniger wichtig häufig genauer.
Übliche Satzformen
| Bezug | Beispiel |
|---|---|
| Erste Person | Das ist mir egal. |
| Zweite Person | Die Reihenfolge ist dir egal. |
| Mehrere Personen | Der Termin ist ihnen egal. |
Das Wort bleibt dabei unverändert. Eine volle attributive Tabelle würde für diese häufige Bedeutung untypische Wortgruppen nahelegen.
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene lässt Rika ihre Freundin den Film aussuchen. Als diese später von einem Streit erzählt, hört Rika aufmerksam zu.
Rika ist die Filmwahl egal; die Sorgen ihrer Freundin sind es nicht. Sie überlässt ihr die erste Entscheidung und nimmt sich danach Zeit für das Gespräch. Ihre Offenheit bei der Auswahl zeigt deshalb keine allgemeine Gleichgültigkeit.
Das Beispiel verhindert, dass eine einzelne „egal“-Aussage zum Urteil über die ganze Figur wird. Die beiden Gegenstände der Haltung werden ausdrücklich unterschieden. Für eine Charakterisierung ist diese Begrenzung aussagekräftiger als ein pauschales Etikett.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
