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frontal

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
frontal
Worttrennung
fron·tal

Für eine genau festgelegte Vorderansicht braucht man gewöhnlich keine Steigerung. Bei einer Annäherung an diese Ausrichtung kann stärker frontal oder mehr von vorn verständlicher sein. Frontaler in ein frontaler Blick ist zunächst eine gebeugte Grundstufe und nicht schon eine Vergleichsform.

Formen und Verwendung im Detail

Frontal: von vorn kommend oder unmittelbar nach vorn gerichtet; bei einer Darstellung in Vorderansicht.

Was bedeutet frontal?

Frontal beschreibt eine Richtung oder Ansicht. Eine frontal dargestellte Figur ist von vorn zu sehen. Ein frontaler Stoß trifft von der Vorderseite her. Welche Seite als vorn gilt, muss am Gegenstand oder an seiner Bewegungsrichtung erkennbar sein.

Bei Bildern lässt sich frontal beispielsweise von einer Seitenansicht unterscheiden. Der Ausdruck bezieht sich auf die Ausrichtung zum Betrachtenden beziehungsweise zur Kamera. Er sagt nichts darüber, ob das Bild nah, weit entfernt, farbig oder schwarzweiß ist.

Übertragen kann von einem frontalen Angriff auf eine Position gesprochen werden. Dann wird die Sache unmittelbar angegriffen, statt sie nur beiläufig oder über Umwege anzusprechen. Aus der Richtungsangabe allein folgt aber noch keine allgemeine Eigenschaft wie Mut, Offenheit oder Aggressivität.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Zeichnung zeigt das Haus frontal.“ Die Vorderseite ist dem Betrachtenden zugewandt.
  • „Das Modell wird frontal beleuchtet.“ Das Licht kommt von der Vorderseite her.
  • „In der Debatte greift sie den Vorschlag frontal an.“ Die übertragene Formulierung betont das unmittelbare Vorgehen gegen den Vorschlag.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Direkt kann ohne Umweg oder unverblümt bedeuten. Frontal ist räumlich genauer auf die Vorderseite bezogen. Ein direkter Weg kann seitlich an ein Gebäude heranführen und ist deshalb nicht automatisch frontal.

Flach beschreibt unter anderem geringe Tiefe. Eine frontale Ansicht kann räumliche Formen zeigen und muss deshalb nicht flach wirken. Seitlich und von hinten benennen andere Blickrichtungen, nicht notwendig andere Gegenstände.

Schreibweise und Grammatik

Frontal ist ein Adjektiv und wird mit der Folge -nt- sowie -al geschrieben. Formen sind ein frontaler Blick, eine frontale Ansicht und mit frontalen Aufnahmen. In die Kamera erfasst das Modell frontal bleibt das Wort ungebeugt. Es gehört zur Wortfamilie von Front.

Steigerung

Für eine genau festgelegte Vorderansicht braucht man gewöhnlich keine Steigerung. Bei einer Annäherung an diese Ausrichtung kann stärker frontal oder mehr von vorn verständlicher sein. Frontaler in ein frontaler Blick ist zunächst eine gebeugte Grundstufe und nicht schon eine Vergleichsform.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfrontalerfrontalefrontalesfrontale
Genitivfrontalenfrontalerfrontalenfrontaler
Dativfrontalemfrontalerfrontalemfrontalen
Akkusativfrontalenfrontalefrontalesfrontale
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfrontalefrontalefrontalefrontalen
Genitivfrontalenfrontalenfrontalenfrontalen
Dativfrontalenfrontalenfrontalenfrontalen
Akkusativfrontalenfrontalefrontalefrontalen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfrontalerfrontalefrontalesfrontalen
Genitivfrontalenfrontalenfrontalenfrontalen
Dativfrontalenfrontalenfrontalenfrontalen
Akkusativfrontalenfrontalefrontalesfrontalen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Fotoaufgabe soll Eda ein kleines Gebäudemodell zunächst frontal und dann seitlich aufnehmen. Für das erste Bild stellt sie die Kamera gegenüber dem Haupteingang auf. Für das zweite bewegt sie sich an eine Seitenwand, ohne das Modell zu verändern.

Die erste Aufnahme zeigt das Modell frontal, weil die Kamera auf seine Vorderseite gerichtet ist. Die zweite zeigt denselben Gegenstand aus einer anderen Richtung. Die Veränderung betrifft den Blickpunkt und nicht die Form oder Qualität des Modells.

Der Absatz erklärt die räumliche Beziehung zwischen Kamera und Gegenstand. Eine frontale Aufnahme ist weder automatisch sachlicher noch mutiger gestaltet als eine Seitenansicht. Solche weitergehenden Bewertungen müssten am Zweck und an der Wirkung der konkreten Darstellung begründet werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.