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märkisch

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
märkisch
Worttrennung
mär·kisch

Keine gewöhnliche Steigerung einer regionalen Zuordnung.

Formen und Verwendung im Detail

Märkisch bedeutet eine bestimmte Mark beziehungsweise einen damit verbundenen regionalen Zusammenhang betreffend, häufig die Mark Brandenburg, aber auch die historische Grafschaft Mark.

Was bedeutet märkisch?

In einem Text über Brandenburg meint eine märkische Landschaft gewöhnlich die dortige Region. Der Name Märkischer Kreis verweist dagegen auf die historische Grafschaft Mark in Westfalen.

Ohne Kontext ist die Zuordnung daher nicht immer eindeutig. In geografischen und historischen Texten hilft es, den betreffenden Raum einmal ausdrücklich zu nennen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Reisebericht schildert eine märkische Landschaft in Brandenburg.“ Der regionale Bezug wird sofort geklärt.
  • „Die Ausstellung erläutert den Namen Märkischer Kreis.“ Hier führt die Bezeichnung zur historischen Grafschaft Mark.
  • „Der Aufsatz untersucht märkische Ortsgeschichte und nennt das Gebiet im Untertitel.“ Der Untertitel verhindert eine geografische Verwechslung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Märkisch ist kein verlässliches Synonym für brandenburgisch in jedem Zusammenhang. Die historische Grafschaft Mark gehört zu einer anderen Region.

Schreibweise und Grammatik

Gewöhnlich klein: märkische Landschaft. Als Teil des Eigennamens Märkischer Kreis groß. Das ä bleibt in allen Formen erhalten.

Steigerung

Keine gewöhnliche Steigerung einer regionalen Zuordnung.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmärkischermärkischemärkischesmärkische
Genitivmärkischenmärkischermärkischenmärkischer
Dativmärkischemmärkischermärkischemmärkischen
Akkusativmärkischenmärkischemärkischesmärkische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmärkischemärkischemärkischemärkischen
Genitivmärkischenmärkischenmärkischenmärkischen
Dativmärkischenmärkischenmärkischenmärkischen
Akkusativmärkischenmärkischemärkischemärkischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmärkischermärkischemärkischesmärkischen
Genitivmärkischenmärkischenmärkischenmärkischen
Dativmärkischenmärkischenmärkischenmärkischen
Akkusativmärkischenmärkischemärkischesmärkischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Museumseinführung erklärt eine historische Namensgebung.

Mit märkisch ist in dieser Ausstellung der Bezug zur Grafschaft Mark gemeint. Die Darstellung behandelt daher einen westfälischen Zusammenhang und nicht die Mark Brandenburg.

Die kurze Festlegung löst eine mögliche Mehrdeutigkeit, bevor Ortsnamen oder historische Grenzen erläutert werden.

Bedeutet märkisch in jedem Text brandenburgisch?

Nein. Es kann auch die Grafschaft Mark und damit einen anderen regionalen Zusammenhang betreffen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.