nachmalig

Nachmalig bedeutet schriftsprachlich und heute selten später oder zu einem späteren Zeitpunkt geworden. Häufig blickt man von einer früheren Lebensphase auf eine spätere Stellung.

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Was bedeutet nachmalig?

„Der nachmalige Direktor“ bezeichnet jemanden, der zum erzählten Zeitpunkt noch nicht Direktor war, diese Funktion aber später erhielt.

Die Bezeichnung ist rückblickend besonders nützlich, wenn zwei Lebensphasen in einem Satz verbunden werden. Ein genaues Datum enthält sie nicht.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die nachmalige Leiterin arbeitet damals noch im Archiv.“ Die spätere Funktion wird vom früheren Zeitpunkt getrennt.
  • „Der Text nennt den nachmaligen Standort des Museums.“ Gemeint ist der Standort in einer späteren Phase.
  • „Der nachmalige Erfolg war noch nicht absehbar.“ Die Rückschau kennt eine Entwicklung, die den damaligen Beteiligten unbekannt war.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Später ist die geläufigere Alternative. Ehemalig meint aus einem späteren Blickpunkt eine inzwischen vergangene Stellung.

Nachmalig bedeutet nicht zwingend unmittelbar danach.

Schreibweise und Grammatik

Zusammengeschrieben aus nach und malig, mit einem m: nachmalig. Es wird vor allem attributiv gebraucht: die nachmalige Professorin; „sie ist nachmalig“ ist keine übliche Aussage.

Steigerung

Keine Steigerung: Das Wort ordnet zeitlich zu.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativnachmaligernachmaligenachmaligesnachmalige
Genitivnachmaligennachmaligernachmaligennachmaliger
Dativnachmaligemnachmaligernachmaligemnachmaligen
Akkusativnachmaligennachmaligenachmaligesnachmalige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativnachmaligenachmaligenachmaligenachmaligen
Genitivnachmaligennachmaligennachmaligennachmaligen
Dativnachmaligennachmaligennachmaligennachmaligen
Akkusativnachmaligennachmaligenachmaligenachmaligen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativnachmaligernachmaligenachmaligesnachmaligen
Genitivnachmaligennachmaligennachmaligennachmaligen
Dativnachmaligennachmaligennachmaligennachmaligen
Akkusativnachmaligennachmaligenachmaligesnachmaligen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Biografie schildert den Beginn einer Laufbahn.

Die nachmalige Museumsleiterin sortiert als Studentin zunächst Fundstücke. Der Satz verbindet den bescheidenen Anfang mit der späteren Aufgabe, ohne zu behaupten, der weitere Weg sei damals schon festgelegt gewesen.

Die spätere Entwicklung ist eine Information der rückblickenden Darstellung. Sie darf nicht automatisch als damaliger Plan der Figur ausgegeben werden.

War der nachmalige Direktor schon im beschriebenen frühen Moment Direktor?

Nicht notwendig. Die Formulierung verweist gerade häufig auf seine spätere Funktion.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.