katastrophal
Katastrophal bedeutet außerordentlich schlimm, verheerend oder mit sehr schlechten Folgen verbunden. Umgangssprachlich wird das Wort auch als starke Übertreibung verwendet.
Was bedeutet katastrophal?
Eine katastrophale Versorgungslage betrifft schwerwiegende Probleme. Bei einem katastrophalen Auftritt kann dagegen lediglich gemeint sein, dass jemand sehr unzufrieden war. Die Stärke der tatsächlichen Folgen und die Stärke des Ausdrucks sind deshalb getrennt zu prüfen.
In sachlichen Texten sollte die Bewertung durch konkrete Auswirkungen gestützt werden. In Dialogen kann gerade die Übertreibung zeigen, wie aufgewühlt oder theatralisch eine Figur spricht.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Der Sturm hatte katastrophale Folgen für die Versorgung des Ortes.“ Das Adjektiv benennt eine sehr schwere Schadenswirkung.
- „Mit „katastrophal“ beschrieb sie ihren ersten Probenversuch.“ Dies ist zunächst ihre persönliche Bewertung, kein neutral gemessener Befund.
- „Die fehlende Absprache erwies sich als katastrophal für den Zeitplan.“ Der betreffende Bereich wird ausdrücklich genannt.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Schlecht lässt viele Abstufungen zu. Katastrophal setzt eine besonders starke Bewertung. Ungünstig wäre deutlich zurückhaltender.
Eine Katastrophe und eine umgangssprachlich katastrophal genannte Kleinigkeit sind nicht automatisch gleich schwerwiegend. Der Kontext entscheidet, ob der Ausdruck wörtlich oder übertreibend wirkt.
Schreibweise und Grammatik
Die Schreibung lautet katastrophal, mit ph. Beispiele sind ein katastrophaler Fehler und nach einer katastrophalen Probe.
Steigerung
Die Formen lauten katastrophaler und am katastrophalsten. Trotz der starken Grundbedeutung können Auswirkungen verglichen werden. Nenne möglichst, worin sich ihre Schwere unterscheidet.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | katastrophaler | katastrophale | katastrophales | katastrophale |
| Genitiv | katastrophalen | katastrophaler | katastrophalen | katastrophaler |
| Dativ | katastrophalem | katastrophaler | katastrophalem | katastrophalen |
| Akkusativ | katastrophalen | katastrophale | katastrophales | katastrophale |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | katastrophale | katastrophale | katastrophale | katastrophalen |
| Genitiv | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen |
| Dativ | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen |
| Akkusativ | katastrophalen | katastrophale | katastrophale | katastrophalen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | katastrophaler | katastrophale | katastrophales | katastrophalen |
| Genitiv | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen |
| Dativ | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen | katastrophalen |
| Akkusativ | katastrophalen | katastrophale | katastrophales | katastrophalen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Schulszene nennt Toni einen versprochenen, aber vergessenen Farbstift „katastrophal“. Die Zeichnung lässt sich jedoch mit anderen Stiften fertigstellen.
Tonis Wortwahl übertreibt den tatsächlichen Schaden. „Katastrophal“ zeigt hier vor allem seinen Ärger; die weiterhin mögliche Fertigstellung begrenzt die sachliche Tragweite.
Die Deutung richtet sich auf das Verhältnis zwischen Sprache und Situation. Sie macht aus einer emotionalen Formulierung keine objektive Katastrophenbeschreibung.
Ist katastrophal immer eine sachliche Beschreibung großer Schäden?
Nein. Das Wort kann auch übertreibend gebraucht werden. Entscheidend sind Situation, Sprecherperspektive und tatsächliche Folgen.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
