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elterlich

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
elterlich
Worttrennung
el·ter·lich

Das Wort wird in seiner gewöhnlichen Zuordnungsbedeutung nicht gesteigert. Wenn das Verhalten verglichen werden soll, passen etwa fürsorglicher oder strenger, sofern die Szene diese Eigenschaft tatsächlich zeigt.

Formen und Verwendung im Detail

Elterlich bedeutet „die Eltern betreffend“, „den Eltern gehörend“ oder „von den Eltern ausgehend“. Welche Beziehung gemeint ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Nomen und Zusammenhang.

Was bedeutet elterlich?

Das elterliche Haus kann das Haus der Eltern beziehungsweise das Zuhause der Herkunftsfamilie bezeichnen. Elterlicher Rat geht von den Eltern aus. Elterliche Verantwortung betrifft ihre Rolle gegenüber dem Kind. Die Wortverbindung entscheidet, welcher Bezug im Vordergrund steht.

Das Adjektiv sagt nicht automatisch, dass beide Elternteile in jeder Situation gemeinsam handeln. Ebenso wenig beschreibt es bereits einen liebevollen, strengen oder fürsorglichen Umgang. Solche Bewertungen benötigen zusätzliche Angaben.

Der Ausdruck kann in alltäglichen und institutionellen Zusammenhängen vorkommen. Wenn konkrete Rechte oder Pflichten gemeint sind, reicht die Wortbedeutung nicht aus, um deren Umfang zu bestimmen. Für eine sprachliche Erklärung genügt die Zuordnung zur Elternrolle.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Nach der Ausbildung zieht sie aus dem elterlichen Haus aus.“ Gemeint ist das bisherige Zuhause bei den Eltern, nicht eine Eigenschaft des Hauses.
  • „Er nimmt den elterlichen Rat an, entscheidet aber selbst.“ Der Ursprung des Rates wird genannt; Zustimmung ist keine automatische Folge.
  • „Die Erzählung zeigt verschiedene Formen elterlicher Fürsorge.“ Die Rolle wird benannt, während die konkrete Ausgestaltung untersucht werden muss.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Mütterlich und väterlich beziehen sich jeweils auf einen besonderen Elternbezug oder auf entsprechend wahrgenommenes Verhalten. Elterlich ist in dieser Hinsicht allgemeiner.

Fürsorglich beschreibt eine Haltung oder Handlung. Nicht jede elterliche Entscheidung ist automatisch fürsorglich; auch andere Personen können fürsorglich handeln. Rolle und Verhaltensqualität sollten getrennt bleiben.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibweise lautet elterlich, ohne n vor -lich. Richtig sind elterlicher Rat, die elterliche Wohnung und mit elterlichen Erwartungen. Das Nomen Eltern bleibt dagegen großgeschrieben.

Steigerung

Das Wort wird in seiner gewöhnlichen Zuordnungsbedeutung nicht gesteigert. Wenn das Verhalten verglichen werden soll, passen etwa fürsorglicher oder strenger, sofern die Szene diese Eigenschaft tatsächlich zeigt.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativelterlicherelterlicheelterlicheselterliche
Genitivelterlichenelterlicherelterlichenelterlicher
Dativelterlichemelterlicherelterlichemelterlichen
Akkusativelterlichenelterlicheelterlicheselterliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativelterlicheelterlicheelterlicheelterlichen
Genitivelterlichenelterlichenelterlichenelterlichen
Dativelterlichenelterlichenelterlichenelterlichen
Akkusativelterlichenelterlicheelterlicheelterlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativelterlicherelterlicheelterlicheselterlichen
Genitivelterlichenelterlichenelterlichenelterlichen
Dativelterlichenelterlichenelterlichenelterlichen
Akkusativelterlichenelterlicheelterlicheselterlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung raten die Eltern ihrer Tochter, eine Bewerbung sorgfältig zu prüfen. Sie begründen ihre Bedenken und lassen ihr anschließend die Entscheidung.

Der elterliche Rat ist in dieser Szene begründet und zurückhaltend. Die Eltern nennen ihre Bedenken, ohne der Tochter die Entscheidung abzunehmen. Ihr Verhalten zeigt hier Fürsorge und Respekt vor ihrer Selbstständigkeit.

Die Analyse unterscheidet den Ursprung des Rates von der Bewertung seiner Form. Das Wort elterlich allein hätte Fürsorge und Respekt noch nicht bewiesen. Diese Deutung wird erst durch die beschriebenen Gesprächshandlungen gestützt.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.