kunstgeschichtlich

Kunstgeschichtlich bedeutet die Geschichte der Kunst und ihre Erforschung betreffend.

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Was bedeutet kunstgeschichtlich?

Eine kunstgeschichtliche Untersuchung fragt etwa nach Entstehungsbedingungen, Gestaltungsweisen und späterer Wirkung eines Werks. Das Adjektiv benennt den Betrachtungsbereich. Ein hohes Alter allein macht eine Aussage noch nicht kunstgeschichtlich.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Ausstellung bietet eine kunstgeschichtliche Einordnung des Gemäldes.“ Das Werk wird in Zusammenhänge der Kunstgeschichte gestellt.
  • „Sie liest eine kunstgeschichtliche Untersuchung der Fassaden.“ Die Untersuchung behandelt die Baugestaltung in ihrer historischen Entwicklung.
  • „Die kunstgeschichtliche Frage betrifft den Einfluss älterer Vorbilder.“ Gefragt wird nach Beziehungen zwischen Werken und Gestaltungsweisen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Kunsthistorisch ist eine gebräuchliche Entsprechung. Künstlerisch betrifft eher Kunstschaffen und Gestaltung. Historisch allein kann jeden Bereich der Geschichte meinen.

Schreibweise und Grammatik

Zusammenschreibung kunstgeschichtlich: eine kunstgeschichtliche Untersuchung. Die Bestandteile Kunst und geschichtlich bleiben erkennbar.

Steigerung

Als Bereichszuordnung gewöhnlich ohne Steigerung. Statt kunstgeschichtlicher im Sinn eines stärkeren Bezugs ist häufig stärker kunstgeschichtlich ausgerichtet klarer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkunstgeschichtlicherkunstgeschichtlichekunstgeschichtlicheskunstgeschichtliche
Genitivkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlicherkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlicher
Dativkunstgeschichtlichemkunstgeschichtlicherkunstgeschichtlichemkunstgeschichtlichen
Akkusativkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichekunstgeschichtlicheskunstgeschichtliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkunstgeschichtlichekunstgeschichtlichekunstgeschichtlichekunstgeschichtlichen
Genitivkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichen
Dativkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichen
Akkusativkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichekunstgeschichtlichekunstgeschichtlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkunstgeschichtlicherkunstgeschichtlichekunstgeschichtlicheskunstgeschichtlichen
Genitivkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichen
Dativkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichen
Akkusativkunstgeschichtlichenkunstgeschichtlichekunstgeschichtlicheskunstgeschichtlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Bildbesprechung steht zunächst nur, dass ein Gemälde schön sei. Die Aufgabe verlangt jedoch eine kunstgeschichtliche Einordnung.

Die kunstgeschichtliche Betrachtung untersucht Entstehungszeit, Gestaltung und mögliche Vorbilder. Ein persönliches Gefallensurteil kann daneben stehen, beantwortet diese Fragen aber nicht.

Die Anwendung zeigt den Unterschied zwischen einer ästhetischen Reaktion und einer Untersuchung historischer Zusammenhänge.

Ist das Urteil Das Bild gefällt mir schon eine kunstgeschichtliche Einordnung?

Nein. Dafür müssen historische Zusammenhänge des Werks untersucht werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.