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gelaunt

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
gelaunt
Worttrennung
ge·launt

Üblich sind gut gelaunt – besser gelaunt – am besten gelaunt sowie schlecht gelaunt – schlechter gelaunt. Der Vergleich wird durch das bestimmende Wort ausgedrückt. „Ein gut gelaunter Gast“ enthält noch keine Steigerung.

Formen und Verwendung im Detail

Gelaunt: In einer bestimmten Stimmung befindlich; gewöhnlich mit einer Ergänzung wie gut, schlecht oder fröhlich.

Was bedeutet gelaunt?

Gelaunt beschreibt eine augenblickliche Gefühlslage. Meist benötigt das Wort eine nähere Bestimmung: gut gelaunt, schlecht gelaunt oder heiter gelaunt. Erst diese Ergänzung sagt, welche Stimmung gemeint ist. Die bloße Aussage „Sie ist gelaunt“ bleibt im heutigen gewöhnlichen Gebrauch auffällig unvollständig.

Eine Stimmung ist nicht dasselbe wie ein fester Charakterzug. Jemand kann an einem Morgen schlecht gelaunt sein und sich trotzdem höflich verhalten. Auch ein gut gelaunter Eindruck verrät nicht alles über die innere Verfassung. Die Beschreibung sollte deshalb an die konkrete Situation gebunden bleiben.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Nach dem gemeinsamen Essen sind die Gäste gut gelaunt.“ Die Aussage betrifft ihre Stimmung zu diesem Zeitpunkt.
  • „Der schlecht gelaunte Erzähler antwortet nur knapp.“ Stimmung und beobachtbare Reaktion werden miteinander verbunden.
  • „Heute wirkt sie besser gelaunt als gestern.“ Die Ergänzung besser trägt den Vergleich zwischen zwei Situationen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Gestimmt ist in Verbindungen wie fröhlich gestimmt nah verwandt. Aufgelegt kann ebenfalls eine Stimmung oder Bereitschaft ausdrücken. Die Wörter brauchen je nach Verwendung eine genauere Ergänzung.

Launisch bezeichnet dagegen wechselnde, oft schwer vorhersehbare Stimmungen oder Reaktionen. Einmal schlecht gelaunt zu sein reicht für diese Einordnung nicht aus. Launig bedeutet wiederum humorvoll oder heiter und ist nicht die Kurzform von schlecht gelaunt.

Schreibweise und Grammatik

Gelaunt wird mit au geschrieben. Vor einem Nomen wird nur die Endung von gelaunt angepasst: ein gut gelaunter Gast, eine schlecht gelaunte Figur, mit fröhlich gelaunten Freunden. Verbindungen wie gut gelaunt können auch zusammengeschrieben werden; die getrennte Form ist besonders übersichtlich. Die Tabellen zeigen gelaunt mit seinen Endungen, die Stimmungsergänzung ist jeweils mitzudenken.

Steigerung

Üblich sind gut gelaunt – besser gelaunt – am besten gelaunt sowie schlecht gelaunt – schlechter gelaunt. Der Vergleich wird durch das bestimmende Wort ausgedrückt. „Ein gut gelaunter Gast“ enthält noch keine Steigerung.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgelauntergelauntegelauntesgelaunte
Genitivgelauntengelauntergelauntengelaunter
Dativgelauntemgelauntergelauntemgelaunten
Akkusativgelauntengelauntegelauntesgelaunte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgelauntegelauntegelauntegelaunten
Genitivgelauntengelauntengelauntengelaunten
Dativgelauntengelauntengelauntengelaunten
Akkusativgelauntengelauntegelauntegelaunten
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgelauntergelauntegelauntesgelaunten
Genitivgelauntengelauntengelauntengelaunten
Dativgelauntengelauntengelauntengelaunten
Akkusativgelauntengelauntegelauntesgelaunten

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung kommt eine Figur nach einem misslungenen Tag nach Hause. Sie antwortet zunächst einsilbig. Nach einem gemeinsamen Spiel lacht sie und beteiligt sich lebhaft am Gespräch.

Am Ende der Szene wirkt die Figur besser gelaunt. Ihr Lachen und ihre lebhafteren Antworten zeigen einen Stimmungswechsel gegenüber dem Beginn. Die Erzählung stellt diesen Wandel im Verlauf des gemeinsamen Abends dar.

Der Absatz vergleicht konkrete Verhaltensweisen und hält die zeitliche Begrenzung fest. Er erklärt die Figur nicht pauschal für launisch und behauptet auch nicht, dass alle Probleme gelöst wären. Eine veränderte Stimmung und eine veränderte Lebenslage sind unterschiedliche Aussagen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.