einvernehmlich

Einvernehmlich: bedeutet, dass eine Regelung oder Handlung mit Zustimmung der beteiligten Parteien erfolgt. Eine einvernehmliche Lösung wird gemeinsam getragen und nicht bloß von einer Seite durchgesetzt.

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Was bedeutet einvernehmlich?

Im Mittelpunkt steht die Zustimmung zu einem Vorgehen. Die Beteiligten müssen nicht in jeder Frage dieselben Wünsche haben. Sie können unterschiedliche Ausgangspositionen besitzen und sich dennoch auf eine Lösung verständigen, die alle akzeptieren.

Einvernehmlich heißt deshalb nicht automatisch konfliktfrei oder freundschaftlich. Auch nach einem schwierigen Gespräch kann eine gemeinsame Vereinbarung entstehen. Umgekehrt belegt höfliches Schweigen noch keine Zustimmung.

Für eine genaue Beschreibung sollte klar sein, wer beteiligt ist und wozu zugestimmt wurde. Eine Einigung über den Termin sagt nichts über Zustimmung zu allen übrigen Bedingungen aus. Die Reichweite des Einvernehmens bleibt an den genannten Gegenstand gebunden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die beiden Gruppen ändern den Probenplan einvernehmlich.“ Beide Seiten tragen die Änderung mit.
  • „Nach langer Diskussion finden sie eine einvernehmliche Regelung.“ Vorherige Gegensätze schließen eine gemeinsam akzeptierte Lösung nicht aus.
  • „Die Entscheidung wird als einvernehmlich bezeichnet, obwohl eine Beteiligte ausdrücklich widersprochen hat.“ Der Satz macht einen Widerspruch zwischen Bezeichnung und geschildertem Verlauf sichtbar.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Gemeinsam beschreibt Beteiligung, aber nicht zwingend ausdrückliche Zustimmung zu jedem Schritt. Einstimmig wird besonders für übereinstimmende Stimmen in einer Entscheidung verwendet.

Harmonisch bewertet das Zusammenwirken als stimmig. Eine einvernehmliche Vereinbarung kann dagegen aus einer angespannten Verhandlung hervorgehen. Freundlichkeit und Zustimmung sind verschiedene Merkmale.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibweise lautet einvernehmlich, mit h im Bestandteil vernehm. Formen sind ein einvernehmlicher Beschluss, eine einvernehmliche Lösung und mit einvernehmlichen Regelungen.

Steigerung

Die Steigerung einvernehmlich – einvernehmlicher – am einvernehmlichsten ist sprachlich möglich, wenn die gemeinsame Verständigung im Ablauf verglichen wird. Bei einer bestimmten Vereinbarung sollte die Zustimmung der Beteiligten jedoch konkret benannt werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativeinvernehmlichereinvernehmlicheeinvernehmlicheseinvernehmliche
Genitiveinvernehmlicheneinvernehmlichereinvernehmlicheneinvernehmlicher
Dativeinvernehmlichemeinvernehmlichereinvernehmlichemeinvernehmlichen
Akkusativeinvernehmlicheneinvernehmlicheeinvernehmlicheseinvernehmliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativeinvernehmlicheeinvernehmlicheeinvernehmlicheeinvernehmlichen
Genitiveinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlichen
Dativeinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlichen
Akkusativeinvernehmlicheneinvernehmlicheeinvernehmlicheeinvernehmlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativeinvernehmlichereinvernehmlicheeinvernehmlicheseinvernehmlichen
Genitiveinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlichen
Dativeinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlicheneinvernehmlichen
Akkusativeinvernehmlicheneinvernehmlicheeinvernehmlicheseinvernehmlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Zwei erfundene Theatergruppen möchten denselben Raum nutzen. Nach einem Gespräch einigen sie sich darauf, die frühen und späten Termine wöchentlich zu tauschen. Beide bestätigen den Plan.

Die Raumverteilung wird einvernehmlich geregelt. Beide Gruppen verzichten auf einen Teil ihrer ursprünglichen Wünsche und bestätigen den wechselnden Plan. Ihre Interessen bleiben verschieden, die Lösung tragen sie dennoch gemeinsam.

Die Analyse verwechselt Zustimmung nicht mit vollständiger Übereinstimmung aller Wünsche. Der Kompromiss wird durch Bestätigung beider Seiten nachvollziehbar. Ohne diesen Hinweis wäre die Behauptung des Einvernehmens weniger gut gestützt.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.