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massig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
massig
Worttrennung
mas·sig
Komparativ
massiger
Superlativ
am massigsten

Die Steigerung vergleicht eine wuchtige Erscheinung. Umgangssprachliches massig Arbeit bleibt dagegen als Mengenangabe unverändert; mehr Arbeit ist kein massigerer Gegenstand.

Formen und Verwendung im Detail

Massig beschreibt etwas Großes, Breites und schwer oder wuchtig Wirkendes. Umgangssprachlich bedeutet massig außerdem „sehr viel“.

Was bedeutet massig?

Ein massiger Fels nimmt viel Raum ein und wirkt gewichtig. Die Beschreibung richtet sich auf den Eindruck von Körperfülle oder Volumen. Sie ist keine genaue Messung von Gewicht oder Dichte.

Bei Personen kann das Wort auf den Körperbau bezogen sein, aber auch abwertend wirken. Daraus folgen weder eine bestimmte Gesundheit noch Geschicklichkeit oder Charakter. In massig Zeit steht dagegen eine reine, umgangssprachliche Mengenangabe.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Ein massiger Fels versperrt den Blick auf den Weg.“ Der Fels wirkt breit und raumgreifend.
  • „Die massige Gestalt füllt fast den Türrahmen.“ Die Erzählung beschreibt den Körperbau, nicht die Haltung der Figur.
  • „Für den Umbau brauchen wir massig Platz.“ Massig bedeutet hier viel und erhält keine Endung.

Synonyme für massig: passend zum Zusammenhang

Massig kann einen großen, breit und schwer wirkenden Körper oder Gegenstand beschreiben. Umgangssprachlich bedeutet es außerdem sehr viel. Die Alternativen müssen diese Bedeutungen trennen. Eine massige Kiste kann viel Raum einnehmen, während massig Kisten eine große Anzahl bezeichnet. Gewicht, Volumen und Anzahl sind dabei unterschiedliche Angaben.

Wortalternativen und ihre Unterschiede
ErsatzwortPasst beiUnterschied
wuchtiggroßen, schwer wirkenden FormenLiegt beim Eindruck von Größe und Gewicht nahe; eine genaue Gewichtsangabe wird nicht gemacht.
voluminösausladendem Umfang von GegenständenBetont besonders den beanspruchten Raum. Ein voluminöser Gegenstand kann sehr leicht sein.
sehr vielumgangssprachlicher MengenangabePasst etwa zu Zeit, Arbeit oder Geld und benötigt bei zählbaren Dingen die Form sehr viele.

Wörter im Satz vergleichen

Die folgenden Satzpaare sind eigene Sprachbeispiele.

Ausgangssatz: „Ein massiger Schrank verengt den Durchgang.“
Alternative: „Ein wuchtiger Schrank verengt den Durchgang.“

Wuchtig bewahrt den raumgreifenden, schwer wirkenden Eindruck. Wie viel der Schrank tatsächlich wiegt, lässt sich daraus ebenso wenig sicher ableiten wie aus massig.

Ausgangssatz: „Für die Vorbereitung brauchen wir massig Zeit.“
Alternative: „Für die Vorbereitung brauchen wir sehr viel Zeit.“

Die zweite Fassung ist neutraler und macht die Mengenbedeutung deutlich. Es geht weder um Körperfülle noch um die Festigkeit eines Gegenstands.

Hier passt der Austausch nicht: Massiv kann eine Material- oder Konstruktionsaussage enthalten. Eine hohle Kulisse kann massig aussehen, ohne massiv gebaut zu sein. Ein Austausch würde in einer Sachbeschreibung möglicherweise eine nicht belegte Bauweise behaupten.

In „massige Bücher“ beschreibt die Beugungsendung große, schwer wirkende Bände. „Massig Bücher“ bedeutet dagegen viele Bücher und lässt deren Größe offen. Dieser kleine Formunterschied verändert die Aussage deutlich. Bei Personen ist der Körperumfang außerdem kein Beleg für Kraft, Gesundheit oder eine bestimmte innere Haltung.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Massiv kann unter anderem durchgehendes Material oder eine feste Bauweise bezeichnen. Massig betont eher Umfang und Erscheinung. Eine hohle Bühnenkulisse kann massig aussehen, ohne aus massivem Stein zu bestehen.

Mäßig mit ä und ß bedeutet etwas anderes. Es kann einen begrenzten oder mittleren Grad ausdrücken und ist keine alternative Schreibung von massig.

Schreibweise und Grammatik

In ein massiger Stein wird das Adjektiv regulär gebeugt. Die umgangssprachliche Mengenverwendung bleibt dagegen unverändert: massig Arbeit, massig Bücher. Beide Male steht ss.

Steigerung

Massiger – am massigsten vergleicht die wuchtige Erscheinung. Bei der Mengenangabe sagt man gewöhnlich noch mehr, nicht „massigere Bücher“ im Sinn von mehr Büchern.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmassigermassigemassigesmassige
Genitivmassigenmassigermassigenmassiger
Dativmassigemmassigermassigemmassigen
Akkusativmassigenmassigemassigesmassige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmassigemassigemassigemassigen
Genitivmassigenmassigenmassigenmassigen
Dativmassigenmassigenmassigenmassigen
Akkusativmassigenmassigemassigemassigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmassigermassigemassigesmassigen
Genitivmassigenmassigenmassigenmassigen
Dativmassigenmassigenmassigenmassigen
Akkusativmassigenmassigemassigesmassigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Für eine erfundene Bühnenbeschreibung soll ein Tor bedrohlich wirken. Die Kulisse ist leicht gebaut, stellt aber schwere Steinpfeiler dar.

Zwei massige Pfeiler rahmen das Tor. Ihre breite Form lässt den schmalen Durchgang noch enger erscheinen.

Die Beschreibung bleibt beim sichtbaren Eindruck. Sie verwechselt die dargestellte Masse nicht mit dem tatsächlichen Gewicht der Kulisse.

Ist „massig Geld“ eine Aussage über das Gewicht der Münzen?

Nein. Umgangssprachlich bedeutet die Wendung sehr viel Geld.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.