indiskutabel

Indiskutabel bedeutet unannehmbar oder nicht ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Es ist eine deutliche Zurückweisung.

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Was bedeutet indiskutabel?

Wer einen Vorschlag indiskutabel nennt, erklärt ihn für so ungeeignet, dass er aus seiner Sicht keine tragfähige Möglichkeit darstellt. Das Wort beendet sprachlich oft einen Abwägungsraum. Es ersetzt jedoch keine Begründung dafür, weshalb die Lösung nicht infrage kommt.

Auch eine Leistung kann als indiskutabel bewertet werden. Dann gilt sie als deutlich unter dem erforderlichen Maß. Der Maßstab und die tatsächlichen Mängel sollten benannt werden, damit die Kritik nachvollziehbar bleibt.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die verlangte Summe ist für das kleine Budget indiskutabel.“ Die Ablehnung wird an eine konkrete finanzielle Grenze gebunden.
  • „Die vorgeschlagene Lösung ist indiskutabel, weil sie den Zugang versperrt.“ Der Satz benennt den entscheidenden sachlichen Einwand.
  • „Er bezeichnet die Antwort als indiskutabel, ohne den Fehler zu erklären.“ Die starke Zurückweisung bleibt dadurch unzureichend begründet.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Diskutabel heißt erwägenswert oder einer Diskussion zugänglich. Umstritten besagt dagegen, dass unterschiedliche Auffassungen bestehen; ein umstrittener Vorschlag ist nicht automatisch indiskutabel.

Undiskutiert bedeutet lediglich noch nicht besprochen. Unbestreitbar ist sogar etwas anderes: Eine unbestreitbare Tatsache wird als richtig anerkannt, ein indiskutabler Vorschlag abgelehnt.

Schreibweise und Grammatik

Die Grundform lautet indiskutabel. Vor Endungen entfällt das unbetonte e: ein indiskutabler Vorschlag, eine indiskutable Leistung.

Steigerung

Möglich ist indiskutabel – indiskutabler – am indiskutabelsten. Solche Steigerungen verstärken die Bewertung; sachlicher ist häufig die genaue Erklärung der Unannehmbarkeit.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindiskutablerindiskutableindiskutablesindiskutable
Genitivindiskutablenindiskutablerindiskutablenindiskutabler
Dativindiskutablemindiskutablerindiskutablemindiskutablen
Akkusativindiskutablenindiskutableindiskutablesindiskutable
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindiskutableindiskutableindiskutableindiskutablen
Genitivindiskutablenindiskutablenindiskutablenindiskutablen
Dativindiskutablenindiskutablenindiskutablenindiskutablen
Akkusativindiskutablenindiskutableindiskutableindiskutablen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindiskutablerindiskutableindiskutablesindiskutablen
Genitivindiskutablenindiskutablenindiskutablenindiskutablen
Dativindiskutablenindiskutablenindiskutablenindiskutablen
Akkusativindiskutablenindiskutableindiskutablesindiskutablen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Planung soll der einzige Durchgang zu einem Raum mit Material zugestellt werden. Eine Teilnehmerin lehnt die Idee entschieden ab und weist auf den versperrten Zugang hin.

Der Vorschlag ist für die Gruppe indiskutabel, weil er den notwendigen Zugang zum Raum blockiert. Gesucht werden muss eine Lagerfläche außerhalb des Durchgangs.

Die Kritik wird durch einen konkret benannten Funktionsverlust begründet. Die Anschlussformulierung eröffnet zugleich eine sinnvolle Alternative.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.