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künftig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
künftig
Worttrennung
künf·tig

Als Zukunftszuordnung keine gewöhnliche Steigerung. Näher oder weiter in der Zukunft sind genauere Zeitvergleiche.

Formen und Verwendung im Detail

Künftig bedeutet in der Zukunft liegend oder für die folgende Zeit geltend. Als Zeitangabe kann es von jetzt an heißen.

Was bedeutet künftig?

Künftige Aufgaben stehen noch bevor. In künftig besser aufpassen richtet sich die Aussage auf das weitere Verhalten. Welcher Beginn gemeint ist, ergibt sich aus dem Kontext und sollte bei Bedarf genauer benannt werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Gruppe bespricht ihre künftigen Aufgaben.“ Es geht um Aufgaben, die noch bevorstehen.
  • „Künftig werden die Ergebnisse an einem gemeinsamen Ort gesammelt.“ Die Aussage kündigt eine Regelung für die folgende Zeit an.
  • „Die künftige Leiterin stellt sich dem Team vor.“ Sie wird die Funktion erst noch übernehmen.

Synonyme für künftig: passend zum Zusammenhang

Künftig verweist auf eine spätere Zeit oder auf eine Regelung für die weitere Zukunft. Das Wort nennt allein weder einen genauen Beginn noch einen besonders nahen Termin. Beim Ersetzen muss zudem unterschieden werden, ob künftig vor einem Nomen steht oder als selbstständige Zeitangabe den ganzen Satz betrifft.

Wortalternativen und ihre Unterschiede
ErsatzwortPasst beiUnterschied
zukünftigspätere Aufgaben, Zustände und ZeitangabenLiegt meist sehr nahe. Auch zukünftig braucht bei praktischen Absprachen einen eindeutigen zeitlichen Bezug.
kommendbevorstehende Zeiträume und EreignissePasst besonders zu einer nächsten, bereits absehbaren Einheit wie Woche, Sitzung oder Saison.
fortanRegelungen oder Verhaltensweisen ab einem ZeitpunktBetont den Beginn einer folgenden Phase und wirkt eher gehoben oder erzählerisch.

Wörter im Satz vergleichen

Die folgenden Satzpaare sind eigene Sprachbeispiele.

Ausgangssatz: „Künftig sammeln wir die Fragen vor Beginn des Gesprächs.“
Alternative: „Fortan sammeln wir die Fragen vor Beginn des Gesprächs.“

Fortan hebt den Wechsel zu einer neuen Praxis hervor. Beide Fassungen sollten bei einer Ankündigung ergänzen, ab welchem Gespräch die Regel gelten soll.

Ausgangssatz: „Die künftige Vorsitzende besucht die Arbeitsgruppe.“
Alternative: „Die zukünftige Vorsitzende besucht die Arbeitsgruppe.“

Beide Formen bezeichnen eine Person, die das Amt erst noch übernimmt. Der Besuch selbst kann schon jetzt stattfinden; die Zukunftszuordnung betrifft ihre Funktion.

Hier passt der Austausch nicht: Bald ist keine sichere Ersatzlösung. Es behauptet zeitliche Nähe, die künftig offenlässt. Eine Regel für künftige Generationen muss keineswegs schon bald für die gegenwärtigen Beteiligten gelten.

Die Satzform verändert die Auswahl: „die kommende Woche“ ist natürlich, „die fortan Woche“ nicht. Statt einer unklaren Zeitangabe ist in Mitteilungen oft ein konkreter Beginn hilfreicher, etwa „ab dem nächsten Treffen“. So bleibt die Zukunftsorientierung praktisch verständlich.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Kommend hebt häufig einen bevorstehenden Zeitraum oder ein Ereignis hervor. Künftig kann allgemeiner die spätere Geltung betreffen. Bald nennt zusätzlich eine zeitliche Nähe, die künftig nicht zwingend enthält.

Schreibweise und Grammatik

Schreibung künftig, mit ü: ein künftiger Termin, künftige Aufgaben. Bei der Zeitangabe künftig gilt bleibt die Form unverändert.

Steigerung

Als Zukunftszuordnung keine gewöhnliche Steigerung. Näher oder weiter in der Zukunft sind genauere Zeitvergleiche.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkünftigerkünftigekünftigeskünftige
Genitivkünftigenkünftigerkünftigenkünftiger
Dativkünftigemkünftigerkünftigemkünftigen
Akkusativkünftigenkünftigekünftigeskünftige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkünftigekünftigekünftigekünftigen
Genitivkünftigenkünftigenkünftigenkünftigen
Dativkünftigenkünftigenkünftigenkünftigen
Akkusativkünftigenkünftigekünftigekünftigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkünftigerkünftigekünftigeskünftigen
Genitivkünftigenkünftigenkünftigenkünftigen
Dativkünftigenkünftigenkünftigenkünftigen
Akkusativkünftigenkünftigekünftigeskünftigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Vereinsnachricht sagt, künftig gelte ein neuer Treffpunkt. Da die nächste Sitzung schon vorbereitet ist, bleibt der Beginn unklar.

Die Nachricht ergänzt: Ab der nächsten Sitzung gilt der neue Treffpunkt. Künftig erhält dadurch einen eindeutig erkennbaren zeitlichen Bezug.

Die Erläuterung zeigt, wie eine richtige, aber ungenaue Zukunftsangabe für die praktische Planung verbessert werden kann.

Bedeutet künftig zwingend sehr bald?

Nein. Es bezeichnet Zukunft beziehungsweise die folgende Zeit; der Abstand kann unterschiedlich sein.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.