marinblau

Marinblau bezeichnet in Farb- und Produktbeschreibungen einen dunklen Blauton, der auch als Navyblau angeboten wird.

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Was bedeutet marinblau?

Die Bezeichnung begegnet insbesondere bei Kleidung und Lacken. Sie ist als konkrete Farbangabe des jeweiligen Anbieters zu lesen: Ein als marinblau bezeichnetes Produkt muss nicht exakt denselben Farbton besitzen wie ein anderes.

Die verbreitete allgemeine Farbbezeichnung lautet marineblau. Die Form marinblau ist ebenfalls in Produktnamen belegt. Bei einer Bestellung sollte deshalb die tatsächlich angegebene Farbe zusammen mit Hersteller, Material und gegebenenfalls Farbcode übernommen werden. Ein Bildschirmfoto ist kein verbindliches Farbmuster.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Mütze wird im Katalog als marinblau angeboten.“ Hier gibt der Satz die Farbbezeichnung des Anbieters wieder.
  • „Der marinblaue Lack passt im Farbmuster zum vorhandenen Anstrich.“ Die Übereinstimmung wird am Muster geprüft und nicht allein aus dem Namen abgeleitet.
  • „Die Kostümbeschreibung nennt eine marinblaue Jacke und ein weißes Hemd.“ Der dunkle Blauton bildet einen anschaulichen Gegensatz zum Weiß.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Dunkelblau ist die weiter gefasste Farbangabe. Marineblau und Navyblau sind verbreitete Bezeichnungen für dunkle Blautöne. Daraus folgt keine für alle Produkte verbindliche Gleichheit der Farbcodes.

Das Adjektiv marin bedeutet auf das Meer bezogen. Eine marine Lebensgemeinschaft ist daher keine blaue Lebensgemeinschaft.

Schreibweise und Grammatik

Als Farbadjektiv wird marinblau klein und zusammengeschrieben: ein marinblauer Stoff. Als Name einer angebotenen Farbe kann Marinblau groß stehen, etwa nach Farbe:. Die Beugung ist regelmäßig.

Steigerung

Bei einer benannten Produktfarbe ist keine Steigerung nötig. Für einen Farbvergleich sind dunkler, heller oder stärker ins Graue gehend genauer als eine Steigerung des Farbnamens.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmarinblauermarinblauemarinblauesmarinblaue
Genitivmarinblauenmarinblauermarinblauenmarinblauer
Dativmarinblauemmarinblauermarinblauemmarinblauen
Akkusativmarinblauenmarinblauemarinblauesmarinblaue
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmarinblauemarinblauemarinblauemarinblauen
Genitivmarinblauenmarinblauenmarinblauenmarinblauen
Dativmarinblauenmarinblauenmarinblauenmarinblauen
Akkusativmarinblauenmarinblauemarinblauemarinblauen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmarinblauermarinblauemarinblauesmarinblauen
Genitivmarinblauenmarinblauenmarinblauenmarinblauen
Dativmarinblauenmarinblauenmarinblauenmarinblauen
Akkusativmarinblauenmarinblauemarinblauesmarinblauen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Für eine erfundene Theaterproduktion soll eine Jacke passend zu einer bereits vorhandenen Hose bestellt werden.

Die Jacke wird als marinblau angeboten. Da die Hose von einem anderen Hersteller stammt, vergleichen wir zunächst Stoffmuster bei gleichem Licht. Der ähnliche Farbname allein garantiert noch keinen passenden Anzug.

Die Anwendung verbindet die Wortbedeutung mit einer praktischen Grenze von Farbnamen. Sie behauptet keinen universellen Zahlenwert für den Blauton.

Garantiert die Bezeichnung marinblau denselben Farbton bei zwei Herstellern?

Nein. Dafür müssen die konkreten Farbmuster oder verbindlichen Farbangaben verglichen werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.