nonverbal
Form & Grammatik
- Stichwort
- nonverbal
- Worttrennung
- non·ver·bal
In der üblichen Einteilung keine Steigerung. Bei Vergleichen sagt man besser mit mehr nonverbalen Anteilen.
Nonverbal bedeutet ohne sprachliche Wörter oder Äußerungen. Bei Kommunikation sind damit etwa Mimik, Gestik, Blickverhalten und Körperhaltung gemeint.
Was bedeutet nonverbal?
Nonverbale Signale können gesprochene Aussagen begleiten, ergänzen oder ihnen widersprechen. Ihre Bedeutung ist nicht immer eindeutig: Ein abgewandter Blick kann verschiedene Gründe haben. Gebärdensprachen sind dagegen eigenständige Sprachen und nicht einfach gewöhnliche nonverbale Gestik.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Sie signalisiert ihre Zustimmung nonverbal durch ein Nicken.“ Die Zustimmung wird in dieser Szene ohne Wörter vermittelt.
- „Der Text beschreibt eine nonverbale Reaktion der Figur.“ Die Reaktion kann etwa aus Haltung oder Gesichtsausdruck bestehen.
- „Ihre Worte und ihre nonverbalen Signale passen nicht zusammen.“ Sprachliche Aussage und körperlicher Ausdruck werden verglichen.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Verbal betrifft sprachliche Äußerungen. Paraverbal wird häufig für Merkmale des Sprechens wie Lautstärke oder Tonfall verwendet; die fachliche Einteilung kann variieren. Nonverbal bedeutet nicht automatisch unbewusst.
Schreibweise und Grammatik
Mit v wie verbal: nonverbal. Vor einem Nomen wird gebeugt: ein nonverbales Signal.
Steigerung
In der üblichen Einteilung keine Steigerung. Bei Vergleichen sagt man besser mit mehr nonverbalen Anteilen.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | nonverbaler | nonverbale | nonverbales | nonverbale |
| Genitiv | nonverbalen | nonverbaler | nonverbalen | nonverbaler |
| Dativ | nonverbalem | nonverbaler | nonverbalem | nonverbalen |
| Akkusativ | nonverbalen | nonverbale | nonverbales | nonverbale |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | nonverbale | nonverbale | nonverbale | nonverbalen |
| Genitiv | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen |
| Dativ | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen |
| Akkusativ | nonverbalen | nonverbale | nonverbale | nonverbalen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | nonverbaler | nonverbale | nonverbales | nonverbalen |
| Genitiv | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen |
| Dativ | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen | nonverbalen |
| Akkusativ | nonverbalen | nonverbale | nonverbales | nonverbalen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Erzählung beschreibt einen kurzen Abschied.
Die Figur sagt, sie wolle bleiben, greift aber bereits nach ihrer Tasche und wendet sich zur Tür. Die nonverbalen Signale lassen einen bevorstehenden Aufbruch vermuten. Sie beweisen jedoch nicht, aus welchem Grund die Figur gehen möchte.
Die Deutung benennt Beobachtungen und trennt die Vermutung über eine Handlung von einer unbelegten Erklärung der inneren Absicht.
Ist jeder abgewandte Blick ein sicherer Beleg für Ablehnung?
Nein. Nonverbale Signale müssen im jeweiligen Zusammenhang interpretiert werden.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
