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gelblich

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
gelblich
Worttrennung
gelb·lich
Komparativ
gelblicher
Superlativ
am gelblichsten

Die regelmäßige Steigerung lautet gelblich – gelblicher – am gelblichsten. Sie kann einen stärker erkennbaren Gelbstich vergleichen. Helligkeit und Sättigung sind andere Merkmale und sollten bei Bedarf ausdrücklich benannt werden.

Formen und Verwendung im Detail

Gelblich: Leicht gelb getönt oder im Farbeindruck an Gelb angenähert.

Was bedeutet gelblich?

Gelblich beschreibt einen Gelbstich oder eine Annäherung an Gelb. Eine Fläche muss dafür nicht kräftig gelb sein. Gerade bei einem sonst weißen oder andersfarbigen Gegenstand kann das Wort eine feine Tönung ausdrücken. Es eignet sich auch, wenn der Farbeindruck nicht eindeutig einer reinen Farbbezeichnung zugeordnet werden soll.

Die Bezeichnung sagt noch nichts über die Ursache aus. Gelbliches Licht kann eine Oberfläche anders erscheinen lassen, und ein Gegenstand kann selbst gelblich gefärbt sein. Eine Beschreibung sollte diese Möglichkeiten nicht ohne weitere Beobachtungen vermischen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das Papier hat einen gelblichen Ton.“ Gemeint ist eine leichte Gelbfärbung, nicht zwingend ein kräftiges Gelb.
  • „Die Lampe verbreitet gelblich weißes Licht.“ Gelblich präzisiert hier den Weißton.
  • „Unter der zweiten Beleuchtung wirkt die Wand gelblicher.“ Verglichen wird der Farbeindruck unter unterschiedlichen Bedingungen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Gelb ordnet die Farbe unmittelbarer dem Gelbbereich zu. Gelblich schwächt oder nähert die Zuordnung an. Blassgelb bezeichnet dagegen ausdrücklich ein schwaches Gelb; nicht jeder gelbliche Farbton muss insgesamt blass sein.

Gelbbraun benennt Braun mit gelblichem Einschlag. Vergilbt beschreibt eine eingetretene Veränderung zum Gelblichen, während gelblich nur den gegenwärtigen Eindruck nennt. Ein von Anfang an cremefarbiges Papier ist nicht allein wegen seines Gelbstichs nachweislich gealtert.

Schreibweise und Grammatik

Gelblich entsteht aus gelb mit der Endung -lich. Der Buchstabe b bleibt stehen: ein gelblicher Schimmer, eine gelbliche Fläche, mit gelblichem Licht. Verbindungen mit weiteren Farbadjektiven werden getrennt geschrieben, etwa gelblich weiß oder gelblich grün. Nur das letzte Adjektiv erhält dabei die erforderliche Endung: gelblich grünes Licht.

Steigerung

Die regelmäßige Steigerung lautet gelblich – gelblicher – am gelblichsten. Sie kann einen stärker erkennbaren Gelbstich vergleichen. Helligkeit und Sättigung sind andere Merkmale und sollten bei Bedarf ausdrücklich benannt werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgelblichergelblichegelblichesgelbliche
Genitivgelblichengelblichergelblichengelblicher
Dativgelblichemgelblichergelblichemgelblichen
Akkusativgelblichengelblichegelblichesgelbliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgelblichegelblichegelblichegelblichen
Genitivgelblichengelblichengelblichengelblichen
Dativgelblichengelblichengelblichengelblichen
Akkusativgelblichengelblichegelblichegelblichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgelblichergelblichegelblichesgelblichen
Genitivgelblichengelblichengelblichengelblichen
Dativgelblichengelblichengelblichengelblichen
Akkusativgelblichengelblichegelblichesgelblichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Zeichenstunde wird derselbe weiße Gegenstand nacheinander unter zwei Lampen betrachtet. Unter der ersten wirkt er neutral weiß, unter der zweiten zeigt die Wahrnehmung einen gelblichen Einschlag.

Unter der zweiten Lampe erscheint der Gegenstand gelblicher. Die veränderte Beleuchtung beeinflusst den Farbeindruck, obwohl der Gegenstand selbst derselbe bleibt. Der Vergleich trennt die wahrgenommene Tönung von einer behaupteten Materialveränderung.

Der Absatz nennt die veränderte Bedingung und begrenzt den Schluss darauf. Er behauptet weder eine chemische Veränderung noch eine bestimmte Lichttemperatur. Für eine solche Aussage wären Messungen oder weitere Informationen nötig; das Farbadjektiv beschreibt zunächst die Beobachtung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.