funktional
Form & Grammatik
- Lemma
- funktional
- Wortart
- Adjektiv
- Worttrennung
- funk·ti·o·nal
- Steigerung
- funktionaler – am funktionalsten bei einer Bewertung als zweckmäßig. Eine bloße Funktionszuordnung wird normalerweise nicht gesteigert.
- Formen
- ein funktionaler Aufbau; mit funktionalen Elementen
funktional bezieht sich auf eine Funktion oder Aufgabe. Bei der Gestaltung von Räumen und Gegenständen bedeutet es besonders, dass der vorgesehene Gebrauch die Anordnung bestimmt.
Bedeutungen
Auf eine Aufgabe bezogen
Eine funktionale Betrachtung untersucht, welche Aufgabe etwas in einem größeren Zusammenhang erfüllt. In der Sprachwissenschaft kann sie beispielsweise die Leistung eines Satzteils betrachten.
„Die Analyse beschreibt die funktionale Rolle des Satzteils im Satz.“
Es geht um dessen Aufgabe. Eine Aussage über Schönheit oder praktische Einrichtung ist hier nicht gemeint.
Am vorgesehenen Gebrauch ausgerichtet
Bei einer Gestaltung hebt funktional hervor, dass Aufbau und Anordnung den Zweck unterstützen. Der vorgesehene Gebrauch ist der Maßstab.
„Die Werkbank ist funktional eingerichtet: Häufig benötigte Werkzeuge liegen in Griffnähe.“
Das Beispiel benennt einen konkreten Nutzen. Eine schmucklose Werkbank wäre nicht allein deshalb ebenso gut angeordnet.
funktional: Synonyme und andere Wörter
Die Gestaltung beurteilen
Zweckmäßig ist eine nahe Umschreibung. Praktisch kann allgemeiner gut brauchbar bedeuten und auch Fähigkeiten einer Person beschreiben.
„Die Ablagen sind funktional angeordnet.“ – „Die Ablagen sind zweckmäßig angeordnet.“ Beide Sätze brauchen einen Bezug zum vorgesehenen Arbeitsablauf.
Aufbau und Betriebszustand unterscheiden
funktionsfähig
Funktionsfähig besagt, dass etwas seine Aufgabe erfüllen kann. Funktional kann dagegen das Gestaltungskonzept betreffen; ein zweckmäßig gebautes Gerät kann trotzdem beschädigt sein.
„Die Anordnung ist funktional, aber ein Gerät ist nicht funktionsfähig.“ Der Satz unterscheidet die Gestaltung vom tatsächlichen Betriebszustand.
Beispiele und Verwendung
- „Die funktionale Anordnung der Werkzeuge verkürzt die Wege am Arbeitsplatz.“ Die Gestaltung wird mit einer konkreten Tätigkeit begründet.
- „Die Untersuchung fragt nach der funktionalen Rolle des Satzteils.“ Hier geht es um dessen Aufgabe im sprachlichen Zusammenhang.
- „Der Raum ist schlicht, aber nicht besonders funktional eingerichtet.“ Wenig Schmuck allein garantiert keine zweckmäßige Nutzung.
Grammatik und Beugung
Funktional wird mit k in Funktion und mit der Endung -al geschrieben. Formen sind ein funktionaler Aufbau, eine funktionale Gestaltung und mit funktionalen Elementen. Nach sein oder gestalten bleibt die Grundform stehen. Das zugehörige Nomen lautet Funktionalität.
Steigerung
In der wertenden Bedeutung zweckmäßig sind funktionaler und am funktionalsten möglich. Dabei sollte derselbe Gebrauch verglichen werden. Bei einer bloßen Zuordnung, etwa zur Funktion eines Satzteils, ist die Steigerung normalerweise nicht sinnvoll. Mehr Funktionen zu besitzen heißt außerdem nicht automatisch, für einen bestimmten Zweck funktionaler zu sein.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | funktionaler | funktionale | funktionales | funktionale |
| Genitiv | funktionalen | funktionaler | funktionalen | funktionaler |
| Dativ | funktionalem | funktionaler | funktionalem | funktionalen |
| Akkusativ | funktionalen | funktionale | funktionales | funktionale |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | funktionale | funktionale | funktionale | funktionalen |
| Genitiv | funktionalen | funktionalen | funktionalen | funktionalen |
| Dativ | funktionalen | funktionalen | funktionalen | funktionalen |
| Akkusativ | funktionalen | funktionale | funktionale | funktionalen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | funktionaler | funktionale | funktionales | funktionalen |
| Genitiv | funktionalen | funktionalen | funktionalen | funktionalen |
| Dativ | funktionalen | funktionalen | funktionalen | funktionalen |
| Akkusativ | funktionalen | funktionale | funktionales | funktionalen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Herkunft
Das Adjektiv gehört zur Wortfamilie von Funktion. Dieses Nomen geht auf lateinisch functio für Verrichtung oder Geltung zurück, zu fungi. Der Aufgabenbezug ist auch in der heutigen Bedeutung von funktional erkennbar.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Werkstattszene werden häufig gebrauchte Scheren und Lineale in Griffnähe angeordnet. Selten benötigte Materialien kommen in beschriftete Schränke. Anschließend erprobt die Gruppe, ob mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können, ohne einander zu behindern.
Die neue Einrichtung ist funktional, weil ihre Anordnung den vorgesehenen Arbeitsablauf unterstützt. Der Test mit mehreren Beteiligten zeigt, ob die zunächst plausible Gestaltung im Gebrauch trägt. Die Farbe der Schränke ist für dieses Urteil nicht ausschlaggebend.
Der Absatz nennt einen Zweck und passende Beobachtungen. Er schreibt dem Raum keine allgemeine Überlegenheit für jede Tätigkeit zu. Für eine Charakterisierung könnte die Planung praktisches Denken der Beteiligten zeigen, müsste aber an deren konkreten Entscheidungen erläutert werden.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
