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hügelig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
hügelig
Worttrennung
hü·ge·lig
Komparativ
hügeliger
Superlativ
am hügeligsten

Die Steigerung lautet hügelig – hügeliger – am hügeligsten. Gemeint sein kann eine stärkere oder häufigere Prägung durch Hügel. Für einen genauen Streckenvergleich sollte man den Maßstab erläutern, etwa das häufigere Auf und Ab. Der höchste einzelne Punkt allein macht eine ganze Strecke nicht zwingend zur hügeligsten.

Formen und Verwendung im Detail

Hügelig: Mit Hügeln versehen oder durch wiederkehrende Erhebungen und Senken geprägt.

Was bedeutet hügelig?

Hügelig beschreibt vor allem die Form einer Landschaft oder Oberfläche. Ein hügeliges Gelände besitzt mehrere Erhebungen; es verläuft nicht durchgehend eben. Der Ausdruck kann einen weiten Landschaftseindruck zusammenfassen, ohne die Höhe oder Steilheit jedes einzelnen Hügels anzugeben.

Auch eine Strecke kann hügelig genannt werden, wenn sie durch ein solches Gelände führt oder wiederholt ansteigt und abfällt. Daraus folgt noch nicht, dass jeder Abschnitt schwierig zu begehen ist. Die Oberflächenform, die Beschaffenheit des Weges und die Anstrengung für eine bestimmte Person sind unterschiedliche Fragen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Hinter dem Dorf beginnt eine hügelige Landschaft.“ Der Satz beschreibt das wiederkehrende Auf und Ab des Geländes.
  • „Die erste Hälfte der Strecke ist hügeliger als die zweite.“ Es wird die stärkere Prägung durch Erhebungen und Senken verglichen.
  • „Die hügelige Wiese ist frisch gemäht.“ Die Geländeform und der Zustand des Bewuchses werden getrennt beschrieben.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Bergig betont Berge und lässt gewöhnlich ausgeprägtere Erhebungen erwarten. Daraus ergibt sich jedoch keine feste, allein im Wort enthaltene Höhenmessung. Uneben ist weiter: Schon kleine Vertiefungen, Steine oder Furchen können einen Weg uneben machen, ohne dass die Landschaft hügelig ist.

Wellig kann eine ähnliche sanfte Folge von Erhebungen und Senken ausdrücken, wird aber auch für andere Oberflächen verwendet. Abwechslungsreich beschreibt Vielfalt und ist keine genaue Entsprechung. Eine ebene Landschaft kann vielfältig sein, eine hügelige Landschaft vergleichsweise gleichförmig wirken.

Schreibweise und Grammatik

Hügelig wird mit ü und der Endung -elig geschrieben. Formen sind ein hügeliger Weg, eine hügelige Landschaft, durch hügeliges Gelände. Das Adjektiv wird regelmäßig gebeugt. Die kürzere Nebenform hüglig kommt ebenfalls vor; die hier gezeigten Tabellen verwenden hügelig.

Steigerung

Die Steigerung lautet hügelig – hügeliger – am hügeligsten. Gemeint sein kann eine stärkere oder häufigere Prägung durch Hügel. Für einen genauen Streckenvergleich sollte man den Maßstab erläutern, etwa das häufigere Auf und Ab. Der höchste einzelne Punkt allein macht eine ganze Strecke nicht zwingend zur hügeligsten.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativhügeligerhügeligehügeligeshügelige
Genitivhügeligenhügeligerhügeligenhügeliger
Dativhügeligemhügeligerhügeligemhügeligen
Akkusativhügeligenhügeligehügeligeshügelige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativhügeligehügeligehügeligehügeligen
Genitivhügeligenhügeligenhügeligenhügeligen
Dativhügeligenhügeligenhügeligenhügeligen
Akkusativhügeligenhügeligehügeligehügeligen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativhügeligerhügeligehügeligeshügeligen
Genitivhügeligenhügeligenhügeligenhügeligen
Dativhügeligenhügeligenhügeligenhügeligen
Akkusativhügeligenhügeligehügeligeshügeligen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Reisegeschichte vergleichen zwei Freunde ihre Spazierwege. Der erste folgt einem ebenen Ufer. Der zweite führt über mehrere niedrige Erhebungen und dazwischenliegende Senken. Auf beiden Wegen stehen dieselben Baumarten, und beide sind ähnlich lang.

Der zweite Weg verläuft durch hügeliges Gelände. Die wiederholten Anstiege und Abstiege begründen diese Beschreibung. Die Länge der Strecke und die Baumarten sind dafür nicht entscheidend; sie betreffen andere Merkmale der Umgebung.

Der Absatz zeigt, wie eine Landschaftsbeschreibung durch konkrete Beobachtungen gestützt wird. Er bewertet den Weg weder als schöner noch als gefährlicher. Solche Aussagen bräuchten zusätzliche Hinweise. In einer literarischen Analyse könnte das Auf und Ab später eine besondere Stimmung unterstützen, doch eine symbolische Bedeutung folgt nicht automatisch aus dem Adjektiv.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.