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hundemüde

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
hundemüde
Worttrennung
hun·de·mü·de

Umgangssprachlich und emotional verstärkend; verwandte Form: hundsmüde.

Im üblichen Gebrauch nicht gesteigert.

Formen und Verwendung im Detail

hundemüde: Hundemüde bedeutet umgangssprachlich sehr müde oder erschöpft; das Wort verstärkt die beschriebene Müdigkeit emotional.

Bedeutung und Zusammenhang

Hundemüde hebt hervor, dass jemand sich außerordentlich müde fühlt. Die Vorsilbe hunde- liefert dabei keine genaue Messung, sondern verstärkt den Ausdruck anschaulich und gefühlsbetont. Das Wort passt besonders in persönliche Erzählungen und Gespräche. Es ist keine medizinische Bezeichnung für eine bestimmte Ursache der Erschöpfung.

Die Müdigkeit kann nach einem langen Arbeitstag, einer Reise oder einer kurzen Nacht auftreten. Welcher Grund tatsächlich vorliegt, sagt das Adjektiv nicht. Auch die bloße Beobachtung einer stillen oder langsamen Person reicht nicht aus, um ihre innere Erschöpfung sicher zu beschreiben. Der Zusammenhang sollte die Einschätzung stützen.

Synonyme im Gebrauch

Sehr müde ist die neutrale Umschreibung. Erschöpft kann stärker den Verbrauch körperlicher oder geistiger Kräfte betonen. Abgekämpft passt zu vorausgegangener Anstrengung und wirkt ebenfalls anschaulich.

Schläfrig bezeichnet vor allem den Drang einzuschlafen. Ausgebrannt kann eine länger anhaltende Überlastung nahelegen und ist deshalb kein bedenkenloser Ersatz für einen einzigen müden Abend. Ein stärker klingendes Wort sollte keine zusätzliche Dauer oder Ursache behaupten.

Wörter im Satz vergleichen

Vergleiche: „Nach der Nachtfahrt war Tom hundemüde.“
„Nach der Nachtfahrt war Tom sehr müde.“

Die Grundbedeutung bleibt erhalten. Hundemüde lässt Toms Erschöpfung im persönlichen Erzählton stärker spüren. Sehr müde ist zurückhaltender und eignet sich eher für eine sachliche Wiedergabe.

Vergleiche: „Sie kam hundemüde von der Wanderung zurück.“
„Sie kam gelangweilt von der Wanderung zurück.“

Müdigkeit betrifft den Zustand der Kräfte; Langeweile die fehlende Anregung oder das Interesse. Eine anstrengende Wanderung kann Freude machen und trotzdem hundemüde machen. Die beiden Urteile sind nicht gleichbedeutend.

Formen und Beugung

Beugung von hundemüde

Die hundemüden Reisenden sind sehr erschöpft. Die Tabellen zeigen die umgangssprachlich verstärkte Grundstufe; die Form bezeichnet keine bestimmte Ursache der Müdigkeit.

Die Endung vor einem Nomen richtet sich nach Fall, Geschlecht, Zahl und Begleiter. In der gemischten Beugung steht im Plural keine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne ArtikelDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativhundemüderhundemüdehundemüdeshundemüde
Genitivhundemüdenhundemüderhundemüdenhundemüder
Dativhundemüdemhundemüderhundemüdemhundemüden
Akkusativhundemüdenhundemüdehundemüdeshundemüde
Schwache Beugung · nach der, die, dasDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativhundemüdehundemüdehundemüdehundemüden
Genitivhundemüdenhundemüdenhundemüdenhundemüden
Dativhundemüdenhundemüdenhundemüdenhundemüden
Akkusativhundemüdenhundemüdehundemüdehundemüden
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keineDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativhundemüderhundemüdehundemüdeshundemüden
Genitivhundemüdenhundemüdenhundemüdenhundemüden
Dativhundemüdenhundemüdenhundemüdenhundemüden
Akkusativhundemüdenhundemüdehundemüdeshundemüden

Verwendung und Satzbau

Das Adjektiv kann nach sein stehen: „Wir sind hundemüde.“ Vor einem Substantiv erhält es eine passende Endung: „Die hundemüden Reisenden suchten einen ruhigen Platz.“ Es bleibt in beiden Fällen eine anschauliche Einschätzung der Müdigkeit.

In einer Erzählung lässt sich der Zustand durch Handlungen verdeutlichen: Eine Figur legt den Rucksack ab, setzt sich wortlos hin und schläft kurz darauf ein. Solche Einzelheiten können hundemüde plausibel machen. Sie sind aussagekräftiger als eine bloße Wiederholung verstärkender Wörter.

Die verwandte Form hundsmüde ist ebenfalls gebräuchlich. Wer einen einheitlichen Erzählton erhalten möchte, braucht die beiden Formen nicht abwechselnd einzusetzen. Beide sollen die starke Müdigkeit ausdrücken und keine sachlich verschiedenen Zustände unterscheiden.