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goldhaltig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
goldhaltig
Worttrennung
gold·hal·tig
Komparativ
goldhaltiger
Superlativ
am goldhaltigsten

Österreichisch auch goldhältig. Für bloße Goldhaltigkeit gewöhnlich Grundform; beim Vergleich eines Anteils ist mit höherem Goldgehalt oder eine Mengenangabe genauer.

Formen und Verwendung im Detail

Goldhaltig: Gold enthaltend; österreichisch auch goldhältig.

Was bedeutet goldhaltig?

Goldhaltig beschreibt die Zusammensetzung eines Stoffes. Gold ist darin enthalten, ohne dass das Wort bereits einen bestimmten Anteil nennt. Eine goldhaltige Probe kann daher zusätzlich viele andere Bestandteile besitzen. Für eine genaue Aussage über die Zusammensetzung muss der Goldgehalt gesondert angegeben werden.

Die Bezeichnung ist von einem bloßen Farbeindruck zu unterscheiden. Ein gelb glänzender Gegenstand ist nicht allein deshalb goldhaltig. Umgekehrt lässt sich aus einer unauffälligen Oberfläche nicht sicher auf fehlendes Gold schließen. Das Adjektiv behauptet einen stofflichen Befund, den das Aussehen für sich allein nicht belegt.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Untersuchung bezeichnet die Probe als goldhaltig.“ Der Satz berichtet einen festgestellten Bestandteil, aber noch keine Mengenangabe.
  • „Das goldhaltige Material enthält außerdem andere Stoffe.“ Goldhaltig bedeutet nicht aus reinem Gold bestehend.
  • „Der goldfarbene Lack muss nicht goldhaltig sein.“ Farbe und stoffliche Zusammensetzung werden getrennt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Goldfarben betrifft das sichtbare Erscheinungsbild. Golden kann Material oder Farbe meinen und ist deshalb je nach Zusammenhang mehrdeutig. Goldhaltig beschränkt die Aussage darauf, dass Gold zu den Bestandteilen gehört.

Goldreich legt einen vergleichsweise großen Anteil nahe. Goldhaltig enthält diese Mengenbewertung nicht. Auch wertvoll folgt nicht unmittelbar aus dem Wort: Für eine wirtschaftliche Beurteilung wären unter anderem Menge und weitere Bedingungen zu prüfen. Die bloße Benennung eines Bestandteils ersetzt diese Betrachtung nicht.

Schreibweise und Grammatik

Goldhaltig wird zusammengeschrieben, mit a in haltig. In Österreich ist auch goldhältig gebräuchlich. Formen sind ein goldhaltiger Stoff, eine goldhaltige Probe, mit goldhaltigen Materialien. Die Variante wird entsprechend gebeugt: eine goldhältige Probe. Beide Schreibungen bezeichnen hier dieselbe stoffliche Eigenschaft.

Steigerung

Für die bloße Feststellung, dass Gold enthalten ist, wird keine Steigerung benötigt. Beim Vergleich verschiedener Anteile sind mit höherem Goldgehalt oder konkrete Mengenangaben eindeutiger. Goldhaltiger Stoff enthält zunächst nur die Beugungsendung der Grundstufe und behauptet keinen höheren Anteil.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgoldhaltigergoldhaltigegoldhaltigesgoldhaltige
Genitivgoldhaltigengoldhaltigergoldhaltigengoldhaltiger
Dativgoldhaltigemgoldhaltigergoldhaltigemgoldhaltigen
Akkusativgoldhaltigengoldhaltigegoldhaltigesgoldhaltige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgoldhaltigegoldhaltigegoldhaltigegoldhaltigen
Genitivgoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigen
Dativgoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigen
Akkusativgoldhaltigengoldhaltigegoldhaltigegoldhaltigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativgoldhaltigergoldhaltigegoldhaltigesgoldhaltigen
Genitivgoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigen
Dativgoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigengoldhaltigen
Akkusativgoldhaltigengoldhaltigegoldhaltigesgoldhaltigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Ausstellung liegen zwei äußerlich ähnliche Materialproben nebeneinander. Die Beschriftung nennt nur eine davon goldhaltig und verweist auf das Untersuchungsergebnis. Eine Besucherin ergänzt in ihren Notizen ausdrücklich, dass der Glanz die Zusammensetzung nicht beweist.

Die Bezeichnung goldhaltig stützt sich in der Ausstellung auf die Untersuchung der Probe. Der ähnliche Glanz der zweiten Probe genügt nicht für dieselbe Einordnung. Farbeindruck und nachgewiesener Bestandteil werden deshalb getrennt beschrieben.

Der Absatz erklärt die Aussagekraft eines Materialwortes, ohne ein bestimmtes Untersuchungsverfahren vorzugeben. Er lässt außerdem den Anteil und eine mögliche Verwertbarkeit offen. Für eine sachliche Beschreibung ist diese Begrenzung wichtig: Goldhaltig ist eine Zusammensetzungsangabe und noch kein vollständiges Wertgutachten.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.