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megaloman

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
megaloman
Worttrennung
me·ga·lo·man
Komparativ
megalomaner
Superlativ
am megalomansten

Die Steigerung kann eine als übersteigert bewertete Größen- oder Machtvorstellung vergleichen. Megalomanisch ist eine längere Form; der bildliche Gebrauch stellt keine medizinische Diagnose.

Formen und Verwendung im Detail

Megaloman bedeutet größenwahnsinnig; im übertragenen Gebrauch bezeichnet es ein maßlos übersteigertes Selbstbild oder einen überdimensionierten Machtanspruch.

Was bedeutet megaloman?

Das Wort ist eine starke und häufig abwertende Bezeichnung. In einer Kritik kann etwa ein Plan megaloman heißen, wenn Anspruch und Selbstdarstellung jedes angemessene Verhältnis verlieren.

Im psychologischen Zusammenhang berührt es Größenwahn. Ein ehrgeiziges Vorhaben, eine große Bauform oder auffälliges Selbstvertrauen rechtfertigen jedoch keine medizinische Diagnose. In einer Analyse muss klar sein, ob eine kritische Wertung oder ein fachlich belegter Befund wiedergegeben wird.

Auch megalomanisch bedeutet größenwahnsinnig. Die Endung verändert hier nicht die Bedeutung: Ein megalomaner Machtanspruch und ein megalomanischer Machtanspruch bezeichnen dieselbe Art der Maßlosigkeit. Es handelt sich um zwei gebräuchliche Wortformen, nicht um zwei verschiedene Diagnosen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Satire zeichnet einen megalomanen Herrscher.“ Die Darstellung überzeichnet seinen Anspruch auf grenzenlose Macht.
  • „Die Kritik nennt den Plan megaloman und verweist auf seinen maßlosen Herrschaftsanspruch.“ Das Urteil wird durch ein bestimmtes Merkmal begründet.
  • „Ein großes Ziel ist nicht schon ein megalomanes Ziel.“ Ehrgeiz und Größenwahn werden nicht gleichgesetzt.
  • „Die gigantische Halle wirkt monumental, aber nicht notwendig megalomanisch.“ Große Abmessungen allein belegen keinen Größenwahn.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Ehrgeizig bezeichnet zunächst das Streben nach Erfolg; das Wort enthält nicht dieselbe starke Abwertung. Monumental hebt Größe und eindrucksvolle Wirkung hervor. Ein Bau kann deshalb monumental sein, ohne als megaloman bewertet zu werden.

Schreibweise und Grammatik

Megaloman endet auf -man, nicht auf -mann. Formen: ein megalomaner Anspruch, mit megalomanen Vorstellungen. Die längere Form lautet megalomanisch, mit einem n vor -isch: ein megalomanischer Anspruch, mit megalomanischen Vorstellungen. Die Tabellen zeigen die kürzere Form. Für die längere treten dieselben Endungen an den Stamm megalomanisch-.

Steigerung

Megalomaner – am megalomansten. Der Vergleich ist in wertenden Beschreibungen möglich, ersetzt aber keine Begründung. Zur längeren Form gehören megalomanischer – am megalomanischsten. In ein megalomanischer Plan ist -er hingegen die Beugungsendung der Grundstufe; ein Vergleich wäre ein megalomanischerer Plan.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmegalomanermegalomanemegalomanesmegalomane
Genitivmegalomanenmegalomanermegalomanenmegalomaner
Dativmegalomanemmegalomanermegalomanemmegalomanen
Akkusativmegalomanenmegalomanemegalomanesmegalomane
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmegalomanemegalomanemegalomanemegalomanen
Genitivmegalomanenmegalomanenmegalomanenmegalomanen
Dativmegalomanenmegalomanenmegalomanenmegalomanen
Akkusativmegalomanenmegalomanemegalomanemegalomanen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmegalomanermegalomanemegalomanesmegalomanen
Genitivmegalomanenmegalomanenmegalomanenmegalomanen
Dativmegalomanenmegalomanenmegalomanenmegalomanen
Akkusativmegalomanenmegalomanemegalomanesmegalomanen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Satire zeigt einen Bürgermeister, der alle Städte nach sich benennen lassen will.

Der Bürgermeister wird megaloman dargestellt: Seine Pläne dienen nicht mehr einer konkreten Aufgabe, sondern der Vorstellung, sein Name müsse überall herrschen. Die Übertreibung kennzeichnet die satirische Figur und ist keine Ferndiagnose eines wirklichen Menschen.

Die Deutung bezieht sich auf den erfundenen Machtanspruch und erläutert die Funktion der Überzeichnung.

Genügt ein anspruchsvoller beruflicher Plan als Beleg für megaloman?

Nein. Das Wort behauptet eine wesentlich stärkere Maßlosigkeit und darf nicht beiläufig als Diagnose benutzt werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.