machtlos

Machtlos bedeutet, dass jemand in einer bestimmten Lage nichts Entscheidendes ausrichten oder eine Entwicklung nicht beeinflussen kann.

Adjektivliste & Wortwerkstatt öffnen

Was bedeutet machtlos?

Machtlosigkeit ist an eine Situation gebunden. Wer eine Entscheidung nicht ändern kann, kann in anderen Bereichen sehr wohl handeln. Deshalb sind Ergänzungen wie gegenüber dieser Entscheidung oder gegen den Sturm hilfreich.

Das Wort kann eine tatsächliche fehlende Einflussmöglichkeit oder ein Gefühl ausdrücken. Sie ist machtlos und sie fühlt sich machtlos sind nicht dieselbe Aussage: Die zweite beschreibt zunächst ihre Wahrnehmung.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Gegen den Stromausfall ist das Verkaufsteam machtlos.“ Das Team kann die externe Versorgung nicht selbst wiederherstellen.
  • „Der Schiedsrichter fühlt sich angesichts der vielen Beschwerden machtlos.“ Beschrieben wird sein Erleben; seine tatsächlichen Befugnisse bleiben offen.
  • „Ohne Stimmrecht bleibt die Beobachterin bei der Abstimmung machtlos.“ Die fehlende Einflussmöglichkeit wird konkret begründet.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Hilflos betont stärker, dass jemand keinen Ausweg oder keine geeignete Handlung kennt. Machtlos kann auch jemand sein, der die Lösung kennt, aber nicht entscheiden darf. Ohnmächtig kann zusätzlich „bewusstlos“ heißen; diese körperliche Bedeutung hat machtlos nicht.

Schreibweise und Grammatik

Das Adjektiv entsteht erkennbar aus Macht und -los. Typisch sind gegen etwas machtlos und jemandem gegenüber machtlos. Reguläre Beugung: ein machtloser Zeuge.

Steigerung

Machtloser – am machtlosesten ist möglich, wenn der verbleibende Handlungsspielraum verglichen wird. Bei vollständig ausgeschlossener Einflussnahme genügen machtlos oder völlig machtlos.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmachtlosermachtlosemachtlosesmachtlose
Genitivmachtlosenmachtlosermachtlosenmachtloser
Dativmachtlosemmachtlosermachtlosemmachtlosen
Akkusativmachtlosenmachtlosemachtlosesmachtlose
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmachtlosemachtlosemachtlosemachtlosen
Genitivmachtlosenmachtlosenmachtlosenmachtlosen
Dativmachtlosenmachtlosenmachtlosenmachtlosen
Akkusativmachtlosenmachtlosemachtlosemachtlosen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmachtlosermachtlosemachtlosesmachtlosen
Genitivmachtlosenmachtlosenmachtlosenmachtlosen
Dativmachtlosenmachtlosenmachtlosenmachtlosen
Akkusativmachtlosenmachtlosemachtlosesmachtlosen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung beobachtet eine Nachbarin hinter einer Absperrung den Abriss des Hauses. Die endgültige Entscheidung kann sie nicht mehr verhindern.

Die Nachbarin wirkt dem Abriss gegenüber machtlos. Sie kennt die Geschichte des Hauses, besitzt aber keine Befugnis, die bereits laufenden Arbeiten zu stoppen.

Die Erklärung unterscheidet Wissen von Einfluss. Sie behauptet nicht, dass die Figur grundsätzlich schwach ist oder künftig nichts bewirken kann.

Warum kann „Sie fühlt sich machtlos“ genauer sein?

Damit bleibt offen, ob wirklich jede Handlungsmöglichkeit fehlt. Sicher beschrieben wird zunächst das Erleben der Person.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.