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nachteilig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
nachteilig
Worttrennung
nach·tei·lig
Komparativ
nachteiliger
Superlativ
am nachteiligsten

Nachteilig – nachteiliger – am nachteiligsten.

Formen und Verwendung im Detail

Nachteilig bedeutet mit ungünstigen Folgen verbunden oder einen Nachteil verursachend. Die Bewertung braucht einen Bezug: für wen oder wofür etwas nachteilig ist.

Was bedeutet nachteilig?

Eine längere Öffnungszeit kann für eine Person hilfreich, für eine andere wegen zusätzlicher Arbeit nachteilig sein. Das Adjektiv beschreibt deshalb keine völlig unabhängige Eigenschaft.

Eine nachteilige Folge kann klein oder erheblich sein. Das Wort allein legt den Umfang des Schadens nicht fest.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die späte Abfahrt ist für die Anschlussverbindung nachteilig.“ Der konkrete Nachteil besteht im ungünstigen zeitlichen Verhältnis.
  • „Die Regel wirkt sich auf die kleine Gruppe nachteilig aus.“ Betroffene und Wirkung werden benannt.
  • „Die zweite Lösung ist unter diesen Bedingungen nachteiliger.“ Der Vergleich gilt nur für einen erklärten Maßstab.

Synonyme für nachteilig: passend zum Zusammenhang

Nachteilig beschreibt ungünstige Folgen für jemanden oder etwas. Andere Ausdrücke können eine schlechte Ausgangslage, einen konkreten Schaden oder die Behinderung eines Ziels stärker betonen. Für einen guten Ersatz müssen deshalb Betroffene, Zweck und Ausmaß des Nachteils möglichst deutlich bleiben.

Welcher Ausdruck passt zu deiner Aussage?
AlternativePassender ZusammenhangBedeutungsunterschied
ungünstigBedingungen oder Folgen passen schlecht zu einem Vorhaben.Ist besonders nahe und oft etwas allgemeiner. Ein eingetretener Schaden wird damit nicht zwingend behauptet.
schädlichEtwas beeinträchtigt einen Zustand oder richtet Schaden an.Ist häufig stärker. Eine lediglich weniger vorteilhafte Lösung muss noch nicht in diesem Sinn schädlich sein.
hinderlichEin Umstand erschwert eine Handlung oder das Erreichen eines Ziels.Benennt eine Behinderung genauer und passt besonders zu praktischen Abläufen.

Eigene Satzbeispiele: Was ändert sich?

Ausgangssatz: „Die späte Ankunft ist für den Anschluss nachteilig.“

Alternative: „Die späte Ankunft ist für den Anschluss ungünstig.“

Ungünstig hält die schlechte zeitliche Lage fest. Ob der Anschluss tatsächlich verpasst wird, bleibt offen und sollte nicht aus dem Adjektiv allein geschlossen werden.

Ausgangssatz: „Der zusätzliche Umweg wirkt sich auf die pünktliche Lieferung nachteilig aus.“

Alternative: „Der zusätzliche Umweg ist für die pünktliche Lieferung hinderlich.“

Hinderlich macht deutlich, dass der Weg das Ziel erschwert. Der Satz sagt weiterhin nicht, dass eine rechtzeitige Lieferung unter allen Umständen ausgeschlossen ist.

Nicht gleichbedeutend: Unbrauchbar wäre ein erheblich stärkeres Gesamturteil. Ein Verfahren kann in einem Punkt nachteilig sein und zugleich Vorteile bieten, die seine Verwendung sinnvoll machen.

Beim Formulieren: Bei nachteilig für steht die Ergänzung im Akkusativ: für die Reisenden. In den Reisenden schaden verlangt das Verb dagegen den Dativ; die Formulierung muss entsprechend umgebaut werden.

In einer Erörterung lassen sich mehrere Maßstäbe nebeneinanderstellen. Mehr Vorbereitung kann für die Qualität vorteilhaft und für einen engen Terminplan nachteilig sein. Erst die Gewichtung der Kriterien trägt ein begründetes Gesamturteil.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Ungünstig ist ähnlich, schädlich betont deutlicher einen Schaden. Vorteilhaft ist das Gegenwort.

Nachteilig bedeutet nicht automatisch insgesamt unbrauchbar. Vorteile und Nachteile können nebeneinander bestehen.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung folgt dem Nomen Nachteil: nachteilig, nachteilige Folgen. Häufig: nachteilig für jemanden.

Steigerung

Nachteilig – nachteiliger – am nachteiligsten.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativnachteiligernachteiligenachteiligesnachteilige
Genitivnachteiligennachteiligernachteiligennachteiliger
Dativnachteiligemnachteiligernachteiligemnachteiligen
Akkusativnachteiligennachteiligenachteiligesnachteilige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativnachteiligenachteiligenachteiligenachteiligen
Genitivnachteiligennachteiligennachteiligennachteiligen
Dativnachteiligennachteiligennachteiligennachteiligen
Akkusativnachteiligennachteiligenachteiligenachteiligen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativnachteiligernachteiligenachteiligesnachteiligen
Genitivnachteiligennachteiligennachteiligennachteiligen
Dativnachteiligennachteiligennachteiligennachteiligen
Akkusativnachteiligennachteiligenachteiligesnachteiligen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Erörterung vergleicht zwei Termine.

Der spätere Termin ist für die Anreise nachteilig, weil der letzte Bus bereits vorher abfährt. Für die Vorbereitung bietet er dagegen mehr Zeit. Die Erörterung trennt beide Kriterien, statt nur ein Gesamturteil zu setzen.

Der genannte Grund macht die Wertung prüfbar. Ein anderer Anreiseweg könnte das Urteil verändern.

Warum hilft die Ergänzung für wen oder wofür?

Weil sie den Maßstab und die Betroffenen des Nachteils sichtbar macht.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.