handschriftlich

Handschriftlich: Mit der Hand geschrieben oder in einer Handschrift überliefert.

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Was bedeutet handschriftlich?

Handschriftlich beschreibt, wie ein Text geschrieben wurde. Eine handschriftliche Notiz entsteht durch das Schreiben mit der Hand, etwa mit einem Stift. Sie unterscheidet sich dadurch von einem getippten oder gedruckten Text.

In der Beschäftigung mit älteren Texten kann das Wort außerdem die Überlieferung in einer Handschrift bezeichnen. Eine handschriftliche Fassung ist dann eine entsprechende Textfassung, nicht einfach ein beliebiges altes Dokument. Ein Druck kann ebenso alt sein, ohne deshalb handschriftlich zu sein.

Die Schreibweise sagt nichts über die Lesbarkeit, Sorgfalt oder Wahrheit des Inhalts aus. Eine handschriftliche Nachricht kann gut lesbar oder schwer zu entziffern sein. Diese Merkmale müssen gesondert beschrieben werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Am Rand stehen handschriftliche Ergänzungen zur gedruckten Anleitung.“ Druck und nachträgliche Einträge werden unterschieden.
  • „Die Schülerin gibt eine handschriftliche Skizze ihres Gedankengangs ab.“ Die Notizen wurden von Hand geschrieben.
  • „Das Archiv bewahrt eine handschriftliche Fassung des Gedichts auf.“ Das Adjektiv beschreibt die Form der Überlieferung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Händisch bedeutet manuell und ist weiter gefasst. Wer einen Text über die Tastatur eingibt, kann ihn händisch übertragen, schreibt ihn aber nicht handschriftlich.

Schriftlich umfasst auch getippte und gedruckte Mitteilungen. Persönlich beschreibt dagegen eine Beziehung oder einen individuellen Ton. Eine handschriftliche Karte wirkt möglicherweise persönlich, doch diese Wirkung ist eine zusätzliche Deutung und keine feste Wortbedeutung.

Schreibweise und Grammatik

Handschriftlich wird zusammengeschrieben und enthält ftl in der Mitte. Es heißt ein handschriftlicher Vermerk, eine handschriftliche Ergänzung, mit handschriftlichen Notizen. Beim Verb bleibt die Grundform: etwas handschriftlich ergänzen.

Steigerung

Eine gewöhnliche Steigerung gibt es nicht. Ein Text ist nicht handschriftlicher, nur weil seine Buchstaben ungleichmäßiger aussehen. Für einen Vergleich passen je nach Beobachtung etwa leserlicher, gleichmäßiger oder flüchtiger geschrieben.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativhandschriftlicherhandschriftlichehandschriftlicheshandschriftliche
Genitivhandschriftlichenhandschriftlicherhandschriftlichenhandschriftlicher
Dativhandschriftlichemhandschriftlicherhandschriftlichemhandschriftlichen
Akkusativhandschriftlichenhandschriftlichehandschriftlicheshandschriftliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativhandschriftlichehandschriftlichehandschriftlichehandschriftlichen
Genitivhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichen
Dativhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichen
Akkusativhandschriftlichenhandschriftlichehandschriftlichehandschriftlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativhandschriftlicherhandschriftlichehandschriftlicheshandschriftlichen
Genitivhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichen
Dativhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichenhandschriftlichen
Akkusativhandschriftlichenhandschriftlichehandschriftlicheshandschriftlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Bildbeschreibung wird ein ausgedruckter Brief mit einer Unterschrift betrachtet. Eine Schülerin bezeichnet zunächst den gesamten Brief als handschriftlich. Anschließend prüft sie, welche Teile tatsächlich von Hand geschrieben wurden.

Der Brief ist gedruckt und handschriftlich unterschrieben. Damit werden die beiden Herstellungsweisen genau zugeordnet. Die Unterschrift macht den übrigen Text nicht nachträglich zu einer Handschrift.

Die Präzisierung vermeidet eine pauschale Beschreibung. Sie ist besonders bei Dokumenten hilfreich, die aus mehreren Schichten bestehen: gedruckter Vorlage, handschriftlichen Ergänzungen und eventuell späteren Abschriften.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.