leck

Leck bedeutet undicht: Flüssigkeit oder Gas kann an einer unerwünschten Stelle ein- oder austreten. Besonders häufig wird das Wort für Boote, Tanks und Leitungen verwendet.

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Was bedeutet leck?

Ein leckes Boot lässt Wasser hinein, ein lecker Tank kann seinen Inhalt verlieren. Die Richtung des Austritts ist also nicht Teil einer festen Definition, sondern ergibt sich aus dem Behälter und dem Druckverhältnis.

Das Adjektiv ist kurz und sachlich. Für eine genaue Schadensbeschreibung reicht es noch nicht aus: Wo sich die undichte Stelle befindet und was austritt, muss zusätzlich benannt werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der alte Kahn ist leck und nimmt Wasser auf.“ Wasser dringt durch eine undichte Stelle in das Boot.
  • „Aus dem lecken Behälter tropft Flüssigkeit auf die Unterlage.“ Hier tritt der Inhalt nach außen aus.
  • „Die Dichtung wurde ersetzt, weil die Verbindung leck war.“ Die Undichtigkeit betrifft eine Verbindungsstelle, nicht zwingend ein Loch in der Wand.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Undicht ist die allgemeinere, überall gut verständliche Bezeichnung. Beschädigt ist weiter: Nicht jeder Schaden führt zu einer undichten Stelle.

Das Nomen Leck bezeichnet die undichte Stelle. Lecker als Adjektiv bedeutet gewöhnlich wohlschmeckend; die Form lecker kann aber auch die gebeugte Form von leck sein. Der Satzbau entscheidet.

Schreibweise und Grammatik

Leck wird mit ck geschrieben. Die Beugung ergibt ein leckes Boot, der lecke Tank, ein lecker Behälter. Die letzte Form ist grammatisch korrekt, klingt wegen des anderen Wortes lecker aber leicht missverständlich; undichter Behälter ist oft klarer.

Steigerung

Üblicherweise wird nicht gesteigert. Die Stärke des Schadens lässt sich als größeres Leck oder stärkere Undichtigkeit genauer beschreiben.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativleckerleckeleckeslecke
Genitivleckenleckerleckenlecker
Dativleckemleckerleckemlecken
Akkusativleckenleckeleckeslecke
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativleckeleckeleckelecken
Genitivleckenleckenleckenlecken
Dativleckenleckenleckenlecken
Akkusativleckenleckeleckelecken
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativleckerleckeleckeslecken
Genitivleckenleckenleckenlecken
Dativleckenleckenleckenlecken
Akkusativleckenleckeleckeslecken

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Werkstattnotiz soll erklären, warum ein Behälter ausgesondert wird.

Der Behälter ist an der unteren Naht leck. Beim Befüllen bildet sich dort ein Tropfen. Die Notiz benennt damit den beobachteten Mangel und seinen Ort.

Leck fasst die Beobachtung zusammen. Der Wortgebrauch behauptet noch keine gesicherte Ursache und enthält auch keine Reparaturanweisung.

Warum ist „ein lecker Tank“ missverständlich?

Lecker kann hier eine Beugungsform von leck sein, wird aber leicht als wohlschmeckend verstanden. „Ein undichter Tank“ vermeidet das Missverständnis.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.