klerikal

Klerikal bedeutet den Klerus, also die Geistlichkeit, betreffend. Es kann außerdem eine stark kirchlich ausgerichtete Haltung oder Einflussnahme bezeichnen.

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Was bedeutet klerikal?

Die erste Bedeutung ordnet Personen, Ämter oder Strukturen der Geistlichkeit zu. In politischen oder gesellschaftlichen Debatten kann klerikal wertend gebraucht werden, wenn ein starker Einfluss kirchlicher Amtsträger gemeint ist.

Religiöser Glaube und Zugehörigkeit zum Klerus sind nicht dasselbe. Eine gläubige Person muss kein geistliches Amt ausüben; ein religiöses Thema ist nicht automatisch eine klerikale Angelegenheit.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Text beschreibt die klerikale Hierarchie der dargestellten Institution.“ Es geht um die Ordnung geistlicher Ämter.
  • „Die Rede kritisiert klerikalen Einfluss auf die Entscheidung.“ Hier wird eine gesellschaftliche Einflussnahme bewertet.
  • „Die Analyse unterscheidet persönliche Frömmigkeit und klerikale Macht.“ Zwei verschiedene Bereiche werden getrennt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Kirchlich ist weiter gefasst. Religiös betrifft Religion allgemein. Laikal kann im kirchlichen Zusammenhang den nicht dem Klerus angehörenden Bereich bezeichnen.

Schreibweise und Grammatik

Grundform klerikal: ein klerikaler Einfluss, eine klerikale Struktur, mit klerikalen Ämtern.

Steigerung

Bei der Zuordnung zum Klerus keine gewöhnliche Steigerung. Eine stärkere kirchliche Einflussnahme wird besser ausdrücklich als solche beschrieben.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativklerikalerklerikaleklerikalesklerikale
Genitivklerikalenklerikalerklerikalenklerikaler
Dativklerikalemklerikalerklerikalemklerikalen
Akkusativklerikalenklerikaleklerikalesklerikale
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativklerikaleklerikaleklerikaleklerikalen
Genitivklerikalenklerikalenklerikalenklerikalen
Dativklerikalenklerikalenklerikalenklerikalen
Akkusativklerikalenklerikaleklerikaleklerikalen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativklerikalerklerikaleklerikalesklerikalen
Genitivklerikalenklerikalenklerikalenklerikalen
Dativklerikalenklerikalenklerikalenklerikalen
Akkusativklerikalenklerikaleklerikalesklerikalen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen historischen Erzählung streiten Bürger und geistliche Amtsträger über die Besetzung eines Gremiums. Die privaten Glaubensüberzeugungen der Bürger bleiben unbekannt.

Der Konflikt betrifft klerikalen Einfluss auf das Gremium. Daraus folgt nicht, dass die widersprechenden Bürger unreligiös sind.

Die Formulierung unterscheidet institutionelle Macht und persönlichen Glauben. Sie vermeidet einen unbelegten Gegensatz zwischen beiden Personengruppen.

Ist jede religiöse Person klerikal im Sinn eines geistlichen Amts?

Nein. Religiöser Glaube allein bedeutet keine Zugehörigkeit zum Klerus.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.