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logisch

Form & Grammatik

AdjektivFremdwort
Lemma
logisch
Wortart
Adjektiv
Worttrennung
lo·gisch
Steigerung
logischer · am logischsten im vergleichenden Alltagsurteil; formale Gültigkeit verlangt eine eigene Prüfung
Beugung
vor einem Nomen nach Fall, Geschlecht, Zahl und Begleiter; unverändert etwa in „es bleibt logisch“

logisch bedeutet zur Logik gehörend oder folgerichtig. Umgangssprachlich kann es auch selbstverständlich heißen.

Bedeutungen

Die Logik betreffend

Als Fachzuordnung bezeichnet logisch die Beschäftigung mit Logik oder Eigenschaften innerhalb ihrer Systeme. Diese Zuordnung ist von einem umgangssprachlichen Urteil über die Überzeugungskraft einer Erklärung zu unterscheiden.

„Das Seminar untersucht logische Schlussregeln.“

Der Satz bezeichnet das Thema des Seminars. Er behauptet nicht, dass schon jede einzelne Aussage im Seminar richtig ist.

Folgerichtig aus Voraussetzungen abgeleitet

Bei einem logischen Schluss muss die Folgerung aus den Voraussetzungen folgen. Ob die Voraussetzungen tatsächlich zutreffen, ist eine andere Frage. Ein einleuchtender Gedanke muss noch keine zwingende Folgerung sein.

„Wenn alle Karten blau sind und diese Karte dazugehört, folgt logisch, dass sie blau ist.“

Die Folgerung gilt unter den genannten Voraussetzungen. Das Beispiel beweist nicht unabhängig davon, welche Farbe eine bestimmte wirkliche Karte hat.

Umgangssprachlich selbstverständlich

Im Gespräch kann logisch Zustimmung oder eine als selbstverständlich empfundene Folge ausdrücken. Diese Verwendung liefert für sich keinen Beweis.

„‚Hilfst du beim Aufräumen?‘ – ‚Logisch!‘“

Die Antwort sagt bereitwillig zu. Sie beruft sich hier nicht auf einen ausdrücklich durchgeführten logischen Schluss.

logisch: Synonyme und andere Wörter

Bei Schlussfolgerungen

folgerichtig · schlüssig

Folgerichtig betont den Übergang von Voraussetzungen zur Folge. Schlüssig kann eine überzeugend zusammenhängende Begründung beschreiben. Plausibel heißt eher einleuchtend und ist deshalb schwächer als zwingend ableitbar.

‚Der Schluss ist logisch.‘ → ‚Der Schluss folgt aus den Voraussetzungen.‘ Die Umschreibung macht den entscheidenden Zusammenhang sichtbar.

Als Gesprächsantwort

selbstverständlich · natürlich

Diese Wörter passen zur umgangssprachlichen Zustimmung. Sie sind kein allgemeiner Ersatz in Fachverbindungen wie logische Operation.

‚Kommst du mit? – Logisch!‘ → ‚Kommst du mit? – Selbstverständlich!‘ Die Zusage bleibt erhalten.

Beispiele und Verwendung

  • „Wenn alle Karten blau sind und diese Karte dazugehört, ist sie blau: Der Schluss ist logisch.“ Die Folgerung ergibt sich aus den genannten Voraussetzungen.
  • „Die Antwort wirkt logisch, doch eine Annahme ist falsch.“ Schlussform und Tatsachengrundlage werden getrennt.
  • „‚Kommst du mit?‘ – ‚Logisch!‘“ Hier bedeutet das Wort umgangssprachlich selbstverständlich.

Grammatik und Beugung

Steigerungsgebrauch: logischer · am logischsten im vergleichenden Alltagsurteil; formale Gültigkeit verlangt eine eigene Prüfung.

Die Schreibung lautet logisch, zu Logik: ein logischer Schluss.

Steigerung

Logischer und am logischsten sind im Alltag üblich. In einer streng formalen Prüfung ist entscheidend, ob ein Schluss gültig ist; dort ersetzt eine Abstufung die Prüfung nicht.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlogischerlogischelogischeslogische
Genitivlogischenlogischerlogischenlogischer
Dativlogischemlogischerlogischemlogischen
Akkusativlogischenlogischelogischeslogische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlogischelogischelogischelogischen
Genitivlogischenlogischenlogischenlogischen
Dativlogischenlogischenlogischenlogischen
Akkusativlogischenlogischelogischelogischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlogischerlogischelogischeslogischen
Genitivlogischenlogischenlogischenlogischen
Dativlogischenlogischenlogischenlogischen
Akkusativlogischenlogischelogischeslogischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Herkunft

Die Herkunft führt über lateinisch logicus zu griechisch logikós. Im heutigen Wortgebrauch müssen der Bezug auf die Logik, die Folgerichtigkeit eines Schlusses und die lockere Gesprächsantwort unterschieden werden.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Textanalyse prüft einen Schluss über eine Figur.

Aus „Die Figur schweigt“ folgt nicht zwingend „Die Figur stimmt zu“. Sie könnte auch unsicher oder abgelenkt sein. Die Zustimmung ist damit eine mögliche Deutung, aber keine logisch notwendige Folgerung.

Die Alternative zeigt, warum die vorhandene Beobachtung den Schluss noch nicht erzwingt.

Macht der Satz „Das ist logisch“ eine Behauptung zum Beweis?

Nein. Die Voraussetzungen und der Übergang zur Folgerung müssen nachvollziehbar sein.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.

Gebräuchliche Verbindungen

Was bedeutet „Na logisch!“?

Die umgangssprachliche Antwort drückt Zustimmung oder Selbstverständlichkeit aus: ‚Bist du dabei?‘ – ‚Na logisch!‘ Der Ton kann bereitwillig, nachdrücklich oder auch ungeduldig wirken. Die Wendung ersetzt in einer sachlichen Diskussion keine Begründung.