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geköpert

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
geköpert
Worttrennung
ge·kö·pert

Eine gewöhnliche Steigerung ist nicht sinnvoll, weil die Bezeichnung eine Webart nennt. Ein deutlicher sichtbarer Grat kann ausgeprägter sein; der Stoff ist dadurch nicht „geköperter“. Für Vergleiche lassen sich Struktur, Feinheit oder Dichte jeweils gesondert beschreiben.

Formen und Verwendung im Detail

Geköpert: In Köperbindung gewebt, also in einer Webart mit charakteristisch schräg verlaufender Struktur.

Was bedeutet geköpert?

Geköpert beschreibt die Bindung eines Gewebes: die Art, wie die beiden Fadensysteme miteinander verkreuzt sind. Bei der Köperbindung entsteht ein charakteristischer schräger Grat. Das Wort betrifft somit den Aufbau des Stoffes und nicht zunächst seine Farbe oder sein Ausgangsmaterial.

Ein bekanntes Anwendungsbeispiel für Köperbindung ist Denim. Daraus folgt aber nicht, dass jeder geköperte Stoff Jeansstoff wäre. Die Webart kann mit unterschiedlichen Garnen und Materialien ausgeführt werden. Ihre konkrete Wirkung hängt deshalb auch von weiteren Eigenschaften des Gewebes ab.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Stoffprobe ist deutlich geköpert.“ Ihre Webstruktur zeigt den charakteristischen schrägen Verlauf.
  • „Für den Vergleich liegen ein geköpertes und ein anders gebundenes Gewebe bereit.“ Verglichen wird zunächst die Bindung, nicht automatisch die Qualität.
  • „Der geköperte Stoff besitzt zusätzlich ein aufgedrucktes Muster.“ Webstruktur und Druckgestaltung sind zwei verschiedene Merkmale.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Gewebt ist die allgemeinere Bezeichnung. Geköpert nennt eine bestimmte Webart. Gestrickt beschreibt dagegen eine andere Art, eine textile Fläche aus Maschen herzustellen. Die Wörter lassen sich nicht allein wegen einer ähnlichen Oberfläche austauschen.

Gestreift betrifft ein sichtbares Streifenmuster. Schräg aufgedruckte Streifen beweisen keine Köperbindung. Auch baumwollen oder wollen bezeichnet das Material und nicht die Bindung. Ein sorgfältiger Text hält Material, Aufbau und Gestaltung auseinander.

Schreibweise und Grammatik

Geköpert wird mit ö und der Endung -ert geschrieben. Formen sind ein geköperter Stoff, eine geköperte Bahn, mit geköperten Geweben. Der Stamm lautet geköpert-. Nach sein steht die Grundform: Das Gewebe ist geköpert.

Steigerung

Eine gewöhnliche Steigerung ist nicht sinnvoll, weil die Bezeichnung eine Webart nennt. Ein deutlicher sichtbarer Grat kann ausgeprägter sein; der Stoff ist dadurch nicht „geköperter“. Für Vergleiche lassen sich Struktur, Feinheit oder Dichte jeweils gesondert beschreiben.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgeköpertergeköpertegeköpertesgeköperte
Genitivgeköpertengeköpertergeköpertengeköperter
Dativgeköpertemgeköpertergeköpertemgeköperten
Akkusativgeköpertengeköpertegeköpertesgeköperte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgeköpertegeköpertegeköpertegeköperten
Genitivgeköpertengeköpertengeköpertengeköperten
Dativgeköpertengeköpertengeköpertengeköperten
Akkusativgeköpertengeköpertegeköpertegeköperten
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgeköpertergeköpertegeköpertesgeköperten
Genitivgeköpertengeköpertengeköpertengeköperten
Dativgeköpertengeköpertengeköpertengeköperten
Akkusativgeköpertengeköpertegeköpertesgeköperten

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Werkstattstunde betrachten Lernende zwei Stoffproben unter einer Lupe. Bei einer Probe erkennen sie schräge Linien, die durch die Fadenverkreuzung entstehen. Die andere besitzt lediglich ein aufgedrucktes diagonales Muster.

Die erste Probe ist geköpert. Ihr schräger Grat gehört zum Aufbau des Gewebes. Bei der zweiten Probe liegt die diagonale Wirkung dagegen im Druckbild; daraus allein lässt sich ihre Bindung nicht bestimmen.

Der Absatz begründet die Fachbezeichnung mit der beobachteten Struktur. Er verspricht keine bestimmte Haltbarkeit oder Eignung für Kleidung. Solche Eigenschaften hängen auch von Garn, Material und Verarbeitung ab und müssen eigenständig geprüft werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.