indisch

Indisch bedeutet Indien oder die Menschen aus Indien betreffend, zu Indien gehörend oder von dort stammend.

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Was bedeutet indisch?

Was genau der Bezug ist, bestimmt das Nomen: Ein indisches Unternehmen hat einen anderen Bezug zum Land als eine indische Erzählung oder ein indisches Gewürzgericht. Der Ausdruck kann Herkunft, kulturellen Zusammenhang oder die Art einer Zubereitung meinen.

Das Adjektiv beschreibt keinen einheitlichen Charakter der Menschen eines Landes. Ebenso wenig ist mit „indisch“ allein eine bestimmte Sprache eindeutig benannt. Bei einer Übersetzung ist deshalb die konkrete Ausgangssprache hilfreicher als eine pauschale Herkunftsangabe.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Bibliothek stellt Romane einer indischen Autorin vor.“ Die Herkunft oder Zugehörigkeit der Autorin wird genannt; die Sprache ihrer Romane ergibt sich daraus noch nicht.
  • „Das Rezept orientiert sich an einer indischen Zubereitung.“ Der Bezug betrifft die Kochweise und ist keine Aussage darüber, wo alle Zutaten gewachsen sind.
  • „Die Ausstellung zeigt indische Handschriften aus unterschiedlichen Regionen.“ Die regionale Ergänzung verhindert, dass sämtliche Werke als einheitlich vorgestellt werden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Hinduistisch bezieht sich auf den Hinduismus. Es ist keine allgemeine Entsprechung für indisch: Landesbezug und religiöse Zugehörigkeit sind verschiedene Angaben.

Indianisch ist eine andere, historisch geprägte Bezeichnung mit Bezug auf indigene Bevölkerungen Amerikas. Die ähnlich aussehenden Wörter dürfen nicht vertauscht werden.

Schreibweise und Grammatik

Geschrieben wird indisch, ohne zusätzliches an. Das Adjektiv ist klein: indische Literatur, ein indischer Verlag, mit indischen Texten. Die Einwohnerbezeichnung Inder ist ein Nomen.

Steigerung

Bei einer Herkunfts- oder Zugehörigkeitsangabe wird das Wort nicht sinnvoll gesteigert. Falls ein Text etwas als besonders landestypisch bewertet, sollte er die konkreten Merkmale nennen, statt nationale Zugehörigkeit wie eine messbare Eigenschaft abzustufen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindischerindischeindischesindische
Genitivindischenindischerindischenindischer
Dativindischemindischerindischemindischen
Akkusativindischenindischeindischesindische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindischeindischeindischeindischen
Genitivindischenindischenindischenindischen
Dativindischenindischenindischenindischen
Akkusativindischenindischeindischeindischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindischerindischeindischesindischen
Genitivindischenindischenindischenindischen
Dativindischenindischenindischenindischen
Akkusativindischenindischeindischesindischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Buchvorstellung weiß eine Schülerin, dass die Autorin aus Indien stammt. Auf dem Buchumschlag wird zusätzlich die konkrete Sprache des Originals genannt.

Der Roman stammt von einer indischen Autorin. Für die Übersetzungsangabe wird zusätzlich die auf dem Umschlag genannte Originalsprache übernommen.

Die Beschreibung trennt Herkunft und Sprache. So kann sie präzise bleiben, ohne aus der Herkunft weitere persönliche oder religiöse Eigenschaften abzuleiten.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.