kontemplativ

Kontemplativ bedeutet still betrachtend, innerlich vertieft oder auf besinnliche Anschauung gerichtet.

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Was bedeutet kontemplativ?

Ein kontemplativer Augenblick ist von ruhigem Betrachten und innerer Aufmerksamkeit geprägt. Das Wort kann eine Haltung, eine Lebensweise oder die Wirkung eines Kunstwerks beschreiben. Es bedeutet nicht einfach untätig.

Im religiösen Zusammenhang kann kontemplativ eine auf geistliche Betrachtung und Versenkung gerichtete Praxis bezeichnen. Nicht jede stille Szene enthält jedoch eine religiöse Aussage.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Figur betrachtet den Fluss in kontemplativer Ruhe.“ Im Vordergrund steht das vertiefte Betrachten.
  • „Der Film lässt lange kontemplative Passagen zu.“ Die Darstellung bietet Zeit zur Anschauung statt schneller Handlung.
  • „Der Text beschreibt eine kontemplative Lebensweise.“ Eine auf Betrachtung gerichtete Haltung prägt den Alltag.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Beschaulich kann eine ruhige, angenehme Atmosphäre beschreiben. Kontemplativ betont stärker die betrachtende Vertiefung. Nachdenklich betrifft die gedankliche Beschäftigung; kontemplativ muss nicht das ausdrückliche Abwägen eines Problems meinen.

Schreibweise und Grammatik

Schreibung kontemplativ, mit m vor p und v am Ende: eine kontemplative Passage. Das Nomen lautet Kontemplation.

Steigerung

Bei der Wirkung einer Darstellung sind kontemplativer, am kontemplativsten möglich. Die genaue Art der Ruhe sollte trotzdem erläutert werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkontemplativerkontemplativekontemplativeskontemplative
Genitivkontemplativenkontemplativerkontemplativenkontemplativer
Dativkontemplativemkontemplativerkontemplativemkontemplativen
Akkusativkontemplativenkontemplativekontemplativeskontemplative
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkontemplativekontemplativekontemplativekontemplativen
Genitivkontemplativenkontemplativenkontemplativenkontemplativen
Dativkontemplativenkontemplativenkontemplativenkontemplativen
Akkusativkontemplativenkontemplativekontemplativekontemplativen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkontemplativerkontemplativekontemplativeskontemplativen
Genitivkontemplativenkontemplativenkontemplativenkontemplativen
Dativkontemplativenkontemplativenkontemplativenkontemplativen
Akkusativkontemplativenkontemplativekontemplativeskontemplativen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Erzählung unterbricht eine hektische Reise. Die Figur beobachtet Lichtreflexe auf dem Wasser; der Text verweilt bei den wechselnden Formen.

Die Passage wirkt kontemplativ, weil die äußere Handlung zurücktritt und die Aufmerksamkeit auf dem stillen Betrachten liegt. Daraus folgt keine allgemeine Passivität der Figur.

Die Deutung verbindet Erzähltempo und Wahrnehmung mit der Wortbedeutung und begrenzt sie auf den beschriebenen Abschnitt.

Ist jede Pause automatisch kontemplativ?

Nein. Entscheidend ist die betrachtende oder besinnlich vertiefte Qualität, nicht bloß fehlende Bewegung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.